Umtausch und Gewährleistung beim Online-Kauf

Umtausch und Gewährleistung

Umtausch und Gewährleistung beim Online-Kauf

Nach Weihnachten findet sich das ein oder andere Geschenk, das wir gerne umtauschen würden. Wurden die online bestellt, ist der Weg aber etwas umständlicher. Und es gelten andere Regeln als im Laden.

Zu groß, zu klein, gefällt nicht, oder ist Geschmacksverirrung pur. Das trifft alle Jahre wieder auf viele Geschenke zu. Auch wenn es nicht böse gemeint ist, aber einiges, was da unterm Weihnachtsbaum lag, möchte wir doch gerne schnell wieder loswerden. Nicht zuletzt deshalb ist nach Weihnachten oft noch mehr Betrieb in den Kaufhäusern als vor dem Fest. Allerdings erlebt der ein oder andere dabei eine böse Überraschung. Denn ein Umtauschrecht existiert nicht.

Online: Zurückschicken ohne Gründe

Anders als im stationären Handel hat man bei Online- und Versandhandelseinkäufen die Möglichkeit, den Kauf innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware widerrufen kann. Ausnahmen und Einschränkungen gelten für bestimmte Waren wie DVDs, CDs, Filme oder Softwarepakete, die vom Kunden entsiegelt wurden. Auch für Downloads gelten andere Regeln.

Für den Widerruf empfiehlt sich die schriftliche Form – alternativ reicht auch die Rücksendung der Ware innerhalb der Frist. Bei besonders sperrigen oder großen Gütern wie Fernsehern oder Artikeln, die etwa mit einer Spedition befördert werden müssen, reicht es nach Auskunft der Verbraucherschützer, Kontakt zum Händler aufzunehmen und ihn zu bitten, eine Abholung zu organisieren. Der Händler muss die korrekt zurück gegebenen Waren annehmen und den Kaufpreis erstatten.

Ausnahmen vom Rückgaberecht

Ausgeschlossen von der Rückgabe sind Artikel, die aus hygienischen oder gesundheitlichen Gründen extra versiegelt sind. Ob auch Bademoden oder Unterwäsche dazu zählen, beurteilen die Onlineshops mitunter verschieden, haben Verbraucherschützer beobachtet. Eine exakte Liste gibt es nicht.

Freiwilliger Umtausch bei Onlineshops

Wie die stationären Geschäfte gehen zunehmend auch viele Internetläden dazu über, sich zu Weihnachten kulant zu zeigen und die 14-tägige Widerrufsfrist mit einem freiwillig eingeräumten Umtauschrecht zu verlängern.

Es lohnt sich, auf den entsprechenden Internetseiten der Shops nachzuschauen und sich nach erweiterten Rückgabefristen zu erkundigen.

Fristen machen keine Weihnachtspause

Die 14-tägige Widerrufsfrist läuft auch über die Weihnachtstage hinweg. Allerdings: Liegt das Fristende auf einem Feiertag, so wird die Frist bis zum nächsten Werktag verlängert. Möglicherweise muss also sehr schnell der Widerruf etwa per E-Mail erklärt werden. Dennoch bedeutet das: Wenn die Geschenke schon lange vor Weihnachten im Internet gekauft wurden, ist die Widerrufsfrist abgelaufen.

Stand: 05.12.2017, 13:46