Wie erkenne ich seriöse Onlineshops?

Online-Betrug – Bild statt echter Schuhe Markt 09.10.2019 05:48 Min. UT Verfügbar bis 09.10.2020 WDR

Wie erkenne ich seriöse Onlineshops?

Von Dennis Horn

  • Betrug mit gefälschten Online-Geschäften
  • Nach Zahlung wird keine Ware geliefert
  • Wie kann man seriöse Anbieter erkennen

Die Kriminellen, die betrügerische Seiten ins Netz stellen, werden immer besser: korrektes Deutsch, sauberes Impressum, offizielles Gütesiegel - alles wirkt seriös, zumindest auf den ersten Blick. Als Laie lässt sich nur schwer erkennen, ob es sich um einen echten oder einen Fakeshop handelt.

Was verraten Impressum, Bewertungen und Gütesiegel?

Wer sich für einen Onlineshop entscheidet, sollte checken, welches Unternehmen dahintersteckt: Sind im Impressum Name des Anbieters, Postdresse, Handelsregistereintrag und Kontaktdaten angegeben? Reine Postfachadressen und ein Impressum ohne Angabe von Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind nach deutschem Recht zum Beispiel nicht erlaubt. Doch Achtung: Einige Fakeshops "klauen" sich zum Teil echte Impressumsangaben.

Aufschluss geben oft Bewertungen anderer Nutzer. Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt zwar: "Bei Bewertungen sollte man sich immer vor Augen führen, dass sie auch manipuliert sein können."

Weitere Orientierung geben Gütesiegel wie "Trusted Shops", "TÜV SÜD s@fer-shopping", "internet privacy standards" und "EHI Geprüfter Online-Shop". Auch hier sind zwar Fälschungen möglich. Auf den offiziellen Websites der Gütesiegel lässt sich aber nachvollziehen, welche Shops zertifiziert sind.

Bei Zweifeln: nie Vorkasse zahlen!

Auf Vorkasse sollten Sie grundsätzlich verzichten, wenn Sie noch gar keine Erfahrungen mit einem Onlineshop haben. Liefert der Händler die Ware nicht, wird es nämlich schwierig, das Geld zurückzubekommen.

Die sicherste Variante ist die Bestellung auf Rechnung. Sie können die Ware unter die Lupe nehmen, bevor Sie die Rechnung begleichen oder das Produkt zurückschicken. Die meisten Onlinehändler bieten parallel eine Bezahlung per Bankeinzug oder Kreditkarte an. Vorteil: Sollten Sie die Ware nicht bekommen, können Sie das Geld in vielen Fällen über Ihre Bank zurückbuchen lassen.

Eine weitere Möglichkeit: Bezahldienstleister wie PayPal. Einmal angemeldet, versprechen diese Dienste bequemes Bezahlen über Benutzername und Passwort. Sie bieten außerdem oft einen Käuferschutz an, der im Falle eines Betrugs in Kraft tritt.

Was mache ich, wenn ich reingefallen bin?

Erstatten Sie Strafanzeige! Oft wird diese zwar nicht zu einem Ergebnis führen; auch wenn zum Beispiel die Onlineadresse des Fakeshops auf ".de" endet, sitzen die Betrüger in vielen Fällen im außereuropäischen Ausland. Trotzdem: In einigen Fällen können Sie mit einer Strafanzeige auch erfolgreich sein.

Wenn Sie per Vorkasse bezahlt haben, ist das Geld leider oft weg - außer Sie können es über Ihr Kreditkarteninstitut oder einen Bezahldienst zurückbuchen lassen. In Betrugsfällen zeigen sich einige Unternehmen auch über offizielle Käuferschutzregeln hinaus kulant.

Vorsicht vor Fake-Shops! Servicezeit 11.12.2018 04:19 Min. Verfügbar bis 11.12.2019 WDR

Stand: 01.10.2019, 13:00