FAQ Corona und Reisen: "Bitte kein Skiurlaub vor 10. Januar"

Schneekanone beschneit Skipiste bei Winterberg

FAQ Corona und Reisen: "Bitte kein Skiurlaub vor 10. Januar"

  • Bundesregierung: Auf Reisen verzichten
  • Risikogebiete in Europa
  • Der Überblick wird laufend aktualisiert

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Was gilt im "Lockdown light" für Reisen?

  • Bürger sollen auf private Reisen, Tagesausflüge und Verwandtenbesuche verzichten - auch im Inland.
  • Deutsche Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen mehr aufnehmen.
  • Übernachtungsangebote im Inland sind nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht-touristische Zwecke erlaubt.

Die Regeln sind am 26. November verlängert worden. Sie gelten bis mindestens 20. Dezember.

Stand: 26.11.2020

+ + + Ausland + + +

Was ist mit Ski-Urlaub?

In Absprache mit den Nachbarländern soll Deutschland sich darauf geeinigt haben, an alle Menschen zu appellieren, mindestens bis zum 10. Januar auf Skiurlaub zu verzichten. Eine entsprechende "Bitte" habe die Bundesregierung aus Frankreich und Italien erreicht.

Skigebiete in Österreich planen bisher allerdings laut Österreichischem Rundfunk (ORF) weiterhin mit einem Saisonstart Mitte Dezember.

Stand: 26.11.2020

Was gilt für Reisen in die Niederlande?

Deutschland hat die gesamten Niederlande zum Risikogebiet erklärt. Eine vormals gültige Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer hat das Oberverwaltungsgericht in Münster für Nordrhein-Westfalen in Münster am 20. November allerdings gekippt. NRW setzte daraufhin die Corona-Einreiseverordnung außer Kraft.

Alledings haben die Niederlande Deutschland als Risikogebiet klassifiert. Wer dort einreist, muss in den Niederlanden zehn Tage in Quarantäne.

Stand: 21.11.2020

Was gilt für Reisen innerhalb der EU?

Innerhalb der EU gelten für die meisten Länder und Regionen Reisewarnungen. Das Robert Koch-Institut listet alle Risikogebiete auf.

Das Auswärtige Amt gibt einen Überblick über Reisehinweise - darin steht auch, was bei der Einreise in andere EU-Länder zu beachten ist und welche Corona-Regeln dort gelten.

Stand: 20.11.2020

Reisen ins Risikogebiet - was bedeutet das?

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist Gebiete und Länder als Risikogebiete aus, in denen es besonders viele Corona-Fälle gibt. Dort gilt das Risiko, sich zu infizieren als besonders hoch.

Eine vormals gültige Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer hat das Oberverwaltungsgericht in Münster für Nordrhein-Westfalen am 20. November allerdings gekippt. NRW setzte daraufhin die Corona-Einreiseverordnung außer Kraft.

Zu den Risikogebieten zählen etwa 160 Länder - darunter die Türkei, die Niederlande, die Schweiz, Ägypten, Thailand, Marokko und auch die USA. Teilweise ist das ganze Land betroffen, teilweise sind es bestimmte Regionen.

Hier die vollständige und aktuell gültige Liste des Robert Koch-Instituts:

Stand: 20.11.2020

Nach der Rückkehr: Wer testet mich und wo?

Wer sich nach fünf Quarantänetagen testen lassen will, kann dies über die üblichen Wege nach telefonischer Anmeldung bei niedergelassenen Ärzten oder regionalen Testzentren tun. Auskunft zu Testmöglichkeiten gibt es auch unter der Telefonnummer 116 117.

An den NRW-Flughäfen gibt es keine Testzentren des Landes mehr.

Stand: 12.11.2020

Nach der Rückkehr: Wer zahlt den Test?

Wer in den letzten 14 Tagen in einem internationalen Risikogebiet war und nach Deutschland zurückkommt, hat bis zum 1. Dezember - innerhalb von zehn Tagen nach Einreise - einen Anspruch auf einen kostenlosen Test.

Stand: 12.11.2020

Was passiert, wenn eine Corona-Infektion im Urlaub festgestellt wird?

Das hängt von den Behörden im Urlaubsland ab. In der Regel werden Erkrankte ohne schwere Symptome unter häusliche Quarantäne gestellt. Sie dürfen ihr Hotelzimmer solange nicht verlassen, bis sie ein negatives Testergebnis vorweisen können.

Pauschalreisende sollten sich laut Verbraucherzentrale an ihren Reiseveranstalter wenden. Dieser muss zum Beispiel ein neues Flugticket besorgen, wenn der geplante Rückreise-Termin wegen der Quarantäne platzt.

Individualreisende müssen sich selbst darum kümmern und die zusätzlichen Kosten übernehmen. Inzwischen decken verschiedene Auslandskrankenversicherungen durch die Pandemie zusätzlich anfallende Kosten ab, sofern sie vor Reiseantritt abgeschlossen wurde.

Stand: 24.09.2020

Was gilt bei Reisen außerhalb der EU?

Das Robert Koch-Institut weist viele Länder als Risikogebiete aus. Bei der Rückkehr stehen Tests und Quarantäne an.

Das Auswärtige Amt informiert, welche Corona-Regeln vor Ort gelten.

Hier geht es zur Seite des Auswärtigen Amtes:

Stand: 26.10.2020

Was müssen unverheiratete Partner tun, damit sie einreisen dürfen?

Trotz Einreisebeschränkungen können unverheiratete ausländische Partner künftig leichter ihren Freund oder ihre Freundin in Deutschland besuchen. Konkret werden die Vorgaben für den Nachweis einer dauerhaften Beziehung gelockert.

Gefordert wird nun eine Einladung des Partners, der in Deutschland wohnt und eine von beiden unterschriebene Erklärung, in der unter anderem versichert wird: "Unsere Beziehung beruht nicht nur auf mündlicher oder schriftlicher oder anderer elektronischer Kommunikation." Das Paar muss zudem mindestens ein persönliches Treffen belegen, etwa mit Pass-Stempeln oder Reiseunterlagen.

Die Erleichterungen betreffen Paare, bei denen einer von beiden keine deutsche Staatsbürgerschaft hat und in einem Nicht-EU-Staat wohnt, der nicht auf der so genannten Positivliste steht. Für Partner, die aus einem Risikogebiet kommen, gelten besondere Bestimmungen.

Stand: 19.11.2020

+ + + Buchungen, Stornierungen und Rücktritt + + +

Pauschalreise: Ist eine volle Erstattung auch ohne Reisewarnung möglich?

Wenn Kunden wegen der Corona-Gefahr eine Reise stornieren, muss der Veranstalter unter Umständen auch ohne vorliegende Reisewarnung den Preis voll erstatten.

Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem Urteil entschieden. Der Kläger hatte am 7. März dieses Jahres von sich aus eine für Mitte April geplante Pauschalreise in den Golf von Neapel storniert. Der Veranstalter hatte auf einem Teil des Reisepreises als Stornierungsgebühr bestanden, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorgelegen habe.

Reisewarnungen für das Reisegebiet seien nicht zwingend erforderlich. Es genüge bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus. Dies sei zum Zeitpunkt der Reisestornierung bereits für ganz Italien der Fall gewesen.

Stand: 17.08.2020

Was müssen Urlauber zahlen, die zurückgeholt worden sind?

Die Bundesregierung stellt den wegen Corona aus dem Ausland zurückgeholten Urlaubern 200 bis 1.000 Euro für die Flüge in Rechnung. Die Kosten hängen vom Reiseland ab. Mit dem Geld will die Bundesregierung 40 Prozent der Gesamtkosten der Aktion von 94 Millionen Euro wieder reinholen.

Stand: 13.08.2020

Reisewarnung oder Reisehinweis: Was bedeutet das für die Stornierung von Pauschalreisen?

Storno bei Reisewarnung:

Durch eine Reisewarnung ist ein kostenfreier Rücktritt in der Regel möglich. Urlauber hätten damit einen Anspruch auf Rückzahlung des Reisepreises und müssten sich nicht mit einem Gutschein oder einer Umbuchung zufriedengeben, erklärt die Verbraucherzentrale.

Allerdings ist eine Reisewarnung keine Garantie, dass eine kostenlose Stornierung immer möglich ist. Entscheidend ist nicht nur die Reisewarnung, sondern auch die juristische Frage: Liegen "außergewöhnliche, unvermeidbare Umstände" vor, die gegen eine Reise in das jeweilige Land sprechen? Der Veranstalter kann in jedem Einzelfall auf einer Prüfung bestehen.

Storno bei Reisehinweis:

Für ein Teil der europäischen Länder gibt es aktuell nur noch Reisehinweise. Das hat Auswirkungen auf Storno-Möglichkeiten. Für Pauschalreisen gelten dann zunächst einmal die im Reisevertrag festgelegten Storno-Bedingungen. Viele Reiseveranstalter verlangen von ihren Kunden An- und Restzahlungen für Reisen ins EU-Ausland seit dem 15. Juni.

Allerdings gehen Experten der Verbraucherzentrale in einem Gutachten davon aus, dass Auslands-Pauschalreisen trotz der aufgehobenen Reisewarnung bis voraussichtlich 14. September in aller Regel kostenlos stornierbar sind. Der Grund: Die Umstände der Corona-Pandemie führten zu einer "erheblichen Beeinträchtigung der Reise".

Kunden müssten aber selbst aktiv werden: den Reiserücktritt erklären, die Anzahlung zurückverlangen und die Restzahlung nicht leisten. Sonst habe der Veranstalter weiter Anspruch auf Zahlung des Restpreises.

Stand: 30.08.2020

Was ist mit der Stornierung von Individualreisen?

Wer eine Individualreise wegen Corona storniert, hat es oft schwer, sein Geld zurückzubekommen. Im Zweifel hilft die Verbraucherzentrale NRW weiter. Sie informiert auch über weitere Details und Rechtliches.

Auch Bahnreisende sollten aufgrund der weiterhin unbeständigen Gesamtsituation vorausschauend planen, sagte eine Pressesprecherin der Deutschen Bahn dem WDR. So werden Buchungen von stornierbaren Tickets empfohlen, um bis zum Reisetag flexibel zu bleiben. Auch bei einem Sparpreis-Ticket seien Stornierungen möglich, dann allerdings nur in Form eines Gutscheins abzüglich eines Bearbeitungsentgelts von zehn Euro.

Stand: 17.09.2020

Kann ich mein Flugticket umtauschen? Und wie?

Die Reisewarnung für 160 Nicht-EU-Länder für nicht notwendige, touristische Reisen ist von der Bundesregierung bis zum 14. September 2020 verlängert worden. Tickets für Flugreisen in dieser Zeit können umgetauscht werden. Die Airlines müssen die Kosten dann erstatten.

Fluggesellschaften wünschen sich oft, dass Reisende umbuchen statt umtauschen. Davon rät die WDR-Serviceredaktion ab, weil noch unklar ist, wie lange die Lage anhält und welche Airlines in der Corona-Krise möglicherweise pleitegehen. Eine verpflichtende Gutscheinlösung hat die EU-Kommission inzwischen abgelehnt, Kunden müssen sich mit einem Gutschein nicht abfinden.

Mehrere Airlines lassen sich bei der Rückzahlung des Ticketpreises für stornierte Flüge allerdings extrem viel Zeit, darunter auch Unternehmen wie Ryanair.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen sieht den Fall sehr klar: Wird ein Flug annulliert, erhält der Kunde den Ticketpreis zurück. Soll ein Flug trotz Einreiseverbots am Zielort stattfinden, kann nach Auffassung der Verbraucherschützer ebenfalls das Geld zurückverlangt werden.

Stand: 30.08.2020

Hilft eine Reiserücktrittsversicherung?

Nein. Laut Verbraucherzentrale NRW tritt eine Reiserücktrittsversicherung nur bei Krankheit oder Tod eines nahen Angehörigen ein. Angst vor einer Infizierung ist kein Grund. Auch wer selbst mit dem Coronavirus infiziert ist, kann nicht sicher sein, sein Geld zurückzubekommen. Die meisten Versicherungen schließen bei von der WHO erklärten Pandemien eine Zahlung vertraglich aus.

Viele Reiseveranstalter und Airlines bieten ihren Kunden aber teilweise aus Kulanz einen Gutschein oder eine Teilrückzahlung der Kosten an. Bei manchen Versicherungen ist laut Zeitschrift "Finanztest" Kurzarbeit eine Reiserücktrittsgrund.

Stand: 30.08.2020

Gibt es eine Gutscheinlösung für abgesagte Pauschalreisen?

Ja, das hat der Bundestag Anfang Juli beschlossen. Mit der neuen Regelung müssen Reiseveranstalter bei Absagen von Pauschalreisen wegen Corona statt der Erstattung der Anzahlungen einen Reisegutschein im gleichen Wert anbieten.

Die Gutscheine werden vom Staat gegen eine mögliche Insolvenz des Reiseveranstalters abgesichert. Reisende sind aber nicht verpflichtet, sie anzunehmen. Wird der Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss das Geld in Höhe des Reisepreises ausgezahlt werden.

Stand: 10.08.2020

+ + + Schutz und Risiken auf Reisen + + +

Maskenpflicht im Flieger - welche Auflagen machen Airlines?

Innerhalb der EU: Im Flugzeug gilt EU-weit eine Maskenpflicht für alle Fluggäste ab sechs Jahren. Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es nur mit Attest - und auch hier gelten teils strenge Regeln.

Die Lufthansa zum Beispiel hat ihre Regeln an Bord ihrer Maschinen gerade verschärft. Bislang genügte ein formloses ärztliches Attest, um an Bord keine Mund-Nase-Bedeckung tragen zu müssen. Vom 1. September an müssen Lufthansa-Passagiere zusätzlich einen negativen Corona-Test vorlegen, der zum geplanten Abflug nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Außerdem müssen Atteste auf einem Lufthansa-Formblatt vorgelegt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Mit den neuen Regeln werde ein besserer Schutz für alle Fluggäste sichergestellt. Sie gelten für alle Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns.

Außerhalb der EU: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Flugzeug ist nicht bei allen Airlines für Passagiere Pflicht - aber bei den meisten, schreibt die Internationale Flug-Transport-Vereinigung (IATA).

  • Stand: 06.09.2020

  • Ohne Maske: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr im Flugzeug?

    US-Forscher haben simuliert, was passiert, wenn eine Person an Bord eines Flugzeugs ohne Maske hustet. Die wissenschaftliche Simulation zeigt, wie sich die ausgestoßenen Tröpfchen vor allem auf die Nachbarsitze rechts und links verteilen.

    Der Sitz direkt neben einem kranken Passagier sei daher am gefährlichsten, sagen die Forscher. Die Simulationen zeigten, dass die Tröpfchen bis zu vier Minuten lang an Bord zirkulieren können, bevor sie in der Klimaanlage gefiltert werden.

    Stand: 13.08.2020

    Was gilt für Busreisen?

    Busreisen sind seit Ende Mai wieder erlaubt. Allerdings ist das Angebot der Unternehmen noch eingeschränkt. An Bord gilt Maskenpflicht, die Toiletten bleiben geschlossen, die Fahrzeuge werden nach jeder Fahrt desinfiziert. Beim Ein- und Aussteigen muss ein Abstand von 1,50 Meter eingehalten werden.

    Stand: 01.07.2020

    Welche Regeln gelten an Flughäfen?

    In NRW müssen Passagiere auf dem gesamten Flughafengelände eine Mund-Nasen-Maske tragen. In anderen Bundesländern reicht es teilweise, wenn die Maske in den Terminals getragen wird.

    Passagiere müssen überall den Mindestabstand einhalten - auch in Warteschlangen.

  • Stand: 06.09.2020

  • Kann ich mich in Bus oder Bahn anstecken?

    Ja. Deshalb gilt in Bussen und Bahnen in Nordrhein-Westfalen seit Ende April Maskenpflicht. Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren müssen Mund und Nase bedecken. Wer keine Atemschutzmaske hat, kann auch ein Tuch oder einen Schal nehmen. Damit will die Landesregierung die Ausbreitung der Corona-Pandemie bremsen.

    Ab dem 27. November gibt es in Zügen der Deutschen Bahn zudem ein geändertes Reservierungsssytem. In den Großraumwagen ist dann nur noch ein Sitzplatz pro Doppelsitz reservierbar. Alle anderen Sitzplätze bleiben demnach für eine Reservierung gesperrt. In geschlossenen Abteilen mit sechs Sitzplätzen sind ab dem 27. November nur noch zwei Plätze reservierbar. Weiterhin zusammensitzen dürfen allerdings gemeinsam reisende Fahrgäste. Bestehende Reservierungen sind von den Änderungen nicht betroffen.

    Stand: 27.11.2020

    Weitere Antworten zu Corona

    Antworten auf Fragen rund um Corona und die Themen Gesundheit, Alltag, Arbeit, Masken und Bildung finden Sie in weiteren FAQ:

    Stand: 26.11.2020, 08:47