Spielschleim selber machen

Spielschleim in unterschiedlichen Farben liegt auf einem Tisch

Spielschleim selber machen

Von Nico Rau

  • Tests: Gekaufte Spielschleime enthalten viel Borsäure
  • Tierversuche zeigen Gesundheitsgefahr bei hoher Konzentration
  • Schleim lässt sich einfach selber herstellen

Stiftung Warentest und Ökotest haben Spielschleime untersucht. Alle gekauften Schleime enthalten viel Borsäure. Die macht den Schleim erst so schön glibberig und schleimig. Allerdings sind zu hohe Konzentrationen davon gesundheitsgefährdend.

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Gefahrenstoff Borsäure

In Tierversuchen hat sich gezeigt, dass Borsäure die Fortpflanzung beeinträchtigen und Embryonen schädigen kann. Bei Verschlucken kann Borsäure auch Erbrechen und Durchfall hervorrufen. Immer wieder ruft der Handel Spielschleime zurück, weil die gesetzlichen Grenzwerte für Borsäure nicht eingehalten wurden.

Spielschleim selber machen

WDR 2 Servicezeit | 05.12.2018 | 04:16 Min.

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Doch selbst wenn die Grenzwerte eingehalten werden und dann keine unmittelbare Gesundheitsgefahr zu befürchten ist, lautet das Urteil von Stiftung Warentest und Ökotest: Im Sinne des vorbeugenden Schutzes gehört Spielschleim mit Borsäure nicht in Kinderhände.

Rezepte aus dem Netz

Im Netz finden sich unzählige Rezepte und Video-Tutorials, um Schleim selber herzustellen. Doch viele der Rezepte enthalten Zutaten, die nicht auf die Haut gehören und zum Beispiel Hautreizungen hervorrufen können wie Waschmittel oder Kleber. Auch Kontaktlinsenmittel ist eine häufige Zutat. Die enthält aber ebenfalls Borsäure.

Unbedenkliche Rezepte

Schleim lässt sich auch mit harmlosen Zutaten herstellen. Beispielsweise kann man Gummibärchen in der Mikrowelle zu Schmelzen bringen und dann mit Puderzucker zu einer schleimigen Masse verrühren. Gute Resultate lassen sich auch mit Speisestärke, Joghurt, Lebensmittelfarbe und heißem Wasser erzielen. Die Schleime sind zwar nicht so perfekt, wie die gekauften, dafür aber garantiert unbedenklich.

Stand: 04.12.2018, 15:59