Kleiberg: Zu Besuch bei halbwilden Pferden und Rindern

Spaziergang auf dem Kleiberg

Stand: 27.01.2022, 09:55 Uhr

Auf dem Kleiberg bei Soest fuhren mal Panzer und marschierten Soldaten. Heute leben in dem Naturschutzgebiet in der Nähe des Möhnesees halbwilde Pferde und Rinder.

Von Corina Wegler

Spaziergang auf dem Kleiberg

WDR 4 Spaziergang 30.01.2022 02:15 Min. Verfügbar bis 29.01.2023 WDR 4 Von Corina Wegler


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Zu Besuch bei halbwilden Pferden und Rindern

In der Weidelandschaft des Kleibergs können Spaziergänger sehr gut Tiere beobachten: unter anderem Taurusrinder und Konik-Pferde, aber auch viele seltene Vogelarten.

Kleiberg: Zu Besuch bei halbwilden Pferden und Rindern

Die Koniks stammen aus Polen. Ihr Name bedeutet auf Polnisch einfach nur "Pferdchen". Robuste Tiere, denen selbst kalte Winter nichts anhaben können.

Die Koniks stammen aus Polen. Ihr Name bedeutet auf Polnisch einfach nur "Pferdchen". Robuste Tiere, denen selbst kalte Winter nichts anhaben können.

Die Gegend auf dem Kleiberg besteht aus weiter Weidelandschaft mit einigen Sträuchern und kleinen Waldabschnitten. Es gibt mehrere überwiegend geschotterte Spazierwege in unterschiedlicher Länge.  

Bäume und Sträucher würden das komplette Gebiet überwuchern, wenn Naturschützer nicht eingreifen würden: die Arbeitsgemeinschaft biologischer Umweltschutz (ABU) und ihre tierischen Helfer, die Rinder und Pferde.

Was für ein Kerl! Ein Taurusrind, ein nachgemachter Auerochse. Er sieht aus wie ein Wildrind. Um ihn zu züchten, haben die Naturschützer extra besonders robuste Tiere aus Italien und Spanien importiert.

Pause in der Wintersonne! Wer Glück hat, kann die außergewöhnlichen Tiere so gut beobachten. Manchmal allerdings sind sie auch im Wald verschwunden.

Schönheit am Wegrand: Disteln, Stauden und Sträucher bleiben auch im Winter auf den Weideflächen und an den Spazierwegen stehen und sehen bezaubernd aus.

Die Weidelandschaft auf dem Kleiberg wirkt von den Aussichtshügel zum Teil wie eine weite Steppenlandschaft oder Prärie, auf der die Koniks grasen.

Von den Aussichtshügeln haben Spaziergänger einen weiten Blick über die Landschaft bis hin nach Soest mit den vielen markanten Kirchtürmen.

Die Koniks sind sehr genügsame Pferde. Sie bekommen auch ihre Fohlen ohne menschliche Hilfe – ideale Tiere für den Naturschutz.

Auf den Weiden und in den Wäldern leben viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Zum Beispiel die Gelbbauchunke – sie war der Hauptgrund, dass dieses Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.

Auf dem Weg zum winterlichen Badevergnügen? Die Koniks und die Taurusrinder haben im Winter ein so dickes Fell, dass ihnen Eis und Schnee nichts ausmachen.  Sie gehen sogar baden.

Adresse für das Navi:

Körbecker Weg
59494 Soest

Einkehrmöglichkeit:

Waldrestaurant "Zur Steinkiste"
Körbecker Weg 8
Soest

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