Abzocke mit digitalen Fake-Gutscheinen

Logos WhatsApp, Rewe, H&M

Abzocke mit digitalen Fake-Gutscheinen

Von Nicole Albers

  • Vorsicht bei angeblichen Einkaufsgutscheinen für Rewe oder H&M
  • Die Konzerne haben mit den Gutscheinen nichts zu tun
  • Hier droht Datenklau

Ein Gutschein von Rewe oder H&M, leicht zu bekommen mit einem Klick – derartige Kettenbriefe erreichen derzeit viele WhatsApp- und Facebook-Kunden, warnen Verbraucherschützer. Es klingt zu schön, um wahr zu sein und tatsächlich handelt es sich um einen Fake, denn die genannten Konzerne haben damit nichts zu tun.

Unklar ist, wer hinter diesen Briefen steckt, denn die Absender sitzen zumeist im Ausland. Die Verbraucherzentrale NRW vermutet, dass auf diesem Weg versucht wird, Nutzerdaten abzugreifen. Diese können die Absender dann gewinnbringend weiterverkaufen.

Abzocke statt Gutschein

Das Vorgehen ist meist ähnlich: öffnet der Nutzer den Link, soll er beispielsweise Angaben etwa zu seinem Einkaufsverhalten und zu seiner Person machen. Unterschwellig wird er unter Druck gesetzt, indem ein Countdown die noch verfügbaren Gutscheine anzeigt. Außerdem muss er den Kettenbrief an 10 Freunde weiterschicken.

Was letztlich mit den Daten passiert, ist unklar. Im besten Falle bekommt man viel Werbung. Allerdings lauert auch die Gefahr einer Abofalle. Eines ist sicher: einen Einkaufsgutschein bekommt der Verbraucher hierbei nicht.

Gutschein-Abzocke

WDR 2 Servicezeit | 28.11.2017 | 01:59 Min.

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Auf Kettenbriefe nicht reagieren

Wer einen solchen Kettenbrief bekommt, sollte ihn deshalb schleunigst löschen. Wer den Kettenbrief weitergeschickt hat, sollte die Adressaten umgehend warnen. Außerdem empfiehlt sich eine Drittanbietersperre für Smartphones. Die kann man bei seinem Mobilfunkanbieter kostenlos beantragen und schützt sich so vor ungewollten Abbuchungen über die Mobilfunkrechnung.

Stand: 27.11.2017, 12:20