Eine Frau telefoniert in einem Büro und notiert dabei etwas auf einem gelben Klebezettel.

In fünf Schritten zum passenden Girokonto

Stand: 14.02.2022, 11:10 Uhr

Kostenlose Girokonten werden immer seltener, umso mehr lohnt sich der Vergleich. Wenn das passende Konto gefunden ist, funktioniert der Wechsel selbst ganz leicht.

Von Sebastian Moritz

1. Konditionen überprüfen

Der erste Schritt ist ein Blick auf die Konditionen der eigenen Bank. Wie hoch ist die monatliche Grundgebühr? Welche Zusatzkosten fallen an? Welche Leistungen bietet die Bank dafür?

Ein gewöhnliches Girokonto mit Onlinebanking und der Möglichkeit, Geld abzuheben, sollte nach Einschätzung der Stiftung Warentest nicht mehr als fünf Euro im Monat kosten. Wer mehr zahlt, sollte überprüfen, ob die eigene Bank günstigere Kontomodelle anbietet und ansonsten über einen Wechsel nachdenken.

2. Kriterien festlegen

Vor dem Wechsel hilft es, Kriterien festzulegen, die das Konto und die dahinterstehende Bank erfüllen sollten. Folgende Punkte können neben den monatlichen Kontoführungsgebühren zum Beispiel eine Rolle spielen:

  • Filialnetz
  • Erreichbarkeit und Qualität des Kundenservices
  • Höhe der Dispozinsen
  • Kostenlose Kreditkarte
  • Aufbau der App und der Onlinebanking-Plattform
  • Möglichkeiten zur Geldanlage
  • Sitz der Bank

Manche Banken verlangen auch einen monatlichen Mindestumsatz, damit das Konto kostenlos ist. Andere beschränken die Zahl der monatlichen Gratis-Abbuchungen am Geldautomat. Kundinnen und Kunden, die bei ihrer Bank Wert auf Nachhaltigkeitskriterien legen, finden bei der Rangliste des Fair Finance Guides Orientierung.

#32 Girokonto – wie finde ich das beste?

Economista 23.01.2022 29:05 Min. Verfügbar bis 23.01.2023 WDR Online


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3. Banken vergleichen

Wenn klar ist, welche Anforderungen das Girokonto erfüllen soll, geht es an den Vergleich verschiedener Konten. Eine Orientierung bieten dabei etwa der kostenlose Girokonto-Vergleich der Stiftung Warentest und der Girokonto-Rechner des Verbraucherportals Finanztip.

4. Konto wechseln

Wer sich für eine neue Bank entschieden hat, bekommt beim Wechsel Unterstützung. Seit 2016 ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Banken beim Kontowechsel zusammenarbeiten müssen. Kunden können dabei ihr neues Geldinstitut mit dem Kontowechselservice beauftragen. Dabei fordert die neue Bank von der alten Bank eine Übersicht mit Überweisungen und Lastschriften, sowie den Daueraufträgen der vergangenen 13 Monate.

Auf einer Liste können Kunden dann angeben, welche Zahlungspartner über den Kontowechsel informiert werden sollen und, welche Daueraufträge von der alten zur neuen Bank mit umziehen sollen.

5. Altes Konto kündigen

Nach dem Wechsel zur neuen Bank sollte das alte Girokonto noch eine Zeit lang mit etwas Guthaben weiterlaufen. Und zwar, bis alle Zahlungspartner den Kontowechsel bestätigt haben, heißt es von der Stiftung Warentest. Selbst dann, wenn das alte Konto eine Gebühr koste, sei es besser diese Gebühr noch für einige Monate zu zahlen, als kostenpflichtige Rückbuchungen wegen eines ungedeckten Kontos in Kauf zu nehmen.

Außerdem kann es passieren, dass Zahlungspartner, die lange Zeit kein Geld überwiesen oder abgebucht haben, die neue Bankverbindung nicht mitbekommen. Wenn klar ist, dass es vom alten Konto keine Abbuchungen und Geldeingänge gibt, können Kundinnen und Kunden dieses Konto kostenfrei innerhalb einer Frist von einem Monat kündigen.