Alternativen zur Plastiktüte

Mann in Fußgängerzone trägt viele Tragetaschen und Plastiktüten

Alternativen zur Plastiktüte

  • Verbrauch von Plastiktüten sinkt
  • Ökobilanz der Tüten-Alternativen ist umstritten
  • Tipps zur Vermeidung von Plastiktüten

Seit 2016 gibt es im deutschen Einzelhandel keine kostenlosen Plastiktüten mehr. Einige Supermarktketten verzichten sogar ganz darauf, ihren Kunden Plastiktüten anzubieten. Stattdessen gibt es Alternativen wie Papiertüten, Stoffbeutel oder Mehrwegtragetaschen. Auf der einen Seite ein Erfolg - denn der Verbrauch von Plastiktüten ist gesunken. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat errechnet, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktüten von 68 im Jahr 2015 auf 38 im Jahr 2016 zurückgegangen ist.

Auch in anderen Ländern gibt es Initiativen gegen die Kunststofftragetasche - die deutlich weiter gehen als die freiwillige Verpflichtung des Handels in Deutschland.

Was tun, um Plastiktüten zu vermeiden?

Wer ein paar einfache Verhaltenstipps beherzigt, kann viel dafür tun, den Verbrauch von Plastiktüten zu senken.

  • Immer vor dem Einkauf daran denken, von zu Hause Tüten, Taschen oder Körbe mitzunehmen
  • Vorsicht vor Papiertüten: Ihre Herstellung gilt als weniger ökologisch als die von Plastiktüten. Zudem halten sie oft nicht so lang.
  • Baumwolltragetaschen sollte man nur verwenden, wenn man sie auch wirklich oft benutzt. Eine Baumwolltasche ist laut Deutscher Umwelthilfe erst dann nachhaltiger als eine Einwegplastiktüte, wenn man sie 20 bis 30 mal verwendet. Grund dafür auch hier: die ressourcenintensive Herstellung.
  • Plastiktüten nicht einfach wegwerfen. Es gilt die Grundregel: Je öfter eine Tüte benutzt wird, desto besser ist es für die Umwelt.
  • Bei Tiefkühlprodukten besser von zu Hause eine Tiefkühltasche mit Kühlakku mitnehmen, als eine der Tiefkühlplastiktüten im Supermarkt kaufen.
  • Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe sind Mehrwegtragetasche aus recyceltem Kunststoff die nachhaltigste Alternative zur Plastiktüte.

Stand: 19.04.2018, 16:30