Vorsicht, fiese Pflanzen!

Riesenbärenklau - Verbrennungsgefahr am Wegesrand Servicezeit 03.07.2019 05:23 Min. UT Verfügbar bis 03.07.2020 WDR Von H. Beckmann, M. Busse

Vorsicht, fiese Pflanzen!

  • Diesen Pflanzen sollte man nicht zu nahe kommen
  • Hautverbrennungen durch Riesenbärenklau
  • Ambrosia kann schwere Allergien auslösen

1. Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau breitet sich immer stärker aus. Die Staude, die auch Herkules-Staude genannt wird, vermehrt sich durch ihre 10.000 bis 50.000 Samen, die bis zu zehn Jahre keimfähig bleiben. Die Samen verbreiten sich besonders leicht entlang von Gewässern, da sie leicht und schwimmfähig sind, aber auch durch Luftverwirbelungen.  

Vorsicht, fiese Pflanzen!

WDR 2 Servicezeit 05.07.2019 03:34 Min. Verfügbar bis 04.07.2020 WDR 2

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Der Saft aller Pflanzenteile enthält photosensibilisierende Substanzen, sogenannte Furanocoumarine. Die sind für den Menschen eine große Gesundheitsgefahr. In Verbindung mit der UV-Strahlung des Sonnenlichtes führen sie zu schweren, verbrennungsähnlichen Erscheinungen auf der Haut. Betroffene Stellen heilen oft erst nach Wochen ab. Es können jahrelang Pigmentstörungen zurückbleiben.

2. Ambrosia

Ambrosia stammt urspünglich aus Nordamerika und wächst dort als Unkraut in den Sonnenblumenfeldern. Die Samen sind hochallergen, die Blütezeit der Pflanze geht bis weit in den Herbst hinein, und so wird die Leidenszeit vieler Allergiker weiter verlängert. Die Ambrosia-Pollen können Bindehautentzündungen, Heuschnupfen und sogar Asthma auslösen.

Ambrosia siedelt am liebsten auf Brachland, Baustellen oder an Bahndämmen. Die Pflanze lässt sich relativ leicht entfernen, da sie einjährig ist: Man sollte sie vor der Blüte ausreißen und auf dem Kompost entsorgen. Wenn sie bereits blüht, sollte man beim Ausreißen Atemschutzmasken tragen.

3. Jakobskreuzkraut 

Das Jakobskreuz- oder -greiskraut verbreitet sich stark auf Weiden, Brach- und Freilandflächen sowie an Straßenrändern und Böschungen. Das Wiesenkraut enthält sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, die zu chronischer Lebervergiftung bei Pferden, Rindern, Schafen und Ziegen führen können. Gerade im Futterheu stellt es eine Bedrohung für die Tiere dar. Auch Menschen können Opfer des Jakobskreuzkraut werden, denn es kann leicht mit Rucola verwechselt werden. 

4. Japanischer Staudenknöterich 

Er ist nicht allergen oder giftig, aber der japanische Staudenknöterich hat sich zu einem der schlimmsten Unkräuter Europas entwickelt. Im Straßenraum überwuchert er in kürzester Zeit Schutzplanken und Hinweisschilder und engt Sichtbereiche ein.

Bis heute gibt es nur wenige zuverlässige Methoden, die Pflanze zu bekämpfen: Die oberen Erdschichten müssen großflächig abgetragen und die wurzelhaltige Erde sicher entsorgt werden. Keinesfalls Pflanzenteile auf dem Kompost entsorgen. Eine andere Methode ist der Einsatz von Herbiziden, die am besten in die unteren Pflanzenteile injiziert werden.

Stand: 05.07.2019, 11:00