Fridays for Future - So spart man CO2

Sonnenblume vor blauem Himmel, in dem man ein Flugzeug sieht

Fridays for Future - So spart man CO2

  • CO2-Rechner für Auto, Bahn & Co
  • Auch kleine Maßnahmen summieren sich
  • Tipps für optimale CO2-Bilanz
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Um den Klimawandel zu begrenzen, muss der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) sinken. Dazu will die Politik am Freitag (20.09.2019) das Klimapaket auf den Weg bringen Weltweit wird zudem der Schülerprotest "Fridays for Future" durch Aktionen unterstützt. Was aber kann jeder tun, um im Alltag klimafreundlicher zu leben?

"Flugscham" - Aufs Fliegen verzichten

Das meiste CO2 spart, wer auf Flugreisen verzichtet. Das Wort von "Flugscham" kommt daher nicht von ungefähr. Aber auch das Auto schlägt sich negativ in der persönlichen CO2-Bilanz nieder. Mit dem CO2-Rechner können Sie einfach und schnell den CO2-Ausstoß Ihres Autos berechnen, mit dem von anderen Verkehrsmitteln vergleichen und klimafreundlicher pendeln und reisen. Probieren Sie es aus!

Weniger Fleisch, mehr Bioprodukte

Auch durch Ernährung lässt sich der CO2-Fußabdruck verringern. Ökotest hat die größten Klimasünder beim Essen ermittelt. Platz eins belegt die Butter, vor Rindfleisch und Käse/Sahne. Da die wenigsten Menschen große Mengen Butter verzehren, ist das Sparpotenzial begrenzt. Besser man versucht grundsätzlich weniger Tierprodukte zu essen. Dadurch lassen sich nach einer Modellrechnung von "Co2online" im Jahr 470 Kilogramm CO2 sparen. Bei Vegetariern sind es 790 Kilogramm und bei Veganern sogar 1.010 Kilogramm.

10 Tipps für wirksamen Klimaschutz

Beispiele für einen durchschnittlichen Verbraucher im Einfamilienhaus zeigen, wie viel weniger CO2 pro Kopf und Jahr möglich ist:

1. Fliegen vermeiden (Übersee): 3.560 kg
2. mit Biogas heizen: 1.500 kg
3. Photovoltaik aufs Dach: 1.200 kg
4. vegan ernähren: 1.010 kg
5. Ökostrom nutzen: 590 kg
6. per Fahrrad statt Auto zur Arbeit: 470 kg
7. Heizungsrohre dämmen: 350 kg
8. Elektroauto statt Benziner fahren: 320 kg
9. Fassade dämmen: 290 kg
10. Heizung erneuern: 240 kg

Quelle: co2online.de, Modellrechnung für drei Personen in einem Einfamilienhaus mit 110 Quadratmeter.

Heizung und Stromverbrauch überprüfen

Die Heizung verbraucht mit Abstand die meiste Energie im Haushalt, daher lässt sich durch Umstellung auf CO2-freundliche Brennstoffe das Klima schonen. Außerdem sollte die Heizung nur so hoch eingestellt werden, wie man sich gerade noch wohlfühlt. Und: Richtiges Lüften und eine gute Dämmung sorgen für ein günstiges Raumklima und verringern so den Verbrauch.

Daneben wird die CO2-Bilanz durch einen Wechsel zu Ökostrom verbessert. Elektrogeräte sollten regelmäßig auf den Verbrauch überprüft werden.

Konzepte gegen den Klimawandel

WDR 5 Profit - aktuell 16.09.2019 06:00 Min. Verfügbar bis 15.09.2020 WDR 5

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Stand: 19.09.2019, 12:01

Kommentare zum Thema

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2 Kommentare

  • 2 Lars 20.09.2019, 12:11 Uhr

    CO2 ist ein Edelgas und Bestandteil der Luft. Für mich ist der einzige Grund des Klimahype die Durchsetzung einer CO2-Steuer mit Zustimmung der Bevölkerung, die vorher in eine Angst versetzt wird, um die Steuer auf die Atemluft freiwillig zu zahlen. Dass die Klima-Jünger heute zahlreiche Städte lahmlegen, finde ich nur lächerlich und es zeigt, wie leicht beeinflussbar sie sind.

  • 1 Michael 20.09.2019, 12:04 Uhr

    Wenn man sich die 10 Tipps so anschaut, ist doch klar, was zu allererst passieren muss: Das Fliegen muss dringend drastisch reduziert werden. Die Vorschläge der Politik in Richtung noch mehr Dämmung und dieser Heizungs-Abwrack-Prämien-Unsinn bringen dagegen anscheinend recht wenig. Zumal wenn man bedenkt, dass bei der Produktion von Dämmstoffen und neuen Heizungen auch CO2 und andere Schadstoffe produziert werden. Wenn ich mir das Messprotokoll meiner fast 25 Jahre alten Öl-Heizung anschaue, stelle ich mir mit Recht die Frage, warum abwracken und für teuer Geld neu kaufen? Die Emission von Schadstoffen ist so gering, da lasse ich die Heizung doch lieber noch ein paar Jahre laufen und investiere dann, wenn sie wirklich kaputt ist, in aktuelle Technik, die sicher nicht mehr so lange hält! Abwracken und zusätzlich bei bereits gut gedämmten Häusern zu dämmen scheint mir vollkommen unverhältnismäßig zu sein.