Ein Spaziergang über den Kölner Eigelstein

Ein Spaziergang über den Kölner Eigelstein

Ein Spaziergang über den Kölner Eigelstein

Von Hilde Herzog

Im Kölner Eigelsteinviertel bummeln Touristen und Kölner gerne um die mittelalterliche Torburg. Hier im "Veedel" gibt es einen tollen Mix aus originellen Geschäften und Lokalen.

Ein Spaziergang über den Kölner Eigelstein

WDR 4 Spaziergang 22.12.2019 02:19 Min. Verfügbar bis 21.12.2020 WDR 4

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Ein Spaziergang über den Kölner Eigelstein

In den schmalen Straßen des Eigelsteinviertels gibt es Läden, die man sonst kaum noch findet. Hier dominieren nicht die üblichen Filialen großer Handelsketten, sondern kleine Geschäfte mit ausgefallenen Waren und Dienstleistungen. Urige Kneipen und Cafés, leckere türkische, deutsche und italienische Restaurants bieten beliebten Mulitkulti-Mix. Ob kölsch oder türkisch, gemütlich oder trubelig – die Mischung auf kleinem Raum macht den Reiz des alten "Veedels" - wie die Stadtviertel in Köln genannt werden - aus.

Ein Spaziergang über den Kölner Eigelstein

Die imposante Eigelsteintorburg ist eines der drei verbliebenen mittelalterlichen Stadttore in Köln.

Die imposante Eigelsteintorburg ist eines der drei verbliebenen mittelalterlichen Stadttore in Köln.

Die ehemalige römische Heerstraße "Eigelstein" führt von der Rückseite des Hauptbahnhofs nach Norden zum Ebertplatz. Hier gibt’s frischen Fisch, einen richtigen Bäcker, einen Elektroladen mit Reparaturservice (!), den türkischen Supermarkt und eine große Auswahl an türkischen Brautmode- und Goldschmuckläden.

Wer ausgefallene Dekoration sucht, wird hier fündig: Arabische Lampen, indonesische Marionetten, Bilder von Popstars, Buddhas, Räucherstäbchen und Ikonen.

In einer Nische des alten Stadttors wacht, in Stein gehauen, der "kölsche Boor", der kölner Bauer. Er entstammt der mittelalterlichen Geschichte und sollte einst die Verbundenheit mit dem Reich darstellen. Deutlich wird das bei dem darunter eingemeißelten Spruch: "Halt fest, du kölner Bauer, bleib beim Reich, es komme süß oder sauer."

Im rechten Gewölbe des Eigelsteintors hängen die Reste eines Rettungsbootes. Das Wrack stammt aus einer Schlacht im Ersten Weltkrieg, bei der über 500  Besatzungsmitglieder der "Fregatte Cöln" ums Leben kamen.

Die dicken Mauern der mittelalterlichen Torburg dienten in der Vergangenheit auch schon als Gefängnis. Heute probt hier die Offene Jazzhausschule.

Das Schaufenster dieses Blumenladens zeigt nicht nur originellen Christbaumschmuck. Hier  spiegeln sich auch die Mauern der Torburg und der umliegenden Gründerzeithäuser.

In den schmalen Gassen des Veedels lässt sich auch das eine oder andere gut erhaltene Haus aus der Gründerzeit entdecken. Familien, Senioren, Studenten sowie Türken und Deutsche leben im Viertel Tür an Tür.

Rund um die Torburg gibt es originelle Cafés und Bistros zu entdecken, zum Jlöcklich – (Glücklich) –Sein.

Auf dem Eigelstein findet man Kölns größte und bunteste Auswahl an türkischen Brautmoden.

In der quirligen Weidengasse locken gleich mehrere türkische Restaurants mit Grillfleisch und leckeren Gemüsegerichten.

Der türkische Supermarkt bietet eine Riesenauswahl an frischen Früchten und Gemüse. Auch seine Fleischtheke ist bei Anwohnern aller Nationalitäten beliebt.

Ab Einbruch der Dämmerung erstrahlt der Burgplatz in weihnachtlichem Lichterglanz.

Am Ende der Fußgängerzone, auf dem Ebertplatz, steht in jedem Winter eine Eisbahn rund um den originellen Brunnen des Kölner Künstlers Wolfgang Göddertz. Die "Wasserkinetische Plastik" ist auch am Tag einen Besuch wert.

Anfahrt:

Am besten mit ÖPNV bis Köln, Haltestelle Breslauer Platz / Hauptbahnhof oder Ebertplatz

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Stand: 20.12.2019, 09:48