In fünf Schritten zum Finanzplan fürs eigene Leben

Ein rosa Sparschweinchen sitzt mit Lesebrille vor einem Taschenrechner und macht den Finanzplan für sein Schweinchenleben

In fünf Schritten zum Finanzplan fürs eigene Leben

Ein eigenes Haus mit Garten, Reisen um die halbe Welt oder eine vernünftige Altersvorsorge – jeder Mensch hat unterschiedliche Ziele, doch für viele davon braucht man Geld.

Daher kann es sinnvoll sein, sich einen Finanzplan fürs eigene Leben aufzustellen. Das gelingt in folgenden fünf Schritten:

1. Ziele definieren

Der erste Schritt auf dem Weg zum persönlichen Finanzplan ist es, sich möglichst konkrete Ziele zu setzen. Unterscheiden lässt sich dabei zwischen kurzfristigen Zielen (der neue Laptop), mittelfristigen Zielen (das neue Auto) und langfristigen Zielen (die eigene Immobilie). Neben dem Geldbetrag, der zum Erreichen dieser Ziele nötig ist, empfiehlt es sich auch festzulegen, bis wann die Ziele im Idealfall erreicht sein sollen. Wichtig bei der Kalkulation mittel- und langfristiger Ziele ist außerdem, die Inflation zu berücksichtigen, schließlich nimmt die Kaufkraft des Ersparten im Laufe der Zeit ab. Als Faustregel kann man mit 1,5 bis 2% Inflation pro Jahr rechnen.

#18 Keine finanziellen Sorgen im Leben – das kannst du dafür tun

Economista 27.06.2021 26:15 Min. Verfügbar bis 27.06.2022 WDR Online


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2. Budget ermitteln

Sind die Ziele klar, geht es darum zu entscheiden, wie viel Geld jeden Monat fürs Sparen übrig ist. Dazu kann es hilfreich sein, sämtliche Einnahmen und Ausgaben in einer Art Haushaltsbuch zu notieren. Stellt sich heraus, dass die monatliche Sparrate zu gering ist, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen, gibt es mehrere Stellschrauben: Die eigenen Ziele nach unten korrigieren oder auf später zu verschieben. Eine andere Möglichkeit ist, die regelmäßigen Ausgaben zu senken oder zu versuchen, die Einnahmen zu steigern – zum Beispiel durch einen Nebenjob.

3. Risiken absichern

Bevor es konkret darum geht, die eigenen Ziele zu erreichen, ist es wichtig, sich gegen mögliche Risiken abzusichern. Eine Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht, aber auch Haftpflichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Gebäudeversicherung können sinnvoll sein. Sie schützen davor, dass unerwartete Ereignisse den eigenen Finanzplan durcheinanderbringen.

4. Das Sparen beschleunigen

Wer sein Geld einfach nur auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto parkt, kann sich momentan sicher sein, dass das Gesparte im Laufe der Zeit an Wert verliert. Weil die Zinsen hier aktuell niedriger sind als die Inflation, verringert sich die Kaufkraft im Laufe der Zeit. Um das zu verhindern, kann es sich lohnen für mittel- und langfristige Sparziele, in Aktien zu investieren. Das geht am einfachsten mit breit gestreuten Indexfonds, so genannten ETFs. Wichtig: Da auch hier die Kurse schwanken können, kann es sinnvoll sein, das Ersparte für kurzfristige Ziele auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto liegen zu lassen.

5. Regelmäßig überprüfen

Lebensziele können sich ändern: Wer mit Anfang 20 noch einer Weltreise träumt, wünscht sich mit Ende 30 vielleicht lieber ein Haus im Grünen. Daher ist es wichtig regelmäßig zu schauen, ob die einmal formulierten Ziele noch zu den eigenen Wünschen passen. Außerdem können regelmäßige Einnahmen und Ausgaben sowie die Rendite der gewählten Anlageform im Laufe der Zeit variieren. All das kann dazu führen, dass der Finanzplan entsprechend überarbeitet werden sollte.

Stand: 25.06.2021, 16:40