Reisen ins Ausland - was ist wo möglich?

Unser Urlaub - Was ist 2021 möglich? WDR 08.01.2021 43:54 Min. Verfügbar bis 08.01.2022 WDR

Reisen ins Ausland - was ist wo möglich?

  • Covid-19 verhindert viele Reisen
  • Weiter hohe Corona-Zahlen in ganz Europa
  • Aktuelle Übersicht über Stand der Reisewarnungen

Das Reisen bleibt schwierig: Die Zahl der Corona-Infektionen in Europa ist so rasant gestiegen, dass das Auswärtige Amt immer neue Reisewarnungen ausspricht. Das ist kein Verbot, aber die Bundesregierung appelliert grundsätzlich, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.

Abschied von der pauschalen Reisewarnung ändert nicht viel

Reisewarnungen gelten für die meisten der 160 Ländern weltweit, die nicht zur EU oder den Schengen-Staaten gehören. Entscheidend sind bei der Bewertung des Auswärtigen Amts neben den Infektionszahlen auch der Umgang mit Hotspots und die Aufstellung des Gesundheitssystems. Aktuell nicht mehr auf der Liste ist zum Beispiel Namibia.

Keine Reise ohne Einschränkungen

Wer trotzdem verreisen will, muss daran denken: Ohne Kontaktbeschränkungen, Einhaltung der Hygienevorschriften und Abstandsregeln wird es wohl auch in diesem Jahr nicht gehen.

Wie stehen die Chancen in Europa, welche Regelungen gelten in den beliebten Urlaubsländern? Ein Überblick:

Bulgarien

Bulgarien ist sehr stark von Covid-19 betroffen und wird als Risikogebiet eingestuft. EU-Bürgern wird die Einreise aber gestattet. Der Ausnahmezustand im Land gilt bis 31.Januar, das heißt: Restaurants, Bars, Diskotheken und Klubs sind bis auf weiteres geschlossen. Personen unter 65 Jahren dürfen zwischen 8 und 10.30 Uhr Lebensmittelgeschäfte und Apotheken nicht betreten.

Stand: 19.01.2021

Belgien

Belgien ist stark von Covid-19 betroffen. Das macht sich auch im Alltag bemerkbar. Geschäfte in Belgien haben zwar wieder geöffnet, der Einkauf muss aber von einem Erwachsenen alleine getätigt werden und darf maximal 30 Minuten dauern. Hotels bleiben geöffnet, Mahlzeiten müssen in den Zimmern eingenommen werden. Der Verkauf und das Abfeuern von Feuerwerkskörpern ist verboten.

Deutschland gilt nach belgischer Auffassung als Risikogebiet, das heißt: Wer einreisen will, muss vorher ein elektronisches "Passenger Locator Form" versenden und einen negativen PCR-Test vorlegen.

Stand: 19.01.2021

Dänemark

Dänemark ist inzwischen stark von Covid-19 betroffen, besonders der Großraum Kopenhagen. Deswegen besteht eine Reisewarnung für ganz Dänemark. Umgekehrt gibt es Einreisebeschränkungen für Touristen aus Deutschland, das als Hochrisikogebiet gilt.

Stand: 19.01.2021

Frankreich

Seit 15. Dezember 2020 gilt landesweit eine bußgeldbewehrte Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr. Die Regionen Bretagne und Korsika werden nicht mehr als Risikogebiete eingestuft. Für die Einreise nach Korsika wird ein negativer PCR-Test verlangt - voraussichtlich bis 8. Februar.

Stand: 19.01.2021

Griechenland

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Regionen Attika, Ostmakedonien und Thrakien, Nördliche Ägäis, Thessalien, Westmakedonien sowie Zentralmakedonien wird aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. Die Warnung gilt angesichts geltender Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen auch vor Reisen in die übrigen Landesteile.

Die Einreise nach Griechenland ist seit dem 11. November nur noch mit einer Bescheinigung über einen negativen PCR-Test aus dem Abreiseland möglich. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer bis zum 21. Januar einreist, muss sich anschhließend sieben Tage in häusliche Quarantäne begeben. Für alle Einreisen auf dem See-, Luft- und Landweg gilt zudem eine bußgeldbewehrte Online-Anmeldepflicht. Diese muss spätestens 24 Stunden vor der Abreise nach Griechenland erfolgen.

Im Land gilt bis zum 25. Januar ein landesweiter Lockdown: Die Wohnung darf nur mit einer Sonderlerlaubnis verlassen werden. Die meisten Geschäfte sind aber wieder offen.

Stand: 19.01.2021

Großbritannien

Großbritannien ist von Covid-19 besonders betroffen. Dort wurde auch eine neue Variante des Virus entdeckt, die offenbar noch ansteckender ist.

Die Regierung hat daraufhin die Maßnahmen deutlich verschärft. Touristische Reisen, auch innerhalb des Königreichs, bleiben grundsätzlich verboten. Wer trotzdem einreisen will, muss einen negativen Covid-19-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf und vor Reisebeginn vorgelegt werden muss. Reisende aus Deutschland müssen zwingend für zehn Tage in Quarantäne und sich vorher elektronisch anmelden.

Im Land selbst gilt mindestens 22. 2.2021 ein erneuter Lockdown. Die Regelungen variieren: In England darf zum Beispiel das Haus nicht verlassen werden, Treffen mit Personen außerhalb des eigenen Haushalts sind verboten. Auch in Schottland gibt es erhebliche Bewegungseinschränkungen. In Nordirland dagegen sind Treffen mit anderen im eigenen Garten erlaubt.

Stand: 18.01.2021

Island

Von nichtnotwendigen Reisen wird wegen der geltenden Quarantäne-Regelungen abgeraten. Wer trotzdem einreisen will, muss einen kostenpflichtigen PCR-Test durchführen lassen. Befreit sind Reisende, die nachweislich von einer Covid-19-Infektion genesen sind.

Gaststätten und touristische Einrichtungen sind nur eingeschränkt geöffnet, es kann zu einer Verkürzung der Öffnungszeiten oder kurzfristigen (tageweisen) Schließungen kommen.

Stand: 19.01.2021

Italien

Italien ist von Covid-19 besonders stark betroffen und wurde als Risikogebiet eingestuft. Wer trotzdem einreisen will, muss eine Erklärung ausfüllen und einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen.

Im Land selbst gilt eine Ausgangssperre von täglich 22 Uhr bis 5 Uhr. Außerdem sind die meisten Geschäfte geschlossen, kulturelle Veranstaltungen untersagt.

Stand: 19.01.2021

Kroatien

Es besteht eine Reisewarnung für ganz Kroatien, weil die Inzidenzen bei weit über 50 Fällen auf 100.000 Einwohner und sieben Tage liegen. Die touristische Infrastruktur steht nur im Rahmen der behördlichen Hygieneempfehlungen zur Verfügung.

Stand: 19.01.2021

Niederlande

Das gesamte Land gilt als Risikogebiet. Auf Grund von erneut gestiegenen Infektionszahlen hat die niederländische Regierung mit sofortiger Wirkung und vorerst bis 9. Februar 2021 einen strengen Lockdown beschlossen. Das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt, Hotels müssen schließen, nur Geschäfte oder Drogerien bleiben geöffnet.

Weil die Niederländer Deutschland zum Risikogebiet erklärt haben, müssen sich Reisende für zehn Tage in Hausquarantäne begeben. Flug- und Zugreisende müssen außerdem einen negativen PCR-Test vorweisen.

Stand: 19.01.2021

Norwegen

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinzen Oslo, Viken und Innlandet, Rogaland, Trøndelag und Vestfold og Telemark wird vor dem Hintergrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die übrigen Provinzen Norwegens wird derzeit vor dem Hintergrund geltender Quarantäneregelungen abgeraten.

Norwegen hat Deutschland zum Risikogebiet erklärt und die Einreisebestimmungen weiter verschärft. Alle Reisenden nach Norwegen müssen bei Einreise einen PCR-Test absolvieren. Der Test muss am Flughafen oder an dafür ausgestatteten Grenzübergängen absolviert werden.

Stand: 19.01.2021

Österreich

Ganz Österreich gilt als Risikogebiet. Ausnahme bilden die Gemeinden Jungholz und Mittelberg/Kleinwalsertal. Bis 31. März 2021 sieht die neue Einreiseverordnung eine verpflichtende 10-tägige Quarantäne und eine obligatorische Einreiseanmeldung für Reisende aus Deutschland vor.

Mit der neuen COVID-19-Schutzverordnung gelten weitreichende Beschränkungen. Sie wurde jetzt bis zum 8. Februar verlängert. Es gilt eine Ausgangsbeschränkung von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr; die Beherbergung zu touristischen Zwecken ist untersagt. Lebensmittelgeschäfte bleiben tagsüber geöffnet, auch Skipisten und Seilbahnen können genutzt werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften muss ab dem 25. Januar eine FFP2-Maske getragen werden.

Stand: 19.01.2021

Portugal

Portugal und die Azoren gelten als Risikogebiet. Ausgenommen ist die Insel Madeira. Es gelten weitreichende Einschränkungen des täglichen Lebens.

Portugiesische Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe weiterhin gesperrt, nur der Hafen in Funchal auf Madeira ist geöffnet. Über einen Landgang wird im Einzelfall entschieden.

Sonderregeln für Madeira und die Azoren

Bei der Einreise auf die Azoren und Madeira muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Alternative ist ein Soforttest mit anschließender zwölfstündiger Isolation.

In Portugal gilt ein Ausnahmezustand, der bis auf weiteres alle 15 Tage verlängert wird. Außerdem gibt es seit einigen Tagen einen weitgehenden Lockdown, der zunächst bis Mitte Februar eingehalten werden soll. Die Einwohner dürfen sich nur noch im öffentlichen Raum bewegen, wenn sie einkaufen wollen.

Stand:19.01.2021

Schweden

Ganz Schweden gilt als Risikogebiet. Es gibt keine Ausgangssperren oder Reisebeschränkungen. Symptomfreie Personen dürfen sich frei im Land bewegen. Unnötige Reisen sollen jedoch möglichst vermieden werden

Stand: 19.01.2021

Schweiz

Die ganze Schweiz ist als Risikogebiet eingestuft. Bis Ende Februar 2021 sind Gastronomiebetriebe geschlossen. Lediglich Betriebskantinen und Verpflegung für Hotelgäste, sowie Abholservices und Lieferdienste dürfen geöffnet bleiben.

Stand: 19.01.2021

Spanien

Spanien und die Kanarischen Inseln wurden wegen steigender Infektionszahlen wieder als Risikogebiet eingestuft.

Der Alarmzustand im Land wurde bis zum 9. Mai verlängert. Damit können die autonomen Gemeinschaften nächtliche Ausgangssperren verhängen und festlegen, wer wann ein- und ausreisen darf. An vielen Orten gilt auch ein Rauchverbot im Freien, landesweit müssen Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. 

Stand: 19.01.2021

Tschechien

Es besteht eine Reisewarnung für das gesamte Land. Die tschechische Regierung hat den Notstand verhängt. Die Grenzen bleiben geöffnet, Einreisen aus touristischen Gründen oder zum Besuch von Freunden sind aber verboten. Es bestehen Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr.

Stand: 19.01.2021

Türkei

Die gesamte Türkei ist als Risikogebiet eingestuft, Schwerpunkte der Epidemie sind die Großstädte Istanbul, Ankara und Izmir. Im ganzen Land gilt eine allgemeine Ausgangssperre montags bis donnerstags von 21 Uhr bis 5 Uhr am Folgetag und von freitags 21 Uhr bis montags 5 Uhr.

Zusätzlich gelten landesweit zeitweise Ausgangssperren für Personen über 65 Jahren (täglich ab 13 Uhr bis 10 Uhr des Folgetages) und Personen unter 20 Jahren (täglich ab 16 Uhr bis 13 Uhr des Folgetages). Die Ausgangssperren gelten grundsätzlich nicht für Touristen, örtliche Ausnahmeregelungen sind möglich.

Stand: 19.01.2021

Ungarn

Ganz Ungarn wurde als Risikogebiet eingestuft. Die Einreisebedingungen schließen die touristische Einreise aus. Die Gefahrenlage mit einer nächtlichen Ausgangssperre zwischen 20 und 5 Uhr wurde bis zum 8. Februar 2021 verlängert.

Stand: 19.01.2021

Stand: 08.01.2021, 16:53