Streuobstwiese Alpen: Natürlicher geht es nicht!

Streuobstwiese Alpen: Natürlicher geht es nicht!

Streuobstwiese Alpen: Natürlicher geht es nicht!

Von Claudia Kracht

Äpfel, Kirschen, Birnen, Quitten: Die Streuobstwiese in Alpen bei Wesel ist ein Juwel vor dem Tor des Städtchens. Ein Spaziergang durch eine kleine Welt, die sich im Rhythmus der Jahreszeiten wandelt.

Streuobstwiese Alpen: Natürlicher geht es nicht!

WDR 4 Spaziergang 26.09.2021 02:09 Min. Verfügbar bis 25.09.2022 WDR 4 Von Claudia Kracht


Download

Arche Noah für alte Obstsorten

Spazieren zwischen alten Obstsorten ist ein besonderer Genuss. Mehr als 1.000 Apfel- und Birnensorten, 250 Kirschsorten und 320 Pflaumensorten wachsen durchschnittlich auf einer Streuobstwiese.

Streuobstwiese Alpen: Natürlicher geht es nicht!

In diesem Habitat können sich etwa 5.000 Tier- und Pflanzenarten weiterentwickeln: Insekten, kleine Säugetiere, Amphibien und Reptilien. Es reiht sich ein Kleinbiotop an das andere, Streuobstwiesen gelten zudem als Arche Noah für alte Obstsorten.

In diesem Habitat können sich etwa 5.000 Tier- und Pflanzenarten weiterentwickeln: Insekten, kleine Säugetiere, Amphibien und Reptilien. Es reiht sich ein Kleinbiotop an das andere, Streuobstwiesen gelten zudem als Arche Noah für alte Obstsorten.

Es finden sich viele alte Obstsorten wie Goldparmäne, rote Sternrenette und andere mehr als 100 Jahre alte Sorten auf einer Streuobstwiese.

Das ist der Baum von Christian Chwallek vom NABU. Er ist einer der Paten der Bäume und finanziert damit nicht nur den Baum, sondern sorgt mit seiner Spende auch für Pflege und Schnitt des Baumes. Das Angebot einer Patenschaft gilt für alle Bürger und wird gerne bei Hochzeiten, Kindstaufen und runden Jubiläen als nachhaltiges Geschenk genutzt.

Hier ist ein Tummelplatz für Vögel, Bienen und Insekten, denn auf den Streuobstwiesen wächst ungespritztes Obst. Die Schädlingsbekämpfer sind andere Tierarten, wie beispielsweise das Rotkehlchen.

Neben einer Vielzahl von Insekten, die hier im Hotel eine Herberge gefunden haben, betreut der regionale Imkerverein Bienenvölker auf dem Areal.

Spaziergänger dürfen gerne ein Körbchen mitnehmen und Obst einsammeln. Von einigen Bäumen, die mit einem roten Band gekennzeichnet sind, darf aber nicht gepflückt werden.

Neben den gelben Quitten wachsen hier auch Mirabellen, Kirschen, Äpfel und Zwetschgen.

Die "Spiel-Burg Alpen" steht zwischen den Obstbäumen und lädt Kinder zum Spielen ein.

Der NABU hat hier einen Obstlehrpfad errichtet und informiert über die verschiedenen Obstsorten. Auf den 26 Sortentafeln findet sich auch ein QR-Code. Damit wird man auf die Onlineplattform www.streuobst-niederrhein.de geleitet. Hier erfährt man, wo man Klassiker, wie die Rote Sternrenette oder Kaiser Wilhelm, in der Region kaufen kann.

Anschrift:

Streuobstwiese Alpen
Mittelweg/Am Dahlackerweg
46519 Alpen

Ansprechpartner:

NABU Alpen / Christian Chwallek
Am Felddrain 1a
46519 Alpen
02802-80427

Weitere WDR 4 Spaziergänge

Stand: 23.09.2021, 14:28