Schadstoffe im Kinderzimmer: Akustisches Spielzeug im Test

Akustisches Spielzeug im Test Servicezeit 26.11.2019 00:51 Min. UT Verfügbar bis 26.11.2020 WDR Von Brückner, Birgit; Bonk, Birgit

Schadstoffe im Kinderzimmer: Akustisches Spielzeug im Test

  • Stiftung Warentest hat akustisches Spielzeug untersucht
  • Schadstoffe in sieben von 23 Spielzeugen
  • Lob für Lautstärke und Material

Die Stiftung Warentest hat in der Vorweihnachtszeit Akustik-Spielzeug wie sprechende Puppen, Roboter oder Tiere untersucht. Das Ergebnis: Fast jedes dritte Spielzeug schnitt dabei schlecht ab. Die Details wurden jetzt in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "test" veröffentlicht.

Aufnahme der Schadstoffe über Mund und Haut

Lob gab's für die Sicherheit des Spielzeugs. Keines war zu laut oder fiel beim Materialtest durch. Aber in sieben von 23 Produkten fanden die Prüfer gesundheitsgefährdende Stoffe wie Naphthalin - teils in kritischen Mengen. Naphthalin steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Dieser und andere polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gelangten meist über verunreinigte Weichmacheröle oder Farbstoffe ins Spielzeug, erläuterte Stiftung Warentest.

Kinder können sie beim Spielen über den Mund oder die Haut aufnehmen. Die gefundenen Konzentrationen seien zwar nicht akut giftig, heißt es in "test". Einige PAK wirkten jedoch langfristig im Organismus.

Strenge Vorgaben für PAK

Die rechtlichen Vorgaben halten demnach alle Spielzeuge im Test ein, auch die mangelhaften. "Aber aus Gründen der Vorsorge haben wir die PAK nach den strengeren Kriterien des GS-Zeichens für geprüfte Sicherheit bewertet", erläuterte Sara Wagner-Leifhelm, Projektleiterin bei der Stiftung Warentest. Diese Kriterien einzuhalten sei möglich, wie die vielen unproblematischen Produkte im Test zeigen würden.

Stand: 26.11.2019, 14:30