Taminas Prag-Highlights

Das Bild zeigt Tamina Kallert in Prag.

Taminas Prag-Highlights

30.000 Menschen schlendern im Sommer täglich auf den bekannten Touristenpfaden durch Prag. Hier stellt Tamina Kallert ihre Lieblings-Sehenswürdigkeiten vor.

Taminas Prag-Highlights

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Das Bild zeigt Tamina Kallert im jüdischen Viertel von Prag

Das jüdische Viertel
Zwischen 1893 und 1912 wurde das einstige Elendsviertel saniert. Heute zählt die Gegend zum teuersten und exklusivsten Wohnviertel der Stadt. Die Judenstadt „Josefov“ ist vor allem aufgrund der geschichtsträchtigen und geheimnisvollen Vergangenheit zum Touristenmagnet geworden.

Das jüdische Viertel
Zwischen 1893 und 1912 wurde das einstige Elendsviertel saniert. Heute zählt die Gegend zum teuersten und exklusivsten Wohnviertel der Stadt. Die Judenstadt „Josefov“ ist vor allem aufgrund der geschichtsträchtigen und geheimnisvollen Vergangenheit zum Touristenmagnet geworden.

Alt-Neu Synagoge
Ein unscheinbares Juwel unter den Sehenswürdigkeiten des jüdischen Viertels mit einer sagenumwobenen Vergangenheit. Bei der Erbauung der ältesten Synagoge Mitteleuropas im 13. Jahrhundert sollen Engel Steine aus Jerusalem verwendet haben, unter der Bedingung diese zurückzubringen, sobald der Messias erscheint. Vielleicht hielt gerade deshalb die Synagoge wie ein Bollwerk bis heute zahlreichen Judenpogromen, Sanierungen oder Stadtbränden stand. Die Alt-Neu Synagoge dient bis heute zum Gebet und als Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde Prags.

Die Karlsbrücke über die Moldau
Die Karlsbrücke zählt zu den ältesten Steinbrücken Europas und verbindet über 16 Bögen die Stadtteile Malá Strana und Staré Mesto, also die Altstadt und die Kleinseite. Begrenzt von zwei Türmen ist sie nur für Fußgänger geöffnet. Das war nicht immer so: 1883 war die Karlsbrücke für die Pferdebahn und Anfang des 20. Jahrhunderts für die elektrische Straßenbahn geöffnet. Übrigens: Besonders gern wird die Karlsbrücke von Asiaten zum Hochzeitsshooting genutzt, nachdem die Serie „Lovers in Prague“ 2005 einen regelrechten Ansturm auf die Stadt ausgelöst hat.

Die Prager Burg
Seit mehr als 1000 Jahren das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt. Der Blick auf das größte geschlossene Burgareal der Welt gilt als einer der schönsten Panoramablicke. Das Burgareal umfasst Paläste, Amts- und Kirchengebäude, Gartenanlagen, die Goldene Gasse und viele malerische Ecken. Gegründet im 9. Jahrhundert wurde die Burg zum Sitz der tschechischen Herrscher und zuletzt auch der Präsidenten. Ein touristisches Highlight ist der tägliche Wachwechsel, der stündlich stattfindet und um 12 Uhr mittags von Fanfaren begleitet wird.

Der Altstädter Ring
Der wichtigste, historische Platz Prags entstand im 12. Jahrhundert und war Zeuge zahlreicher historischer Begebenheiten. Neben dem Altstädter Rathaus finden sich malerische Hingucker wie die Barockkirche des Heiligen Nikolaus, das Rokoko-Kinsky-Palais, das gotische Stadtpalais und das monumentale Denkmal von Meister Jan Hus. Besonders aufgrund der vielen Essstände und Straßenkünstler ist der Altstädter Ring zu jeder Tages- und Nachtzeit ein belebter Touristenknotenpunkt.

Hängender Sigmund Freud
Überall in Prag entdeckt man die teils provozierenden, teils anstößigen Skulpturen des Prager Bildhauers David Cerny. Er ist bekannt für seinen schwarzen Humor und seine ironischen Skulpturen, die meist politische oder sozialkritische Hintergründe haben. So wundert es nicht, wenn man auf einmal den wohl berühmtesten Psychoanalytiker Sigmund Freud in schwindelerregender Höhe entdeckt. Die Skulptur soll Freuds ständigen Kampf mit der Angst vor dem Tod darstellen und eine Antwort auf die Frage bieten, welche Rolle die Intellektuellen im neuen Jahrtausend spielen.

Mit der Standseilbahn auf den Petřínhügel
Zum „Ort der Verliebten“, wie ihn die Einheimischen nennen, fährt in weniger als zehn Minuten eine nostalgische Standseilbahn hinauf auf den Petřínhügel. Die Seilbahn wurde ursprünglich mit Wasser angetrieben, bis sie im Jahre 1932 elektrifiziert wurde. Einheimische nutzen die Naturoase gerne zum Sonntagsausflug mit der Familie.

Der Petrín Aussichtsturm
Was aussieht wie die kleine Schwester des Eiffelturms in Paris, ist der für die Industrieausstellung 1891 konstruierte Nachbau des Pariser Originals. Der Aussichtsturm Petřín befindet sich auf dem 318 Meter hohen Petřínhügel auf der Kleinseite (Malá Strana) und bietet einen umwerfenden Rundumblick über die glänzende Stadt. Schon der Aufstieg des Turmes ist ein Erlebnis. Insgesamt führen 299 Stufen in Form einer Doppelhelix bis zur endgültigen Aussichtsplattform. Für besondere Fälle, kann auch der Fahrstuhl genutzt werden.

Kampa Insel auf der Kleinseite
Die Kampa Insel auf der linken Seite der Moldau, gilt mit ihren verwinkelten Gassen und dem nostalgischen Kopfsteinpflaster als einer der romantischsten Plätze der Stadt. Hier geht es wesentlich ruhiger zu als beispielsweise in der touristischen Altstadt, und es empfiehlt sich die Gegend zu Fuß zu entdecken. So manches Highlight wie die krabbelnden Babies von David Cerny oder die engste Gasse Prags sind hier zu finden. Mit einer Breite von gerade mal 50 Zentimetern regelt hier eine Ampel den Durchgangsverkehr.

Die John Lennon Mauer 
Die John Lennon Mauer ist eine Wand voller Street Art. Hier verewigen sich seit dem Tod John Lennons 1980 Künstler, Freigeister und Touristen mit John Lennon Zitaten wie „Give peace a chance“, eigenen Wünschen oder Träumen. Grund für den Beginn war der Kommunismus, der in der damaligen Tschechoslowakei westliche Musik verboten hatte und damit für Rebellion unter den Musikliebhabern sorgte. Trotz mehreren Versuchen des Staates, die Wand zu überstreichen, wachsen die Zitate und Kritzeleien bis heute unaufhörlich weiter.

Stand: 20.08.2019, 12:00