In fünf Schritten die Finanzen optimieren

Auf einem Tisch liegen Taschenrechner, Bargeld und ein Kugelschreiber.

In fünf Schritten die Finanzen optimieren

Von Sebastian Moritz

Die eigenen Finanzen geraten im Alltag oft aus dem Blick – dabei bestimmten sie unser Leben mit. Die folgenden fünf Schritte helfen, langfristig mehr aus dem eigenen Geld zu machen.

1. Ziele festlegen

Wer finanziell besser dastehen möchte, sollte zunächst die eigenen Ziele kennen. Welche Ausgaben und größeren Anschaffungen stehen in Zukunft an? Wie viel Geld ist nötig, um sich diese Ziele zu erfüllen? Wichtig auch: Überlegen, wann diese Ziele erreicht werden sollen. Hier empfiehlt es sich, zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen zu unterscheiden.

Damit diese Ziele nicht aus dem Blick geraten, ist es ratsam, die Ziele schriftlich festzuhalten und regelmäßig zu überprüfen. Schließlich können sich die Lebensumstände und damit auch die finanziellen Träume verändern.

2. Ausgaben überprüfen

Wenn klar ist, wann wie viel Geld nötig ist, um die persönlichen Wünsche zu erfüllen, geht es an den Kassensturz: Wie hoch sind die monatlichen Einnahmen und wie hoch die Ausgaben? Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, kann es hilfreich sein, über einen längeren Zeitraum sämtliche Ausgaben zu notieren. Oft sind es die kleinen Ausgaben wie der Kaffee unterwegs oder die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, die sich auf das Jahr gerechnet unbemerkt zu einem größeren Betrag summieren.

Sind alle Ausgaben notiert, lässt sich gut überprüfen, ob wirklich alle Ausgaben sinnvoll sind oder ob es Einsparpotential gibt. Gerade die Fixkosten etwa für Versicherungen, Strom und Gas oder für Streamingdienst-Abos lassen sich oft reduzieren.

3. Wichtige Versicherungen abschließen

Wichtig ist auch, bestimmte Versicherungen abzuschließen. Sie schützen davor, dass unvorhergesehene Ereignisse die finanziellen Pläne komplett über den Haufen werfen.

Neben den Pflichtversicherungen wie der Krankenversicherung und der Kfz-Haftpflichtversicherung sind eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine private Haftpflichtversicherung sinnvoll. Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt dann ein, wenn Krankheit oder Unfall dazu führen, dass Versicherte ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Die private Haftpflichtversicherung zahlt bei Schäden, die der oder die Versicherte anderen zugefügt hat. Weil man für diese Schäden in unbegrenzter Höhe haftet, halten Verbraucherschützer die private Haftpflicht für unverzichtbar.

4. Richtig sparen

Weil die Zinsen niedrig sind, empfiehlt es sich, Geld nicht nur auf Tages- oder Festgeldkonten zu parken. Eine oft empfohlene Alternative für längerfristige Anlagen sind breit gestreute Aktienfonds. ETFs, die sich am weltweiten Aktienindex MSCI World orientieren, haben in der Vergangenheit – je nach betrachtetem Zeitraum – eine Rendite von rund sechs Prozent pro Jahr erzielt. Weil Aktienkurse stark schwanken, sollte man langfristig anlegen und auf das Geld nicht zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt angewiesen sein.

5. Fürs Alter Vorsorgen

In Deutschland gibt es drei Arten der Altersvorsorge: die gesetzliche Rente, die private Altersvorsorge und die betriebliche Altersvorsorge. Weil die gesetzliche Rente alleine in der Regel nicht ausreicht, um den Lebensstandard im Alter zu halten, ist es ratsam, auch privat oder betrieblich vorzusorgen.

Bei den Konditionen für die betriebliche Altersvorsorge gibt es ja nach Arbeitgeber große Unterschiede. Bei privaten Rentenversicherungen ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der monatlichen Versicherungsbeiträge in Verwaltungskosten fließt und damit nicht zur Altersvorsorge dient. Gerade junge Anleger können dank des Zinseszinseffekts im Laufe der Jahre mit monatlichen überschaubaren Summen große Beträge ansparen. Ein möglichst breit gestreuter ETF verringert das Risiko eines Verlusts.

Stand: 23.12.2021, 10:24