Die fünf größten Fallen beim Geschenke-Kauf

Die fünf größten Fallen beim Geschenke-Kauf

Wie findet man die richtigen Geschenke und wo lauern Fallen? Antworten geben die Diplom-Psychologin Ines Imdahl und Rechtsanwalt Hans-Josef Vogel.

Falle 1: Geschenke-Flops

Zwei Faktoren sind in der Regel für Geschenke-Flops verantwortlich: Wir hören nicht richtig zu oder die Beschenkten machen nicht deutlich, worüber sie sich freuen würden. Subtile Hinweise sind gut, werden aber gern überhört. Im Zweifel vor einem Schaufenster etwas länger stehenbleiben und deutlich machen, was gefällt und was nicht. Dann klappt´s auch mit den Volltreffern.

Hier eine kleine Hilfestellung: Laut Umfragen freuen sich Frauen besonders über Schmuck und Parfum. Erlebnisgutscheine kommen sowohl bei Männern als auch bei Frauen gut an. Außerdem beliebt bei Männern: Technik.

Falle 2: Internet-Schnäppchen

Vorsicht bei Schnäppchen im Internet! Die Verbraucherzentrale warnt vor sogenannten Fake-Shops, die gerade in der Weihnachtszeit mit verlockenden Angeboten aufwarten. Hier handelt es sich um Shops, die zwar echt aussehen, es aber nicht sind. Wer hier Geld überweist, wird es nie wieder sehen und auch keine Ware erhalten.

Tipp: Sind Siegel auf der Seite, diese anklicken! Ist der Shop echt, wird man auf die Seite des Zertifizierers weitergeleitet. Bei Fake-Shops funktioniert dies in den meisten Fällen nicht.

Falle 3: Gutscheine

Gutscheine werden an Weihnachten besonders gern verschenkt. Insider sprechen allerdings davon, dass je nach Branche bis zu 70 Prozent der Gutscheine nie eingelöst werden. Das liegt an der Bequemlichkeit des Beschenkten oder daran, dass der Gutschein verfällt. Wenn auf dem Gutschein nichts anderes vermerkt sind, ist er drei Jahre gültig. Die Frist beginnt an Silvester des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde.

Falle 4: Pakete – kaputt oder zu spät

Bis zu 15 Millionen Päckchen und Pakete täglich bekommen wir kurz vor Weihnachten geliefert! Umso ärgerlicher, wenn der Inhalt der Pakete dann kaputt ist. Wichtig: Habe ich etwas online bestellt und bekomme das Paket kaputt geliefert, ist der Ansprechpartner immer der Händler. Ist ein privates Paket kaputt angekommen, muss man den Vorfall mit dem Paketdienst klären und im Zweifel beweisen, dass man richtig gepackt hat.

Falle 5: Umtausch

Alle Jahre wieder: Nach dem Fest stürmen viele die Geschäfte, weil sie unliebsame Geschenke loswerden und umtauschen möchten. Für viele scheint der Umtausch regelrecht ein Grundrecht darzustellen. Dem ist aber nicht so! Denn anders als viele meinen, ist der Händler nicht dazu verpflichtet, die Ware umzutauschen, es sei denn er wirbt damit.

Stand: 06.12.2017, 09:46