Geschenke – weniger kann mehr sein

Geschenke unter einem Weihnachtsbaum

Geschenke – weniger kann mehr sein

Von Anne Debus

  • Im Schnitt bis zu 470 Euro pro Haushalt für Weihnachtsgeschenke
  • Die Geschenkeflut kann Kinder überfordern
  • Absprachen mit den Verwandten helfen

Quengelei und Tränen statt strahlender Kinderaugen - gerade Kinder können mit zu vielen Weihnachtsgeschenken nicht umgehen. Dagegen helfen klare Absprachen innerhalb der Familie.

Die Geschenkeflut eindämmen

Kinder, Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Pateneltern, Freunde – wenn jeder jedem etwas schenkt, geht das nicht nur ins Geld. Oft kommt bei der Masse der Geschenke auch keine echte Freude mehr auf. Gerade Kinder sind oft mit zu vielen Gaben überfordert. Sie wissen nicht, womit sie sich zuerst beschäftigen sollen. Oder sie konzentrieren sich ganz auf das schönste Geschenk und ignorieren die anderen. Fühlen sich dann die Geber der anderen Geschenke zurückgewiesen, nimmt diese Spannungen auch das Kind wahr.

Die Eltern sollten das Sagen haben

Wer schenkt den Kindern was? Das koordinieren am besten die Eltern. Schließlich kennen sie die Kinder am besten und wissen, welcher Wunsch nur so dahingesagt war und welcher ein echter Herzenswunsch ist.

Außerdem sollten die Geschenke zum Erziehungsstil der Eltern passen. Vielleicht sind sie gegen Kriegsspielzeug oder rosa Barbiepuppen. Oder sie versuchen gerade, die Internetnutzung der Kinder einzudämmen. Solche Erziehungsziele sollte man respektieren.

Bei Absprachen fast alles denkbar

Die häufigste Absprache in Familien besagt, dass nur die Kinder beschenkt werden. Aber auch sonst sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt.

Ein paar Beispiele:

• Für die ganze Familie oder speziell für die Kinder gelten Preislimits.
• Die Eltern 'verwalten' den Wunschzettel der Kinder und schlagen den Verwandten entsprechende Geschenke vor.
• Die Großelternpaare beschenken die Enkel abwechselnd zu Weihnachten oder zu den Geburtstagen.
• Die Pateneltern schenken nichts zu Weihnachten, sondern bestücken die Adventskalender.
• Die Großeltern setzen das Budget für die Enkel nur zur Hälfte in Geschenke um, die andere Hälfte wandert auf ein Konto. Davon kann das Kind dann später etwa seinen Führerschein finanzieren.

Auch ohne Geschenke kann Weihnachten schön sein

Praktisch jeder kennt den halbherzigen Anlauf: "Lass uns dieses Jahr doch mal nichts schenken..." Und dann hält sich doch wieder niemand daran. Es gibt aber tatsächlich viele Familien, die solch eine Absprache durchhalten und damit sehr entspannte Weihnachten erleben. Nur für Kinder eignet sich diese "Null-Lösung" nicht.

WDR 4 Geschenke-Check: Die NoGos

WDR 4 Gut zu wissen | 26.11.2018 | 02:22 Min.

Download

Stand: 26.11.2018, 09:39