Geld einzahlen an der Einkaufskasse

Geld einzahlen an der Einkaufskasse

  • Bis zu 18.000 Händler bieten Abhebe-Service an
  • Neu ist die Möglichkeit, Geld einzuzahlen
  • Bei neuerem Verfahren fällt Mindesteinkauf weg

2003 führten die ersten Händler in Deutschland den Abhebe-Service "Cash Back" ein. Mittlerweile machen bis zu 18.000 Filialen mit, schätzt der Handelsverband Deutschland – darunter Läden der Ketten Rewe, Aldi Süd, Netto und dm.

Ohne Gebühren, aber mit Haken

Das Bargeld gibt es nur zu bestimmten Bedingungen: Kunden müssen für mindestens zehn Euro, in der Regel sogar 20 Euro einkaufen und mit einer gültigen Giro- bzw. EC-Karte bezahlen. Maximal ausgezahlt werden 200 Euro. Die Abhebesumme wird dann zusammen mit der Einkaufsumme vom Konto abgebucht.

Geld einzahlen an der Einkaufskasse

WDR 2 Servicezeit | 25.07.2018 | 03:23 Min.

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Gebühren entstehen dabei für den Kunden nicht. Die muss nur der Händler tragen, indem er pro Transaktion einen Anteil an die Banken abzweigt.

Neu: Bargeld an der Kasse aufs Konto einzahlen

Mittlerweile geht die Verlagerung der Bankgeschäfte von der Filiale oder dem Automaten an die Supermarktkasse noch einen Schritt weiter: Man kann jetzt auch Bargeld einzahlen. Technisch funktioniert das mit Hilfe der App "Bezahlen.de". Damit generiert man einen Barcode, der an der Supermarktkasse eingescannt wird, wenn man Geld einzahlen möchte. Das ist dann bis maximal 1.000 Euro möglich.

Der Service funktioniert aktuell nur, wenn man ein Konto bei der Sparda-Bank, der Fidor-Bank oder einigen ausgewählten Sparkassen hat. Teilweise fallen für die Einzahlung Gebühren an.

Alternative zum Bankautomaten?

Ein- und Auszahlungen sind für die Einzelhändler vor allem Möglichkeiten der Kundenbindung. Kein Anbieter möchte sich von der Konkurrenz in Sachen Service überbieten lassen. Dabei fallen auch für die Händler teilweise Gebühren an und sie sind auch in der Pflicht, was beispielsweise die Prüfung von Falschgeld betrifft. Allerdings müssen sie laut Bundesbank bei der Falschgeldprüfung nicht so strenge Auflagen erfüllen wie die Banken. Sie entscheiden selbst, wie sie ihre Mitarbeiter schulen – und ob sie Testgeräte für Scheine einsetzen.

Stand: 25.07.2018, 16:06