Die Bank in der Hosentasche: Wie gut funktionieren Banking-Apps?

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Die Bank in der Hosentasche: Wie gut funktionieren Banking-Apps?

Von Jörg Brunsmann

  • Immer mehr Menschen nutzen inzwischen das Smartphone für Überweisungen
  • Gute Apps ermöglichen Überweisung ohne umständliche Dateneingabe
  • Viele Programme können Konten verschiedener Banken verwalten

Banking mit dem Smartphone wird immer beliebter

Überweisungen per Internet, zuhause am PC, daran haben sich die meisten Bankkunden schon gewöhnt. Vielen bleibt auch nichts anderes übrig, denn die Banken haben in den letzten Jahren zahlreiche Filialen geschlossen. Inzwischen geht der Trend noch weiter: Banking-Apps für das Smartphone werden immer beliebter; 40 Prozent der Online-Kunden nutzen ihr Handy für Überweisungen und Co. Finanztest hat die wichtigsten Apps unter die Lupe genommen und auf Bedienerfreundlichkeit und Sicherheit getestet.

Die Bank in der Hosentasche: Wie gut funktionieren Banking-Apps?

WDR 2 Servicezeit | 20.09.2018 | 03:53 Min.

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Viele Konten – trotzdem nur eine App

Testsieger ist die App der Sparkassen geworden – und zwar sowohl in der Version für Android- als auch für Apple-Geräte. Ebenfalls gut abgeschnitten haben die Apps "Banking 4A" (für Android) und "Banking 4i" (für das iPhone). Positiv aufgefallen und für beide Handy-Betriebssysteme erhältlich ist auch die App "Finanzblick Onlinebanking". Gut fanden die Tester bei den meisten der mit "gut" bewerteten Apps die sogenannte "Multibanking"-Fähigkeit. Das bedeutet, dass man mit der App viele verschiedene Konten verwalten kann. Bei der Sparkassen-App beispielsweise muss man nicht einmal Kunde der Sparkasse sein, um sie zu nutzen.

Einmal "Klick" – schon überwiesen

Den Unterschied zwischen guten und schlechten Banking-Apps sehen die Tester vor allem in der Bedienfreundlichkeit. Die guten Apps bieten die Möglichkeit, Dokumente wie beispielsweise Rechnungen einfach abzufotografieren. Die App sucht sich alle wichtigen Informationen wie die Bankverbindung des Empfängers, Überweisungsbetrag und Verwendungszweck heraus und bereitet die Überweisung damit vor.

Keine wirklich schlechten Apps im Test

Richtig schlecht kommt keine der getesteten Apps weg. Die beiden am schlechtesten bewerteten Apps sind der "Postbank Finanzassistent" und "Targobank Mobile Banking", beide erreichen immerhin noch ein "Ausreichend".

Hacker haben kaum Chancen

In Sachen Sicherheit waren die Tester durchweg zufrieden – Hacker haben kaum Chancen für einen Angriff und bei den gut bewerteten Apps werden auch keine oder kaum überflüssige Daten über das Internet übertragen. Einen Tipp allerdings haben die Tester: Man sollte die App mit einem eigenen Passwort oder per Fingerabdruck absichern. Geht das Handy verloren oder wird gestohlen haben die Diebe so immerhin keinen Zugriff auf die Banking-App.

Stand: 20.09.2018, 11:10