Kühle Wohnung mit mobilen Klimageräten

Kühle Wohnung mit mobilen Klimageräten

Von Nico Rau

  • Keine aufwendige Installation
  • Nachteile: Hoher Energieverbrauch und Lärm
  • Empfehlenswert nur für kurzfristigen Einsatz

Mobile Klimageräte

Mobile Klimageräte funktionieren wie ein Kühlschrank, mit einem Kühlmittel wird die Raumluft herabgesenkt. Hersteller versprechen angenehme Temperaturen, selbst bei großer Hitze. Die etwa hüfthohen Kästen können einfach an eine Steckdose angeschlossen werden - es ist keine aufwendige Installation vom Fachmann notwendig. Allerdings haben die Geräte einen Abluftschlauch, über den die warme Luft abtransportiert wird.

Nachteil Abluftschlauch

Der Abluftschlauch muss durch ein geöffnetes Fenster nach draußen gehängt werden. Durch den Betrieb des Klimageräts entsteht ein leichter Unterdruck im Zimmer. Die Folge: Es strömt auch wieder warme Luft zurück. Es gibt zwar Fensterabdichtungen aus Stoff, die in den Rahmen geklettet werden können. Doch dann sucht sich die Luft ihren Weg durch Türspalten oder andere Ritzen, um den Druck im Zimmer auszugleichen. Außerdem hat der Abluftschlauch eine recht große Oberfläche, die sich im Betrieb auf über 60 Grad erhitzen kann. So entsteht ebenfalls wieder Wärme im Zimmer. Die Geräte arbeiten also ineffizient.

Mobile Klimageräte

WDR 2 Servicezeit | 05.06.2018 | 03:43 Min.

Download

Anschaffungskosten und Stromverbrauch

Mobile Klimageräte sind im Handel zwischen 250 und 600 Euro zu haben, einzelne Modelle können sogar bis zu 1700 Euro kosten. Mobile Klimageräte verbrauchen relativ viel Strom: rund einen Kilowatt pro Stunde. Bei einem gerundeten Strompreis von 30 Cent kostet der achtstündige Betrieb in der Nacht also 2,40 Euro. Da kommt ziemlich was zusammen.

Lautstärke

Die meisten Hersteller geben Betriebslautstärken von circa 60 Dezibel an, das entspricht einem Radio oder Fernseher in Zimmerlautstärke. Die Kompressoren können auch Brummen und Surren verursachen.

Empfehlung

Experten empfehlen, solche mobilen Klimageräte nur für Temperaturspitzen einzusetzen, also wenn es wirklich extrem heiß wird. Außerdem ergibt es Sinn, die Geräte bereits vor dem Schlafengehen laufenzulassen und nicht die ganze Nacht, allein wegen der Geräuschkulisse. Beim Kauf sollte man auf die Nennkühlleistung und die Energieeffizienzklasse achten. Diese gibt an, wie effizient ein Gerät Strom in Leistung umsetzt und wirkt sich also auf den Verbrauch aus. Oft gibt der Hersteller auch an, wie viel Kubikmeter Luftvolumen das Gerät schafft. Die Angabe ist nicht mit der Quadratmeterzahl zu verwechseln. Mobile Klimageräte, die das Kältemittel R410a verwenden, sind nicht zu empfehlen. Dieses ist ökologisch bedenklich und wird deshalb auch EU-weit ab dem 1.1.2025 verboten. Die Geräte sind also nicht mehr zukunftstauglich.

Stand: 05.06.2018, 05:00