Baumsterben im Garten: Infos zum Bäumefällen

Bäume fällen

Baumsterben im Garten: Infos zum Bäumefällen

Von Anne Debus

  • Bei Baumfällern mit Wartezeiten rechnen
  • Holz selber entsorgen senkt den Preis
  • Für Schäden durch Bäume haftet der Eigentümer

Nicht nur im Wald, auch in unseren Gärten haben viele Bäume die beiden heißen Sommer nicht überlebt. Abgestorbene Bäume sollte man rechtzeitig fällen lassen, bevor sie umstürzen und Schäden anrichten.

Baumsterben im Garten: Infos zum Bäumefällen

WDR 5 Profit - aktuell 28.10.2019 03:08 Min. Verfügbar bis 27.10.2020 WDR 5

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Woran man erkennt, ob ein Baum tot ist

Vertrocknete Fichten sind leicht zu erkennen: Ihre Nadeln sind braun oder schon abgefallen, sie sehen aus wie Gerippe. Bei Laubbäumen ist es schwieriger. Werfen sie schon im Sommer das Laub ab, kann das auch einfach eine Schutzmaßnahme gegen die Trockenheit sein. Ein Warnsignal ist es, wenn große Teile der Baumkrone absterben. Im Zweifel sollte man einen Sachverständigen für Baumgutachten oder einen Baumpflege-Fachbetrieb kommen lassen, um den Zustand des Baums zu beurteilen.

Nicht zu lange abwarten

Niemand kann vorhersagen wann, aber irgendwann wird ein vertrockneter Baum umstürzen. Denn ist er erst einmal abgestorben, beginnen Pilze das Holz zu zersetzen. Deshalb sollte man frühzeitig einen Baumfäller kontaktieren, die haben nämlich zur Zeit viele Anfragen. Man findet sie unter den Stichworten 'Gartenbau', 'Baumdienst' oder 'Fachbetrieb für Baumpflege'.

Die verschiedenen Methoden

Den Baum unten absägen und ihn in voller Länge umstürzen lassen, das geht nur bei kleinen Bäumen oder großen Grundstücken mit viel Freifläche. Höhere Bäume müssen abschnittweise von oben nach unten gefällt werden. Dazu nutzen die Fachleute entweder eine ausfahrbare Arbeitsbühne. Oder sie klettern an Seilsystemen und mit Steigeisen direkt in den Baum. Manchmal wird ein hoher Fällkran gebraucht. Mit ihm kann man größere Baumteile aus dem Garten herausheben.

Preise vergleichen

Bäumefällen ist nicht billig: Man muss mit 500 bis mehreren Tausend Euro rechnen, je nach Aufwand - feste Preislisten gibt es nicht. Da die Preise auch je nach Anbieter variieren können, macht es Sinn, mehrere Angebote einzuholen. Senken lassen sich die Kosten, indem man eigene Helfer stellt, die Stammteile und Äste wegtragen.

Für Schäden durch Bäume haftet der Eigentümer

Stürzt ein Baum etwa auf das Nachbarhaus, haftet dafür der Grundstückseigentümer. Dann ist eine Versicherung wichtig: Bei selbstgenutzten Immobilien die Privathaftpflicht des Eigentümers, bei Vermietern eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. War der Baum allerdings sichtbar marode, kann es sein, dass die Versicherung dem Eigentümer eine Mitschuld gibt und den Schaden nicht in voller Höhe reguliert. Und auch bei Schäden am eigenen Haus kann es teuer werden. In Wohngebäudeversicherungen sind Sturmschäden zwar in der Regel mitversichert. Stürzt ein abgestorbener Baum dagegen bei Windstille um, zahlen die Versicherungen nicht.

Stand: 30.10.2019, 13:00