Vorsicht vor gefälschten Parfums

Vorsicht vor gefälschten Parfums

Von Friederike Müllender

  • Details enttarnen nachgeahmte Parfums
  • Plagiate enthalten oft gesundheitsschädliche Stoffe
  • Zoll stellte 2017 Parfum und Kosmetik von 11,5 Millionen Euro sicher

Plagiate von Markenprodukten können ganz schön echt aussehen – oder riechen. Doch woran erkennt man gefälschte Parfums? So können Sie Fälschungen enttarnen:

Kleine Unterchiede zwischen Original und Fälschung

Riecht schon die Plastikfolie rund um den Parfum-Karton auffallend stark nach Plastik, ist das ein erster Hinweis. Wenn die Verpackung dann auch noch schlecht lesbar oder gar schief bedruckt ist, gibt das den nächsten Hinweis. Rechtschreibfehler oder eine fehlende Seriennummer sind ebenfalls Zeichen für minderwertige Ware.

Schlechte Verarbeitung

Ist der Deckel auf dem Flakon locker und funktioniert der Sprühkopf nicht reibungslos, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein Plagiat handelt. Auch die Glasböden sind bei Fälschungen häufig dünner oder dicker als beim Original.

Bei einem durchsichtigen Flakon sollte man außerdem auf die Farbe der Flüssigkeit achten, häufig weicht diese bei Fälschungen vom Original ab. Auch der Geruch gibt häufig Auskunft darüber, ob es sich um ein Original handelt oder nicht.

Auffällige Sondergrößen

Um den scheinbar günstigen Preis für das Plagiat zu erklären, behaupten Fälscher gerne, es handele sich um Sondereditionen oder Sondergrößen. Wer bei dem Angebot zuschlagen will, sollte sich vorher informieren, ob es diese Größen tatsächlich im Handel gibt, falls nicht, ist es vermutlich eine Fälschung

Tricks der Händler

Besonders auf Märkten werden regelmäßig nachgeahmte Produkte angeboten, erklärt Christine Lacroix vom Plagiarius-Museum in Solingen: "Häufig bieten Händler den Original-Duft als Probe für die Kunden an, greifen die dann zu, wird ihnen gerne mal eine Fälschung untergejubelt und eben nicht das vorher probierte Original".

Auch wenn es aussieht wie ein Schnäppchen, sollte man von billigen Markenparfums lieber die Finger lassen, so Christine Lacroix, "wir haben schon Plagiate bekommen, da waren Inhaltsstoffe wie Frostschutzmittel, Benzin oder Urin drin."

Stand: 12.12.2018, 13:49