Spaziergang rund um den Ewaldsee in Herten

Ein Graureiher am Ewaldsee

Spaziergang rund um den Ewaldsee in Herten

Von Ulrike Modrow

Zwischen Herten und Gelsenkirchen, im sogenannten Emscherbruch, liegt ein ganz besonderes Natur- und Vogelparadies: das Naturschutzgebiet Ewaldsee. Das Areal mitten im Ruhrgebiet ist umsäumt von Autobahnen und Industrieanlagen – und doch ist es idyllisch und gerade im Hochsommer auch schattig und sehr erfrischend.

Das Naturschutzgebiet Ewaldsee

WDR 4 Spaziergang 01.08.2021 02:28 Min. Verfügbar bis 01.08.2022 WDR 4 Von Ulrike Modrow


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Das Naturschutzgebiet Ewaldsee

Der Ewaldsee entstand 1935, als im Zuge des Baus der Autobahn A2 hier Boden ausgebaggert wurde. Später wurde er als Kühlwasserreservoir der angrenzenden Zeche Ewald genutzt.

Naturschutzgebiet Ewaldsee

Heute ist das Areal rund um den Ewaldsee ein Naturschutzgebiet, das zahlreichen Pflanzen und Tieren, darunter auch seltenen Arten, einen optimalen Lebensraum bietet.

Heute ist das Areal rund um den Ewaldsee ein Naturschutzgebiet, das zahlreichen Pflanzen und Tieren, darunter auch seltenen Arten, einen optimalen Lebensraum bietet.

Die Zeche Ewald, heute ein Industriedenkmal, bietet sich als Ausgangspunkt für einen Spaziergang an – es gibt Park- und Einkehrmöglichkeiten. Auf der Hertener Zeche wurde von 1887 bis zum Jahr 2000 Steinkohle gefördert, hier befand sich einst der tiefste Bergbau-Schacht im ganzen Ruhrgebiet.

Über eine befahrene Straße geht es in ein Waldgebiet, urplötzlich wird der Verkehrslärm leiser, man taucht ein in eine komplett andere Umgebung.

Unter mächtigen Buchen entlang führt der Weg zum Nordufer des Ewaldsees.

Schon von weitem hört man zahlreiche Wasservögel, auch gefährdete Arten haben sich hier angesiedelt, so z.B. Reiherenten, Haubentaucher und der Eisvogel.

Über Steintreppen gelangt man ans Ufer. Genau gegenüber liegt eine kleine Insel inmitten des Sees, sie ist zur Heimat zahlreicher Graureiher und Kormorane geworden.

Der Weg führt weiter am See entlang, immer wieder gibt es lichte Stellen, kleine "Fenster", um über das Wasser zu schauen.

Wer mag, kann auch verweilen und die Seeatmosphäre genießen. Der Regionalverband Ruhr als Eigentümer des Areals hat für Sitzmöglichkeiten gesorgt.

Früher gab es sogar Wildpferde im Emscherbruch. Heute begegnet man vor allem Schmetterlingen und Bienen, die sich an den Blumen am Wegesrand laben. Wenn es heute im Gebüsch raschelt, könnte es aber eine Ringelnatter sein!

Eine Baby-Ringelnatter. Das Gebiet rund um den Ewaldsee beherbergt eine der größten Ringelnatter-Populationen im gesamten Ruhrgebiet. Die ungiftigen Schlangen sonnen sich besonders gern auf den dunklen Wegen.

Am Südufer des Sees bietet eine Aussichts-Plattform noch einmal einen Panorama-Blick über das Wasser.

Der Ewaldsee – ein Naturparadies mittendrin im Ruhrpott und gerade im Hochsommer ein toller Platz zum Erfrischen und Auftanken.

Adresse und Anfahrt

Mit dem PKW: A2, Abfahrt Herten und schon sind sie am Ewaldsee! Parkplätze gibt es westlich des Sees an der Münsterstraße oder direkt an der Zeche Ewald, Eingabe ins Navi: Doncaster Pl. 2, 45699 Herten

Mit dem VRR: Buslinie SB 27 von Herten-Mitte Richtung Herne/Wanne-Eickel Hbf, Haltestelle Bergwerk Ewald und dann gegenüber der Zeche durch die Wälder.

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Stand: 29.07.2021, 15:21