Geld anlegen mit ETFs

Ein Euro-Stück vor einem Börsenchart

Geld anlegen mit ETFs

Von Nico Rau

  • Geringe Kosten im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds
  • ETFs sollten möglichst breiten Aktienmarkt abdecken
  • Auf gebührenfreies Wertpapier-Depot achten

ETFs oder auch Indexfonds sind eine spezielle Art von Aktienfonds. Sie bilden bereits existierende Börsenindizes wie den Dax oder den Weltaktienindex MSCI World nach. Diese Indizes bestehen in der Regel aus den Aktien und Anleihen der größten Unternehmen ihrer Art. Im Dax sind beispielsweise die 30 größten deutschen Unternehmen gelistet. Im MSCI World die 1600 größten Unternehmen weltweit. Ein ETF, setzt sich aus denselben oder vergleichbaren Wertpapieren der Unternehmen zusammen, die sich im jeweiligen Aktienindex befinden.

Was macht ETFs für Anleger interessant?

ETFS sind kostengünstiger als klassische Aktienfonds. Es gibt keinen Fondsmanager, der aktiv darüber entscheidet, welche Aktien aufgenommen werden und welche nicht und dafür bezahlt werden muss. Die laufenden Kosten sind deutlich geringer als bei aktiven Fonds. Zudem müssen Anleger weniger oder sogar gar keine Provision bezahlen, wenn sie solche ETFs kaufen. Also bleibt auch mehr von der eigentlichen Wertentwicklung für den Anleger übrig.

Geld anlegen mit ETFs

WDR 2 Servicezeit | 23.11.2018 | 03:55 Min.

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Langfristige Anlage

Der Aktienmarkt unterliegt starken Schwankungen. Mindestens 10, besser 15 Jahre sollten eingeplant werden, an denen der Anleger nicht an das Geld muss. Nur so lassen sich schlechte Börsenphasen wieder ausgleichen. Ausdauer lohnt sich, wie Langzeitbetrachtungen zeigen. So hat das Finanzportal finanztip.de ausgerechnet, dass der Aktienindex MSCI World in den letzten 45 Jahren durchschnittlich eine jährliche Rendite von fast sieben Prozent erzielt hat. Es gibt mehrere ETFs auf diesen globalen Aktienindex, die regelmäßig als Investment empfohlen werden. Trotzdem: Aktien sind immer eine Geldanlage mit Risiko. Gute Nerven sind wichtig.

ETF-Auswahl und Depot

Wer ETFs kaufen möchte, benötigt ein Wertpapierdepot. Mittlerweile bieten einige Banken kostenlose Depots an. So schmälern Gebühren nicht die Rendite. Infos über das Vorgehen und die verschiedenen ETFs gibt es bei finanztip.de und der Stiftung Warentest, die regelmäßig solche Aktienfonds testet und bewertet. Die Infos sind auch für Anfänger verständlich aufbereitet.

Persönliche Beratung

Eine 90-minütige Beratung bei den Verbraucherzentralen kostet 150 Euro. Alternativ sind unabhängige Honorarberater geeignet. Sie nehmen für 60 Minuten in etwa die gleiche Summe. Interessierte können auch zuerst bei ihrer Hausbank nachfragen, ob sie ETFs anbietet.

Stand: 23.11.2018, 00:00