Geldgeschenke richtig anlegen

Euro Geldscheine mit Sparbuch

Geldgeschenke richtig anlegen

  • Kaum Zinsen auf Sparbücher
  • Kindgerechte Vorsorgeprodukte teils untauglich
  • Summe entscheidend für die Anlageart

Banksparplan oder Tagesgeld?

Früher waren Banksparpläne für Kinder sehr beliebt. In festgelegten Raten wird Geld auf ein Konto eingezahlt. Aber heute gibt es dafür so gut wie keine Zinsen mehr. Außerdem kann kein Geld zwischendurch abgehoben werden. Kostenlose Tagesgeldkonten, verzinste Sparkonten ohne feste Laufzeit, bieten einen ähnlichen niedrigen Zinsertrag, aber mehr Flexibilität: Hier können Sparer jederzeit Geld abheben und beispielsweise das Geld anderweitig anlegen.

Geldanlage für Kinder

WDR 2 Servicezeit 22.08.2019 03:41 Min. Verfügbar bis 21.08.2020 WDR 2

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Langfristig anlegen

Größere Summen ab 1.000 Euro können Eltern als Festgeld für ihre Kinder anlegen. Das Geld wird hier für eine vorher vereinbarte Laufzeit festgelegt, mit für die Laufzeit garantierten Zinsen. Wer allerdings davon ausgeht, dass in den nächsten Jahren die Zinsen auf dem Finanzmarkt wieder steigen, sollte das Geld lieber auf einem flexiblen Tagesgeldkonto zwischenparken.

Für risikofreudigere Sparer

Wer für sein Kind höhere Renditen erwirtschaften möchte und bereit ist, mehr Risiko einzugehen, für den sind Aktienfonds eine Option. Vor allem kostengünstige Indexfonds (ETF) sind hier interessant, die sich auch über Online-Banken kaufen lassen. Laut der Verbraucherzentrale sind die Erträge am Aktienmarkt im langfristigen Durchschnitt jährlich um rund vier Prozent höher als bei sicheren Geldanlagen. Möglich ist hier eine höhere Einmaleinlage oder aber ein monatlicher Sparplan ab 25 Euro.

Aktienmarkt unterliegt Schwankungen

Allerdings unterliegen Aktienmärkte großen Schwankungen. Daher ist das Investment hier nur ratsam, wenn man einen langen Anlagezeitraum anstrebt und das Geld nicht zu einem festen Zeitpunkt – etwa zum 18. Geburtstag – benötigt. Denn wenn die Kurse im Keller sind, wartet man besser mit der Auszahlung bis sich der Markt erholt hat.

Vorsicht vor Versicherungsprodukten

Verschiedene Versicherer bieten Absicherungsprodukte für Kinder mit lustigen, kindgerechten Namen an. Diese Finanzprodukte sollen Kinder gegen Unfall, Krankheit, Berufs- oder Schulunfähigkeit absichern. Doch in den Mogelpackungen stecken oft klassische Kapitallebensversicherungen, die überhaupt nicht dafür geeignet sind, für Kinder langfristig Geld anzusparen.

Diese Kinderpolicen haben hohe Kosten, bieten kaum Rendite und sind nicht flexibel. Denn manche laufen bis zum Renteneintritt des Kindes. Wer früher kündigt, zahlt hohe Abschläge. Verbraucherzentralen und die Stiftung Warentest warnen daher davor, für Kinder solche Produkte abzuschließen.

Stand: 22.08.2019, 11:09