Kontoführungsgebühren: Der Vergleich lohnt sich

Ein Bankkunde hebt mit seiner Girokarte Bargeld von einem Geldautomaten ab.

Kontoführungsgebühren: Der Vergleich lohnt sich

  • Zahlreiche Banken erhöhen Gebühren
  • Gebühren-Modelle sehr unterschiedlich
  • Exemplarischer Vergleich von 20 Banken

Viele Sparkassen, Volksbanken und auch private Geldinstitute haben in den vergangenen Jahren die Gebühren erhöht. Der Grund: Früher verdienten Banken viel Geld mit Zinsgeschäften und konnten so ihre Dienstleistungen für Verbraucher quersubventionieren. Weil die Zinsen nun aber schon seit Jahren niedrig sind, funktioniert das nicht mehr.

Einige Banken sind daher nun dazu übergegangen, mehr Geld für ihre Konto-Dienstleistungen zu verlangen. Das betrifft auch viele Sparkassen und Volksbanken. Diese betreiben nämlich ein großes Filialnetz und haben daher hohe laufende Kosten (einen exemplarischen Preisvergleich gibt's unten in der NRW-Karte).

Auch Privatbanken erhöhen die Bankgebühren

Girokonto

Viele Banken haben ihr kostenloses Girokonto abgeschafft

Inzwischen ziehen aber viele Privatbanken nach. Die Postbank etwa hatte schon 2016 ihr kostenloses Girokonto abgeschafft. Zum Oktober hin erhöht die Bank ihre Gebühren nun ein weiteres Mal - und zwar deutlich. Und laut Medienberichten werden auch bei der Deutschen Bank Gebührenerhöhungen zumindest diskutiert.

Oft bieten Banken ein Basis-Kontomodell mit niedriger Grundgebühr an, bei dem für verschiedene Dienstleistungen zusätzliche Gebühren anfallen. So ein Konto kann sich für Menschen lohnen, die ihr Konto kaum nutzen. Für Berufstätige oder Selbstständige, die häufig Geld überweisen, lohnen sich dagegen tendenziell Kontomodelle mit höherer Grundgebühr und weniger Zusatzzahlungen.

Gebühren statt Zinsen - Wie Sparkassen neue Einnahmequellen schaffen

WDR 5 Profit - aktuell 26.07.2019 03:28 Min. Verfügbar bis 25.07.2020 WDR 5

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Ein Vergleich der Konto-Modelle lohnt sich

Wer von einer Gebührenerhöhung betroffen ist, sollte zunächst prüfen, ob seine eigene Bank ein Kontomodell anbietet, das besser zu den eigenen Bedürfnissen passt. Dabei gilt es zu überlegen: Welche Leistungen sind mir bei meiner Bank wichtig? Will ich eine nahe gelegene Filiale haben oder reicht Online-Banking? Wie oft überweise ich im Monat Geld?

Man sieht eine SEPA-Überweisung, die online am PC bearbeitet wird.

Brauche ich eine Filiale - oder reicht Online-Banking?

Gleichzeitig kann es sich lohnen, bankübergreifend Gebühren zu vergleichen - das ist allerdings mit Aufwand verbunden. Wer wissen will, was verschiedene Konto-Modelle bei einer Bank kosten, tippt am besten den Namen seiner Bank und das Stichwort "Entgeltinformation" in eine Suchmaschine ein. So findet man die gesetzlichen Informationsblätter, die jede Bank ihren Kunden bereitstellen muss.

20 Banken im exemplarischen Vergleich

Der WDR hat exemplarisch die Gebühren von fünf der größten und der kleinsten Sparkassen sowie Volks- bzw. Raiffeisenbanken in NRW verglichen. Ausgewählt wurden dafür jeweils die Online-Konto-Modelle der Banken oder aber die Konten mit der niedrigsten Grundgebühr. Alle veröffentlichten Daten sind unter Vorbehalt; die rechtlich bindenden Informationen finden sich auf den entsprechenden Internetseiten der Banken.

Exemplarischer Preisvergleich

Stand: 25.07.2019, 06:00