Das Comeback der Zimmerpflanzen

Das neue It-Piece: Zimmerpflanzen Markt 12.02.2020 04:32 Min. UT Verfügbar bis 12.02.2021 WDR Von Judith Schaller

Das Comeback der Zimmerpflanzen

  • Renaissance der Zimmerpflanzen
  • Welche Töpfe sind gerade "in?
  • Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen

Einst als Symbol der deutschen Spießigkeit verschrien, sind Zimmerpflanzen zum trendigen Wohnaccessoire avanciert. Unter dem Namen "Urban Jungle" stehen Grünpflanzen wieder auf Fensterbänken, Anrichten oder in Großtöpfen auf dem Boden. Das Gute: Die meisten brauchen kaum mehr als Wasser, Licht und ein wenig Pflege.

Urban Jungle: Hippe Zimmerpflanzen

Bogenhanf und Fensterblatt haben ihr spießiges Image abgelegt. Sie schmücken wieder die Wohnungen von jungen Leuten, gelten wieder als "modernes" Mitbringel.

Eine grüne Pflanze im Topf

Monstera Deliciosa - oder "Fensterblatt" - hat es bereits seit einigen Jahren zurück ins Wohnzimmer geschafft. "Sie ist besonders pflegeleicht", sagt Mari Müller, die in ihrem Kölner Einrichtungsgeschäft auch Zimmerpflanzen anbietet. Das Fensterblatt mag es gerne hell, bei weniger Licht wächst sie lediglich etwas langsamer. Einmal die Woche gießen reicht der Monstera Deliciosa aus.

Monstera Deliciosa - oder "Fensterblatt" - hat es bereits seit einigen Jahren zurück ins Wohnzimmer geschafft. "Sie ist besonders pflegeleicht", sagt Mari Müller, die in ihrem Kölner Einrichtungsgeschäft auch Zimmerpflanzen anbietet. Das Fensterblatt mag es gerne hell, bei weniger Licht wächst sie lediglich etwas langsamer. Einmal die Woche gießen reicht der Monstera Deliciosa aus.

Wesentlich anspruchsvoller sind dagegen Calathea und Alocasia. Die beiden besitzen besonders schöne Blätter – benötigen aber auch viel Fingerspitzengefühl bei der Pflege. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist Pflicht, trockene Heizungsluft verzeihen Calathea und Alocasia nicht.

Zudem benötigen Calathea und Alocasia viel Licht und dürfen auch keinen Fall austrocknen. Daher sollte man Wasserschalen auf die Fensterbank stellen und die Blätter regelmäßig besprühen. Denn nachlässige Pflege verzeihen sie nicht. "Dann bekommen die sofort braune Flecken“, warnt Mari Müller.

Nahezu unkaputtbar ist der Bogenhanf, der nicht zuletzt deshalb auch eine beliebte Büropflanze ist. Er braucht wenig Wasser und wenig Licht und ist damit die ideale Pflanze für alle, die das Gießen gerne einmal vergessen.

Pilea wird auch Ufopflanze oder chinesischer Geldbaum genannt und kommt aus Südostasien. Sie steht am liebsten hell, verträgt aber auch weniger Licht. "In der Wohnung ist sie durchaus anspruchsvoll", sagt Gartenbau-Ingenieur Christian Engelke.

Wenig Probleme bereiten dagegen Gummibaum und Geigenfeige. "Sie sind beliebt wegen ihrer schönen Blätter", weiß die Einrichtungsexpertin Mari Müller. Außerdem seien sie genügsame Genossen, die es auch einmal verzeihen, wenn das Wasser auf sich warten lässt.

Im Trend liegt auch die filigrane Erbsenpflanze. Sie sollte hell stehen und braucht wenig Wasser. "Die Erbsenpflanze ist etwas für Liebhaber", meint Engelke. Auf keinen Fall vertragen die Ranken mit den "Erbsen" Staunässe.

"Unempfindlicher geht nicht mehr", sagt Gartenbau-Ingenieur Engelke über Efeututen. Daher würden sie derzeit auch genutzt, um ganze Wände im Innenbereich zu dekorieren. Aber Vorsicht: Die Pflanzen enthaltenGiftstoffe, die bei Berührung oder Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen können. Die Pflanzen sollten daher für Kinder und Haustiere unerreichbar aufgestellt werden.

Hege und Pflege der Pflanzen

"Je kleiner der Topf, desto mehr Wasser braucht die Pflanze", sagt Gartenbau-Ingenieur Christian Engelke, Geschäftsführer vom Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur. Das Grün auf der Fensterbank sollte alle zwei Tage gegossen werden, bei großen Bodentöpfe reicht in der Regel einmal pro Woche, wobei natürlich jede Art auch bestimmte Vorlieben hat.

Außerdem brauchen Topfpflanzen regelmäßig Nährstoffe. Alle vier Wochen sollte gedüngt werden, Langzeitdünger versorgt Gummibaum & Co für rund drei Monate. Damit die Blätter schön bleiben, müssen diese regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert und gegebenenfalls mit Mitteln aus dem Fachhandel behandelt werden.

Wachstum beachten!

Nicht vergessen: Die Pflanzen wachsen. "Daher nicht zu kleine Töpfe kaufen", rät Christian Engelke. Zimmerpflanzen müssen regelmäßig in größere Gefäße umgesetzt werden. Dabei soll für Zimmerpflanzen unbedingt geeignete Erde aus dem Fachhandel verwendet werden. Balkonerde ist laut Engelke zu stark gedüngt und speichert zu viel Wasser, was die Zimmerpflanzen nicht vertragen.

Stand: 12.02.2020, 17:45