So klappt es mit dem Schnäppchen am Black Friday

Das Bild zeigt ein leuchtendes "Black Friday"-Schild.

So klappt es mit dem Schnäppchen am Black Friday

Von Sebastian Moritz

Nicht immer sind die Rabatte in der Black Week so groß, wie es scheint. Doch wer ein paar Regeln beachtet, kann tatsächlich Geld sparen.

Black Friday, Cyber Monday und Black Week – Ende November werben Einzelhändler in den Schaufenstern und im Internet mit drastisch reduzierten Preisen. Eine Untersuchung der Vergleichsplattform Idealo ergab jedoch, dass die Preise am Black Friday im vergangenen Jahr im Schnitt nur vier Prozent unter denen des Vormonats lagen. Grundlage der Auswertung waren knapp 10.000 Artikel aus den 100 beliebtesten Produktkategorien.

Absolut betrachtet am meisten Geld sparen ließ sich im vergangenen Jahr bei E-Bikes (109 Euro), Fernsehern (95 Euro) und Systemkameras (76 Euro). Knapp 40 Prozent der untersuchten Produkte waren am Black Friday gar nicht reduziert.

#28 So holst du aus dem Black Friday noch mehr raus

Economista 21.11.2021 26:34 Min. Verfügbar bis 21.11.2022 WDR Online


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Preise beobachten

Wer wirklich ein Schnäppchen machten möchte, sollte sich nicht von großen Prozentzeichen blenden lassen. Ein beliebter Trick der Händler: Sie vergleichen den reduzierten Preis mit der unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller. Da diese oft deutlich über dem Marktpreis liegt, wirken die Rabatte größer als sie tatsächlich sind.

Das Bild zeigt ein Schaufenster mit einem "Black Friday"-Aufkleber darauf.

Es lohnt sich, die Preise über einen längeren Zeitraum zu beobachten

Um herauszufinden, wie teuer ein Produkt unabhängig vom Black Friday ist, kann es sich lohnen, die Preise über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Eine Hilfe sind dabei Preisvergleichsportale im Internet. Hier lassen sich die Preise teilweise bis zu einem Jahr rückwirkend anzeigen. 38 Prozent der untersuchten Produkte waren im Oktober 2020 sogar günstiger als am Black Friday, heißt es von Idealo.

Nicht unter Druck setzen lassen

Gerade online versuchen viele Händler die Kunden zum Kauf zu drängen. Countdowns zeigen an, wie lange bestimmte Produkte noch reduziert erhältlich sind oder die Zahl der vermeintlich verfügbaren Artikel sinkt kontinuierlich.

„Dass man künstlich einen Mangel herstellt, ist ein ganz bestimmtes Prinzip, wie man Kunden davon überzeugt, tatsächlich an diesem Tag einen Kauf zu tätigen“, sagt Konsumforscherin Prof. Dr. Kristina Klein von der Uni Bremen. Der Hintergedanke mancher Händler: Kunden sollen nicht lange überlegen und Preise vergleichen, sondern schnell zuschlagen.

Impulskäufe vermeiden

Eine Frau schreibt am 19.02.2020 in Wittenberge eine Einkaufsliste (gestellte Szene). Foto: Christin Klose

Einkaufslisten helfen, um Impulskäufe zu vermeiden

Deutlich reduzierte Preise können dazu führen, dass Kunden Produkte kaufen, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Um solche so genannten Impulskäufe zu vermeiden, kann es helfen, im Vorfeld genau aufzuschreiben, welche Dinge man wirklich kaufen möchte.

Flexibel bleiben

Kunden, die nicht auf ein ganz bestimmtes Produkt in einer speziellen Ausführung festgelegt sind, können deutlich mehr Geld sparen. So war etwa das schwarz-rote Modell der Turnschuhe Nike Air Max 97 beim Black Friday im vergangenen Jahr um 20 Prozent reduziert, während der Rabatt beim schwarz-weißen Modell nur bei zwei Prozent lag, heißt es von Idealo. Ebenfalls deutliche Unterschiede bei den Rabatten gab es bei Smartphones mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten und Kopfhörern in verschiedenen Ausführungen.

Onlineshops sorgfältig prüfen

Mausklick auf "In den Warenkorb"

Onlineshops sollten auf ihre Seriosität untersucht werden

An Aktionstagen wie dem Black Friday werden Kunden immer wieder auch auf Onlinehändler aufmerksam, bei denen sie zuvor noch nie bestellt haben. Um hier nicht auf Betrüger hereinzufallen, ist es ratsam, besonders genau zu schauen, ob die Händler ein ordnungsgemäßes Impressum, sowie Allgemeine Geschäftsbedingungen und Bestimmungen zu Widerruf und Datenschutz auf ihrer Homepage veröffentlicht haben.

„Stutzig werden sollten Sie auch, wenn der Shop nur Vorkasse oder Direktüberweisung anbietet, denn bei diesen Bezahlmethoden ist es schwierig, das Geld zurückzubekommen“, heißt es von der Verbraucherzentrale.

Stand: 19.11.2021, 14:44