Deutsche Bahn: Der neue "Super Sparpreis" im Check

Der ICE 11 fährt durch auf einer Brücke durch ein grünes Tal.

Deutsche Bahn: Der neue "Super Sparpreis" im Check

Von Sebastian Moritz

  • Die Bahn verspricht: Für 19,90 Euro durch Deutschland
  • "Super Sparpreis" gibt es aber nicht für jede Fahrt
  • Die Konkurrenz der Bahn baut Angebot aus

Flexpreis, Sparpreis und jetzt auch noch der "Super Sparpreis": Seit Anfang August gilt bei der Deutschen Bahn ein neues Tarifsystem. Der neue "Super Sparpreis" löst dabei die Aktionsangebote ab, mit denen Fahrgäste für 19,90 Euro in der zweiten Klasse und für 29,90 Euro in der ersten Klasse durch ganz Deutschland fahren konnten.

Bisher waren diese Angebote immer zeitlich begrenzt, jetzt soll es sie das ganze Jahr geben. Im Gegensatz zum normalen Sparpreis können Kunden die Tickets beim Super Sparpreis nicht stornieren, außerdem gilt eine Zugpreisbindung.

Der SuperSparpreis im Check

WDR 2 Servicezeit | 17.08.2018 | 03:04 Min.

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City-Ticket gilt beim Super Sparpreis nicht

Einen weiteren Unterschied gibt es beim City-Ticket. Wer einen Sparpreis bucht, kann vor und nach seiner Fahrt in 126 Städten kostenlos den Nahverkehr nutzen. Anders als bisher, ist dafür keine Bahncard mehr nötig. Beim Super Sparpreis gibt es das City-Ticket nicht.

Super Sparpreis nicht für alle Fahrten verfügbar

Hintergrund des neuen Tarifsystems ist, dass die Deutsche Bahn ihre Züge gerade in Randzeiten stärker auslasten möchte. Wie groß die Kontingente beim Super Sparpreis sind, behält die Bahn zwar für sich. Offensichtlich ist aber, dass es die günstigen Tickets gerade zu den weniger nachgefragten Zeiten früh morgens und spät abends gibt.

Wer die günstigen Tickets kaufen möchte, muss schnell sein: Den Super Sparpreis können Kunden bis zu 180 Tage im Voraus buchen, allerdings immer nur bis zum nächsten Fahrplanwechsel. Der steht Mitte Dezember an, die Tickets für den neuen Fahrplan verkauft die Bahn dann ab Mitte Oktober.

Konkurrenz der Bahn wächst

Mit den neuen Sparangeboten reagiert die Bahn auch auf die wachsende Konkurrenz. Neben den günstigen innerdeutschen Flügen und dem wachsenden Fernbusangebot, baut auch Flixtrain sein Netz auf der Schiene weiter aus. Neben den Strecken Köln-Hamburg und Berlin-Stuttgart plant das Unternehmen die Verbindungen Köln-Berlin und München-Berlin.

Flixtrain wirbt mit Ticket-Preisen ab 9,99 Euro. Zu besonders gefragten Zeiten zahlen Kunden aber auch hier das Fünffache. Der größte Nachteil im Vergleich zur Deutschen Bahn sind derzeit allerdings noch das dünne Streckennetz und die geringe Zahl an Verbindungen.

Stand: 17.08.2018, 12:26