Post von der Rentenversicherung

Ein Papier mit der Aufschrift "Ihre Renteninformation"

Post von der Rentenversicherung

Von Frank Christian Starke

  • Das Versicherungskonto überprüfen lassen
  • Die Wissenslücken der Versicherungsträger füllen
  • Fehlerhafte Übermittlungen korrigieren lassen

Um den Versicherten die Planung ihrer persönlichen Altersvorsorge zu erleichtern, verschickt die Deutsche Rentenversicherung jährlich über 31 Millionen "Renteninformationen". Die Auskunft bietet unter anderem Informationen über bisher erworbene Ansprüche und gibt Hinweise dazu, mit welcher Rentenhöhe künftig gerechnet werden kann. Es ist also beides: ein Überblick über die Ansprüche, die man jetzt schon erworben hat und die einem aufgrund bisher geleisteter Beiträge zustehen und eine Prognose über die künftig denkbare Entwicklung. Dies soll auch dazu dienen, ergänzende Altersvorsorge auf einer guten Grundlage planen zu können, zum Beispiel durch eine betriebliche oder private Absicherung oder durch ein staatlich gefördertes Rentenprodukt wie eine Riesterrente.

Die Deutsche Rentenversicherung verschickt die Renteninformation automatisch an alle Versicherten, die mindestens 27 Jahre alt sind. Außerdem müssen bereits fünf Jahre mit Beitragszeiten im Konto gespeichert sein – das ist die Grundvoraussetzung, um eine Rente zu bekommen.

Ausführliche "Rentenauskunft"

Ausführlicher als die auf zwei Seiten zusammengefasste Renteninformation ist die Rentenauskunft. Jeder Versicherte ab dem 55. Geburtstag bekommt sie automatisch alle drei Jahre.

Eine korrekte Rentenauskunft kann es nur dann geben, wenn das Versicherungskonto vollständig ist. Ein solches persönliches "Rentenkonto" hat jeder, der in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt. Beim ersten Mal, wenn man einen Job antritt oder eine Ausbildung, bekommt man eine Versicherungsnummer – und die begleitet einen bis zur Rente. Der jeweilige Träger der Rentenversicherung – zum Beispiel die Deutsche Rentenversicherung Bund - führt für jeden Versicherten dann ein so genanntes Versicherungskonto. Da werden alle Daten verbucht, die rentenrechtlich relevant sind - soweit sie der Rentenversicherung bekannt sind. Und genau da kann es Lücken geben. Manches wissen die Rentenversicherungsträger schlicht nicht (Ausbildungszeiten), anderes kann fehlerhaft übermittelt worden sein. Wer vermutet, dass es Lücken im Versicherungskonto gibt, sollte seinen Versicherungsverlauf anfordern und prüfen.

Post von der Rentenversicherung

WDR 2 Servicezeit | 29.11.2017 | 03:28 Min.

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Antrag auf Kontenklärung

Geklärt werden kann das durch einen "Antrag auf Kontenklärung". So kann das Rentenkonto berichtigt werden, das sorgt im Fall des Falles für eine rasche Bearbeitung und die korrekte Berechnung der Rente. Je früher man sich zum Beispiel um Nachweise von Schul- und Ausbildungszeiten oder auch von bisher nicht verbuchten Arbeitsverhältnissen kümmert, desto leichter fällt es, die entsprechenden Unterlagen noch zu beschaffen.

Kostenloses Servicetelefon:

Deutsche Rentenversicherung: 0800 10004800 (kostenfrei).
Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 19.30 Uhr, Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr.

Stand: 29.11.2017, 08:30