Natürlich, kraftvoll und frei: Wildpferde in Nordrhein-Westfalen

Claudia Kracht mit Fohlen

Natürlich, kraftvoll und frei: Wildpferde in Nordrhein-Westfalen

Von Claudia Kracht

Die etwa 400 starke Wildpferdeherde im münsterländischen Dülmen lebt völlig allein, fast ohne menschliche Eingriffe, das ganze Jahr draußen. Zwischen Wäldern und Heidelandschaft,  wie vor 700 Jahren. Eine Seltenheit in Europa.

Natürlich, kraftvoll und frei: Wildpferde in Nordrhein-Westfalen

WDR 4 Spaziergang 12.05.2019 02:22 Min. Verfügbar bis 10.05.2020 WDR 4

Download

Wild: Unverfälschte Pferderassen im Meerfelder Bruch

Robust, schnell, friedlich. Die Tiere: mausgrau bis beige, mit einem Aalstrich auf dem Rücken, leben auf fast 500 ha Land des Herzogs von Croy, umgeben von einer stillen und satten grünen Landschaft mitten im Naturschutzgebiet Meerfelder Bruch im Münsterland.

Spaziergang: Wildpferde in Dülmen

WDR 4-Reporterin Claudia Kracht durfte sich ausnahmsweise den Tieren etwas nähern, die eingezäunt in einem etwa vier Quadratkilometer großem Reservat in dem großen Moor- und Heidegebiet im Merfelder Bruch leben.

WDR 4-Reporterin Claudia Kracht durfte sich ausnahmsweise den Tieren etwas nähern, die eingezäunt in einem etwa vier Quadratkilometer großem Reservat in dem großen Moor- und Heidegebiet im Merfelder Bruch leben.

Besucher dürfen auch in die Nähe der Pferde, allerdings nur in Begleitung der Försterin Friederike Rövekamp – und müssen mit vorgegebenem Abstand auf den ausgewiesenen Wegen laufen.

Die Dülmer Wildpferde sind vermutlich die einzigen der Wildpferderassen, die immer in freier Wildbahn lebten. Sie gehören zu einer Kleinpferderasse, mit einer Stockmaßgröße von 1,30 Meter, in hellgrauer, brauner Färbung und dem typischen dunklen Aalstrich auf dem Rücken.

Die Fohlen, die jährlich ohne menschliche und ärztliche Hilfe auf die Welt kommen, sind meist hellbeige. Später dunkeln sie etwas nach.

Die Wege durch das Naturschutzgebiet sind sehr weitläufig, idyllisch und ruhig.

Die Herde wird von einer Leitstute geführt, die Weide- und Ruheplätze auswählt. Nur in den Sommermonaten darf ein Hengst zu den Stuten. Die Merfelder Bruchlandschaft bietet den Wildpferden beste Lebensbedingungen. In Moor, Heide, Nadel- und Laubhochwald – mit Urwaldcharakter. Hier finden die Tiere genug Nahrung und bei schlechtem Wetter Schutz unter den Bäumen.

Am Eingang des großen Wildpferdeareals gibt es Rastplätze und Mülltonnen. Besucher dürfen aber nur mit angemeldeter Führung zu den Tieren.

Einmal im Jahr lädt der Erbprinz von Croy zum Wildpferdefang ein. Dann werden die einjährigen Hengste aus dem Verband genommen, damit die gesamte Herde nicht zu groß wird. 

Herzog von Croÿ'sche Verwaltung
Schloßpark 1
48249 Dülmen

Ansprechpartner
Joachim Menke

Kontakt
Telefon: 02594-963 0
Telefax: 02594 963-111
E-Mail: croy@wildpferde.de

Weiterführende Links zum Spaziergang

Weitere WDR 4 Spaziergänge

Stand: 11.05.2019, 00:00