Geld abheben an der Einkaufskasse

Geld abheben an der Einkaufskasse

  • Bis zu 18.000 Händler bieten Abhebe-Service an
  • Bei neuerem Verfahren fällt Mindesteinkauf weg
  • Händler entscheiden selbst, wie sie Falschgeld prüfen

2003 führten die ersten Händler in Deutschland den Abhebe-Service "Cash Back" ein. Mittlerweile machen bis zu 18.000 Filialen mit, schätzt der Handelsverband Deutschland – darunter Läden der Ketten Rewe, Aldi Süd, Netto und dm.

Ohne Gebühren, aber mit Haken

Das Bargeld gibt es nur zu bestimmten Bedingungen: Kunden müssen für mindestens zehn Euro, in der Regel sogar 20 Euro einkaufen und mit einer gültigen Giro- bzw. EC-Karte bezahlen. Maximal ausgezahlt werden 200 Euro. Die Abhebesumme wird dann zusammen mit der Einkaufsumme vom Konto abgebucht.

Gebühren entstehen dabei für den Kunden nicht. Die muss nur der Händler tragen, indem er pro Transaktion einen Anteil an die Banken abzweigt.

Der andere Weg: Bargeld per Barcode                                                      

Banken wie die DKB oder Spardabank West gehen noch einen Schritt weiter: sie bieten in hauseigenen Apps die Möglichkeit, einen Barcode auf dem Smartphone zu generieren. Der lässt sich dann an Einkaufskassen gegen Bargeld einlösen.

Größere Ketten, die den Barcode bereits annehmen, sind Rewe, Penny, real und mobilcom debitel. Aber: nicht alle Filialen ziehen mit.

Alternative zum Bankautomaten?

Laut Bundesbank müssen Händler mit "Cash Back" bei der Falschgeldprüfung nicht so strenge Auflagen erfüllen wie die Banken. Sie entscheiden selbst, wie sie ihre Mitarbeiter schulen – und ob sie Testgeräte für Scheine einsetzen.

Auch bei der Verfügbarkeit haben Bankautomaten noch die Nase vorn: Bundesweit gibt es drei Mal so viele Geldautomaten wie Einzelhändler mit "Cash Back".

Stand: 18.04.2018, 12:32