Mit privater Vorsorge gegen die Rentenlücke

gestapelte Euromünzen bilden eine von links nach rechts steigende Treppe. Darunter Würfel auf denen "Rente" steht

Mit privater Vorsorge gegen die Rentenlücke

Damit nach einem langen Arbeitsleben im Alter keine großen finanziellen Abstriche nötig sind, lohnt es sich, früh vorzusorgen.

Wer auch nach dem Ende des Berufslebens den eigenen Lebensstandard aufrechterhalten möchte, braucht im Alter etwa 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Doch ein Blick auf die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zeigt meist: Die gesetzliche Rente alleine reicht aus. „Wir sprechen von einer Versorgungslücke und die muss geschlossen werden“, sagt Katja Braubach von der Deutschen Rentenversicherung.

Hinzu kommt, dass in Zukunft immer mehr Arbeitnehmer immer mehr Renten finanzieren müssen. Der Generationenvertrag gerät zunehmend ins Ungleichgewicht. Umso wichtiger werden neben der gesetzlichen Rente daher die anderen beiden Pfeiler des deutschen Rentensystems: Die betriebliche und die private Altersvorsorge.

#20 – Altersarmut, nein danke! Das kannst du dagegen tun

Economista 25.07.2021 26:16 Min. Verfügbar bis 25.07.2022 WDR Online


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Betriebliche Altersvorsorge

Die Konditionen der betriebliche Altersvorsorge sind von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Der Grundgedanke ist aber immer der gleiche: Der Arbeitgeber beteiligt sich mit einem Zuschuss an der Altersvorsorge seiner Beschäftigten. Die haben jedoch in der Regel keine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Modellen, sondern können das Angebot des Arbeitgebers akzeptieren oder ablehnen. Ob sich die betriebliche Altersvorsorge lohnt, hängt daher von den individuellen Konditionen des jeweiligen Unternehmens ab.

Riester-Rente

Anders als bei der betrieblichen Altersvorsorge ist es bei der Riester-Rente nicht der Arbeitgeber, sondern der Staat, der sich mit einem Zuschuss an der Altersvorsorge beteiligt, allerdings müssen auch bei der Riester-Rente die Beschäftigten selbst einen monatlichen Beitrag einzahlen. Mit welchem Anteil sich der Staat an der Rente beteiligt, richtet sich nach dem Einkommen.

Private Rentenversicherung

Bei einer privaten Rentenversicherung zahlen die Versicherten selbst einen monatlichen Betrag ein, um später eine Rente zu bekommen. Je nach Versicherungsmodell gibt es hier eine garantierte Rente und einen flexiblen Anteil. Nachteil: Ein Teil der monatlichen Versicherungsbeiträge fließen in die Verwaltungskosten der Versicherung und geht damit nicht in die Altersvorsorge.

Aktienbasierte Altersvorsorge

Langfristig angelegte ETF-Sparpläne sind eine gute Möglichkeit, selbst fürs Alter vorzusorgen. Gerade junge Anleger können dank des Zinseszinseffekts fürs Alter mit monatlichen überschaubaren Summen große Beträge ansparen. Ein möglichst breit gestreuter ETF reduziert das Risiko eines Verlusts.

#14 Diese Aktien-Anfängerfehler musst Du unbedingt vermeiden

Economista 02.05.2021 24:33 Min. Verfügbar bis 02.05.2022 WDR Online


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Immobilien

Auch eine eigene Immobilie ist eine Form der Altersvorsorge. Wer im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung lebt, spart sich die Miete. Wer eine abbezahlte Immobilie vermietet, hat im Alter zusätzliches Einkommen – muss sich allerdings auch um die Instandhaltung kümmern und die Gewinne aus der Vermietung versteuern.