2018: Das ändert sich für Verbraucher

2018: Das ändert sich für Verbraucher

Mehr Kindergeld, höhere Kfz-Steuern, neue Winterreifenpflicht: Für Verbraucher wird im kommenden Jahr einiges neu sein. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen ab Januar.

Ein leerer Klassenraum

Pfingstferien in NRW
Die beste Nachricht zuerst: 2018 wird es in NRW eine Woche richtige Pfingstferien geben! Von Pfingstmontag (21. Mai) bis Freitag (25. Mai) bleiben die Schulen hier geschlossen. Der Grund: In 2017 entfielen zwei Feiertage auf die Herbstferien, außerdem liegen Weihnachten und Neujahr auf Montag beziehungsweise Dienstag innerhalb der Weihnachtsferien. Dadurch seien mehrere "ungenutzte" Ferientage aufgelaufen, die man in 2018 abfeiern könne, erklärt das Schulministerium.

Pfingstferien in NRW
Die beste Nachricht zuerst: 2018 wird es in NRW eine Woche richtige Pfingstferien geben! Von Pfingstmontag (21. Mai) bis Freitag (25. Mai) bleiben die Schulen hier geschlossen. Der Grund: In 2017 entfielen zwei Feiertage auf die Herbstferien, außerdem liegen Weihnachten und Neujahr auf Montag beziehungsweise Dienstag innerhalb der Weihnachtsferien. Dadurch seien mehrere "ungenutzte" Ferientage aufgelaufen, die man in 2018 abfeiern könne, erklärt das Schulministerium.

Strengere Regeln für Winterreifen
Ab Jahreswechsel dürfen nur noch Winter- und Ganzjahresreifen mit Schneeflocke, dem sogenannten Alpine-Symbol, verkauft werden. Die bisherige Kennzeichnung mit dem M+S-Symbol ist dann nicht mehr ausreichend. Wer aber 2017 gerade noch neue Winterreifen gekauft hat, kann damit bis zum 30. September 2024 weiter fahren. Ganz ohne Winterreifen ist dagegen ab 2018 ein erhöhtes Bußgeld von 75 Euro statt bisher 60 Euro fällig - und ein Punkt in Flensburg.

Höhere Kfz-Steuern für viele Neuwagen
Wer plant, ein neues Auto zu kaufen, sollte dies vor dem 1. September 2018 tun. Denn ab da fällt die Kfz-Steuer für neu zugelassene Fahrzeuge möglicherweise höher aus. Der Grund: Abgase werden künftig nach dem neuen, weltweiten Prüfzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) gemessen. Das soll zu realistischeren, also zumeist höheren CO2-Werte führen – was sich in einer höheren Kfz-Steuer niederschlagen wird. Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich auch künftig bei der Berechnung der Kfz-Steuer nichts.

Notrufsystem eCall wird Pflicht
Und noch eine Änderung für Autofahrer: Ab 2018 müssen neue Pkw-Modelle europaweit mit dem automatischen Notrufsystem eCall ausgerüstet sein. Im Fall eines schweren Unfalls alarmiert eCall über die Rufnummer 112 automatisch den Rettungsdienst und übermittelt die Position des Autos sowie die letzte Fahrtrichtung an die Rettungsleitstelle. Ab dem 31. März 2018 sollen Autobauer alle neuen Modelle mit der nötigen Technologie ausrüsten.

Keine Gebühren mehr bei Kartenzahlung, adé 500-Euro-Schein
Gute Nachricht für alle, die mit Bankkarte zahlen: Für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften dürfen Banken ab dem 13. Januar 2018 keine gesonderten Gebühren mehr erheben. Das heißt auch, das Onlinekäufe künftig mit Kreditkarte bezahlt werden können, ohne dass dafür eine Extragebühr fällig wird. Und: Ende 2018 soll der 500-Euro-Schein abgeschafft werden.

Lohnvergleich und Anspruch auf Auskunft
Ab 2018 gibt es einen individuellen Auskunftsanspruch für Arbeitnehmer: In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten kann man künftig Informationen darüber einfordern, wie die Kollegen für die gleiche Tätigkeit bezahlt werden. Ziel ist es, vor allem die Unterschiede im Verdienst von Männern und Frauen zu verringern.

Mindestlohn für alle Branchen
Nachdem es 2017 noch eine Übergangsfrist gab, gilt ab Januar 2018 der gesetzliche Mindestlohn ausnahmslos in allen Branchen. Eigentlich liegt der Mindestlohn schon seit Anfang 2017 bei 8,84 Euro - allerdings gab es Ausnahmen, wie für Zeitungszusteller, und in einigen Branchen, wie den Fleischereien, Friseuren, Leiharbeitern oder Wäschereidienstleistern, noch Übergangstarife. Damit ist dann Schluss.

Anhebung der Renten, Senkung der Beiträge
Ab dem 1. Juli 2018 sollen die Renten im Westen um 3,09 und im Osten um 3,23 Prozent steigen. Der sogenannte Eckrentner mit 45 Jahren Beitragszeit würde dann monatlich 43 Euro mehr bekommen. So steht es zumindest im Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2017 der Bundesregierung. Die endgültige Entscheidung wird aber erst im Frühjahr gefällt, wenn die genauen Zahlen der Lohnstatistik vorliegen. Die Beiträge zur Rentenversicherung sollen dagegen von 18,7 auf 18,6 Prozent sinken.

Verbesserter Mutterschutz
Fließbandarbeit ist für Schwangere ab Januar 2018 verboten. Außerdem gilt die Schutzfrist von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes künftig auch für Schülerinnen und Studentinnen. Sie sind damit in dieser Zeit von Pflichtveranstaltungen befreit. Um den Arbeitsschutz zu verbessern, sollen Arbeitgeber außerdem künftig für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung formulieren - besonders in Hinsicht auf Schutzbedürfnisse schwangerer oder stillender Frauen.

Mehr Zeit für Steuererklärung, höhere Freibeträge
Ab 2018 muss die Steuererklärung erst zum 31. Juli des Folgejahres (für die Steuererklärung 2018 also bis zum 31. Juli 2019) beim Finanzamt eingehen. Wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater machen lässt, muss sogar erst bis Ende Februar des übernächsten Jahres abgeben. Außerdem steigen die Freibeträge etwas an: Der Grundfreibetrag von 8.820 auf 9.000 Euro und der Kinderfreibetrag von 4.716 auf 4.788 Euro.

Stand: 03.01.2018, 09:23 Uhr