FAQ Corona und Reisen: Alle deutschen Nachbarländer mit Risikogebieten

Ein Strand in Zeeland (Niederlande).

FAQ Corona und Reisen: Alle deutschen Nachbarländer mit Risikogebieten

  • Quarantäne für Reise-Rückkehrer wird auf zehn Tage verkürzt
  • Ganz Frankreich und die Niederlande ab Samstag Risikogebiete
  • Abstand, Masken, Einreise - was gilt jetzt in Urlaubsländern?
  • Der Überblick wird laufend aktualisiert

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Wo gilt ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus Hotspots?

In diesen Bundesländern gilt ein Beherbergungsverbot: Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Nur ein höchstens 48 Stunden alter negativer Corona-Test hebt das Verbot auf.

Stand: 21.10.2020

Corona-Tests für Reisende aus NRW-Risikogebieten - wer zahlt?

Bewohner von NRW-Risikogebieten, die in den Herbstferien verreisen wollen, können sich für innerdeutsche Reisen kostenlos testen lassen. Das hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bekannt gegeben. Damit können auch die Einwohner beispielsweise von Remscheid oder Hamm in den Urlaub fahren, während sie ohne Test in Hotels abgewiesen werden könnten.

Laumann sagte auch, dass es an diesen Orten mehr Testzentren geben soll, weil die Hausärzte sonst überfordert wären. Die Gesundheitsämter sollen entsprechende Angebote schaffen. Die Kosten für den Abstrich und das Labor würden aus dem Gesundheitsfonds bezahlt, so Laumann.

Was gilt in NRW?

In NRW treten vorerst keine Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots in Kraft. "Es gibt keinen Automatismus", sagte der Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski. Dieses Instrument könne genutzt werden, wenn das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium bestimmte Regionen entsprechend ausweise.

Anders ausgedrückt: NRW ist nicht prinzipiell gegen ein Beherbergungsverbot, wendet es aber noch nicht an.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich zuletzt in der Bund-Länder-Runde nicht damit durchsetzen können, das umstrittene Beherbungsverbot für Gäste aus Risikogebieten zu kippen.

Stand: 16.10.2020

Was ist mit Ferienwohnungen in NRW?

In NRW können Ferienwohnungen und -häuser wieder bezogen werden. Das gilt aber nur für Personen, die ihren Wohnsitz innerhalb der Europäischen Union, Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland haben.

Der Deutsche Tourismusverband hat eine Übersicht der geltenden Verordnungen zusammengestellt. Diese unterscheiden sich je nach Bundesland. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert.

Stand: 30.08.2020

Was passiert, wenn Urlauber sich in Deutschland infizieren?

Kniffelig wird es, wenn Urlauber sich auf einer der deutschen Inseln mit Covid-19 infiziert haben. Ob sie am Urlaubsort oder zu Hause in Quarantäne müssen, entscheidet das Gesundheitsamt des Heimatortes. Wichtiges Kriterium ist dabei, ob die Urlauber mit dem Auto angereist sind.

Auf mehreren friesischen Inseln würden von den Vermietern Kapazitäten für eine Quarantäne freigehalten, sagt eine Sprecherin des zuständigen Landkreises Leer. In Emden steht sogar ein Hubschrauber bereit, um Urlauber auszufliegen. Aber auch ein infektionssicherer Transport per Fähre ist möglich. Die Kosten für die Heimreise müssen die Betroffenen tragen.

Stand: 13.08.2020

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Was gilt für Reisen in die Niederlande?

Auch Zeeland wird ab Samstag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Für Urlaubsrückkehrer aus der niederländischen Provinz gilt dann eine Quarantänepflicht.

Ausgerechnet während der NRW-Herbstferien haben die Niederlande ihre Corona-Regeln drastisch verschärft:

  • Maskenpflicht in allen öffentlichen Räumen
  • Kneipen, Cafés und Restaurants werden für Publikum geschlossen
  • Abholung von Speisen bleibt erlaubt, in Coffeeshops aber nur bis 20 Uhr
  • Kein Alkoholverkauf nach 20 Uhr
  • Privathaushalte sollen nur drei Gäste pro Tag empfangen dürfen
  • ÖPNV-Nutzung nur bei dringender Notwendigkeit
  • Kein Mannschafts-Amateur-Sport für Erwachsene

Stand: 15.10.2020

Neue Quarantäne-Regeln nach Reisen - was ist geplant?

Die neue Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ausländischen Corona-Risikogebieten soll ab dem 8. November gelten. Die Details regelt eine Musterquarantäneverordnung, die das Bundeskabinett jetzt verabschiedete. Die konkrete Umsetzung liegt bei den Bundesländern, Reisende müssen deren jeweilige Regeln beachten.

Ursprünglich sollten die Neuerungen schon zum 15. Oktober kommen. Wer sich in den zehn Tagen vor der Einreise in einem als Risikogebiet eingestuften Land oder einer solchen Region aufgehalten hat, muss ab dem 8. November bei seiner Rückkehr unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne gehen. Zudem muss er sich beim Gesundheitsamt melden.

Freitesten möglich nach 5 Tagen

Wer die Selbstisolation vorzeitig beenden möchte, kann frühestens am fünften Tag nach der Einreise einen Coronavirus-Test machen lassen. Wenn das Ergebnis negativ ist, endet die Pflicht zur Quarantäne. In jedem Fall ist das Gesundheitsamt über das Ergebnis zu informieren. Wenn der Test negativ ausfällt, aber innerhalb von zehn Tagen Symptome auftreten, müssen Betroffene einen weiteren Test machen.

Aktuell beträgt die Quarantänedauer in NRW 14 Tage.

Stand: 15.10.2020

Was gilt für Reisen innerhalb der EU?

Innerhalb der EU gelten für viele Länder und Regionen Reisewarnungen. Das Robert Koch-Institut listet alle Risikogebiete auf. Bei der Rückkehr aus diesen Gebieten gibt es Auflagen zu beachten.

Das Auswärtige Amt gibt einen Überblick über Reisehinweise - darin steht auch, was bei der Einreise in andere EU-Länder zu beachten ist und welche Corona-Schutzmaßnahmen dort gelten.

Stand: 15.10.2020

Bis wann gilt die weltweite Reisewarnung?

Die pauschale Reisewarnung der Bundesregierung für Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums galt bis 30. September.

Seit 1. Oktober gibt es auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen.

Stand: 01.10.2020

Reisen ins Risikogebiet - was bedeutet das?

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist Gebiete und Länder als Risikogebiete aus, in denen es besonders viele Corona-Fälle gibt. Dort gilt das Risiko, sich zu infizieren als besonders hoch. Das hat Konsequenzen für die Rückreise nach NRW - wie Quarantäne und verpflichtende Tests.

Für Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland soll die wegen der Corona-Pandemie eingeführte Quarantäne bald kürzer ausfallen. Einreisende sollen ab dem 15. Oktober nur noch für zehn Tage in Quarantäne, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am 5. Oktober 2020 in Berlin mit. Derzeit liegt die Dauer bei 14 Tagen.

Zu den Risikogebieten zählen etwa 160 Länder - darunter die Türkei, Ägypten, Thailand, Marokko und auch die USA. Es zählen aber auch europäische Länder dazu. Teilweise ist das ganze Land betroffen wie im Fall von Schottland, teilweise sind es bestimmte Regionen wie in den Niederlanden.

Hier die vollständige und aktuell gültige Liste des Robert Koch-Instituts:

Stand: 05.10.2020

Rückkehr aus Risikogebiet - was bedeutet das?

Wer aus einem der Risikogebiete nach NRW zurückkommt, muss sich testen lassen. Bis das Ergebnis vorliegt gilt: Quarantäne. Außerdem muss der Reisende das Gesundheitsamt über die Rückkehr informieren.

Für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt die Quarantänepflicht nicht, wenn schon ein negativer Corona-Test vorliegt. Dieser Test darf aber höchstens 48 Stunden vor der Einreise gemacht worden sein. Der Test kann in Deutschland nachgeholt werden - noch ist er laut Bundesgesundheitsministerium gratis und verpflichtend.

Wer testet mich und wo?

Einreisende aus Risikogebieten sollten sich – soweit das möglich ist - am Flughafen und an Häfen testen lassen, schreibt das Bundesgesundheitsministerium. Sollte dort ein Test nicht möglich sein, könne der Test nach telefonischer Ankündigung auch bei einem niedergelassenen Arzt erfolgen. Unter der Nummer 116 117 erfahren Einreisende, wo vor Ort ein Test angeboten wird.

Stand: 01.10.2020

Was ist mit Pendlern im Grenzgebiet von Belgien? Müssen die auch in Quarantäne?

Nein. Der sogenannte "kleine Grenzverkehr" nach Belgien wird ab Samstag keine 14-tägige Quarantäne nach sich ziehen. Das hat die Landesregierung auf WDR-Anfrage erklärt. Demnach kann man sich 24 Stunden in Belgien aufhalten, ohne bei Einreise nach NRW in Quarantäne zu müssen.

Allerdings gibt es eine Einschränkung: Nach dem Besuch müsse man sich beim jeweils örtlichen Gesundheitsamt melden, damit dort die Reise hinterlegt ist.

Stand: 02.10.2020

Testen nach der Rückkehr - wie läuft das?

In NRW können sich Reisende aus Risikoländern aktuell noch kostenlos auf Corona testen lassen. Dieser Test gilt auch als verpflichtend und soll innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise passieren.

Bis zum negativen Testergebnis gilt Quarantäne-Pflicht. Die Quarantäne hat eine Dauer von 14 Tagen - ab dem 15. Oktober 2020 soll sie auf zehn Tage verkürzt werden. Wenn ein negativer Coronatest vorliegt, ist die Quarantäne beendet.

Stand: 05.10.2020

Wer bezahlt den Corona-Test für Rückkehrer aus Risikogebieten?

Laut Bundesgesundheitsministerium sind Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten aktuell kostenlos - außerdem sind sie verpflichtend.

Stand: 19.10.2020

Was passiert, wenn eine Corona-Infektion im Urlaub festgestellt wird?

Das hängt von den Behörden im Urlaubsland ab. In der Regel werden Erkrankte ohne schwere Symptome unter häusliche Quarantäne gestellt. Sie dürfen ihr Hotelzimmer solange nicht verlassen, bis sie ein negatives Testergebnis vorweisen können.

Pauschalreisende sollten sich laut Verbraucherzentrale an ihren Reiseveranstalter wenden. Dieser muss zum Beispiel ein neues Flugticket besorgen, wenn der geplante Rückreise-Termin wegen der Quarantäne platzt.

Individualreisende müssen sich selbst darum kümmern und die zusätzlichen Kosten übernehmen. Inzwischen decken verschiedene Auslandskrankenversicherungen durch die Pandemie zusätzlich anfallende Kosten ab, sofern sie vor Reiseantritt abgeschlossen wurde.

Stand: 24.09.2020

Wie wird am Flughafen auf Corona getestet?

Der Corona-Test am Flughafen erfolgt durch einen Nasen- und/oder Rachenabstrich. Das anschließende PCR-Testverfahren im Labor gilt als sehr genau und spezifisch - im Gegensatz zu den sogenannten Schnelltests.

Bei Kindern und empfindlichen Personen genügt meistens ein Rachenabstrich, da das Stäbchen in der Nase als unangenehm empfunden werden kann und sich das Coronavirus im Rachenraum am ehesten nachweisen lässt. Das Ergebnis erhält man in der Regel 24 bis 48 Stunden nach der Durchführung.

Dr. Rolf Kaiser von der Uniklinik Köln rät auch bei negativem Testergebnis weiterhin zur Vorsicht. Es könne vorkommen, dass entweder zu früh (Virus noch nicht erkennbar, da noch nicht genügend vermehrt), zu spät (nachdem der Körper das Virus bereits mit Antikörpern bekämpft hat) oder bei Abstrichnahme fehlerhaft getestet wurde. Man habe "eine hohe Sicherheit, aber keine Gewissheit". Deshalb solle weiterhin auf Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Geschmacklosigkeit geachtet und gegebenenfalls erneut ein Arzt aufgesucht werden.

Stand: 24.09.2020

Was gilt bei Reisen außerhalb der EU?

Für Reisen außerhalb der Europäischen Union, Schengen-assoziierten Staaten und Großbritannien bestehen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

Hier geht es zur Seite des Auswärtigen Amtes:

Stand: 28.09.2020

Was müssen unverheiratete Partner tun, damit sie einreisen dürfen?

Unverheiratete Partner, die außerhalb der EU leben, dürfen wieder nach Deutschland einreisen. Dazu müssen sie nachweisen, dass sie in einer Partnerschaft leben, die auf Dauer angelegt ist, schreibt das Bundesinnenministerium auf seiner Homepage.

Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn ...

  • es vor den Beschränkungen mindestens ein persönliches Treffen in Deutschland gab, oder
  • der Nachweis eines vorherigen gemeinsamen Wohnsitzes im Ausland erbracht werden kann.

Unterlagen, die unverheiratete Partnerinnen und Partner für eine Einreiseerlaubnis zusätzlich vorlegen müssen:

  • eine Einladung der Partnerin oder des Partners, der in Deutschland wohnt
  • eine gemeinsam unterschriebene Erklärung, dass die Beziehung besteht
  • und Nachweise der vorherigen Treffen durch Passstempel, Reiseunterlagen oder Flugtickets.

Für Partner, die aus einem Risikogebiet kommen, gelten besondere Bestimmungen.

Stand: 24.09.2020

+ + + Buchungen, Stornierungen und Rücktritt + + +

Jetzt für den Herbst oder Winter Urlaub buchen - ein Risiko?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt: Bitte keine Auslandsreisen in den Herbst- und Weihnachtsferien. Seiner Einschätzung nach ist das Risiko, dass es durch Auslandsreisen wieder mehr Corona-Fälle in Deutschland geben wird, groß. Er schlägt deshalb vor, "die Schönheit Deutschlands" zu genießen".

Spahns Vorschlag ist aber keine Reisewarnung, er ist eher ein Hinweis.

Wer jetzt bucht, trägt zum Beispiel das Risiko, dass er nach der Reise möglicherweise in Quarantäne muss. Die Liste der Risikoländer und -gebiete ändert sich ständig. Im Herbst und Winter könnte die Entwicklung besonders dynamisch sein.

Stand: 07.09.2020

Pauschalreise: Ist eine volle Erstattung auch ohne Reisewarnung möglich?

Wenn Kunden wegen der Corona-Gefahr eine Reise stornieren, muss der Veranstalter unter Umständen auch ohne vorliegende Reisewarnung den Preis voll erstatten.

Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem Urteil entschieden. Der Kläger hatte am 7. März dieses Jahres von sich aus eine für Mitte April geplante Pauschalreise in den Golf von Neapel storniert. Der Veranstalter hatte auf einem Teil des Reisepreises als Stornierungsgebühr bestanden, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorgelegen habe.

Reisewarnungen für das Reisegebiet seien nicht zwingend erforderlich. Es genüge bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus. Dies sei zum Zeitpunkt der Reisestornierung bereits für ganz Italien der Fall gewesen.

Stand: 17.08.2020

Was müssen Urlauber zahlen, die zurückgeholt worden sind?

Die Bundesregierung stellt den wegen Corona aus dem Ausland zurückgeholten Urlaubern 200 bis 1.000 Euro für die Flüge in Rechnung. Die Kosten hängen vom Reiseland ab. Mit dem Geld will die Bundesregierung 40 Prozent der Gesamtkosten der Aktion von 94 Millionen Euro wieder reinholen.

Stand: 13.08.2020

Reisewarnung oder Reisehinweis: Was bedeutet das für die Stornierung von Pauschalreisen?

Storno bei Reisewarnung:

Durch eine Reisewarnung ist ein kostenfreier Rücktritt in der Regel möglich. Urlauber hätten damit einen Anspruch auf Rückzahlung des Reisepreises und müssten sich nicht mit einem Gutschein oder einer Umbuchung zufriedengeben, erklärt die Verbraucherzentrale.

Allerdings ist eine Reisewarnung keine Garantie, dass eine kostenlose Stornierung immer möglich ist. Entscheidend ist nicht nur die Reisewarnung, sondern auch die juristische Frage: Liegen "außergewöhnliche, unvermeidbare Umstände" vor, die gegen eine Reise in das jeweilige Land sprechen? Der Veranstalter kann in jedem Einzelfall auf einer Prüfung bestehen.

Storno bei Reisehinweis:

Für ein Teil der europäischen Länder gibt es aktuell nur noch Reisehinweise. Das hat Auswirkungen auf Storno-Möglichkeiten. Für Pauschalreisen gelten dann zunächst einmal die im Reisevertrag festgelegten Storno-Bedingungen. Viele Reiseveranstalter verlangen von ihren Kunden An- und Restzahlungen für Reisen ins EU-Ausland seit dem 15. Juni.

Allerdings gehen Experten der Verbraucherzentrale in einem Gutachten davon aus, dass Auslands-Pauschalreisen trotz der aufgehobenen Reisewarnung bis voraussichtlich 14. September in aller Regel kostenlos stornierbar sind. Der Grund: Die Umstände der Corona-Pandemie führten zu einer "erheblichen Beeinträchtigung der Reise".

Kunden müssten aber selbst aktiv werden: den Reiserücktritt erklären, die Anzahlung zurückverlangen und die Restzahlung nicht leisten. Sonst habe der Veranstalter weiter Anspruch auf Zahlung des Restpreises.

Stand: 30.08.2020

Was ist mit der Stornierung von Individualreisen?

Wer eine Individualreise wegen Corona storniert, hat es oft schwer, sein Geld zurückzubekommen. Im Zweifel hilft die Verbraucherzentrale NRW weiter. Sie informiert auch über weitere Details und Rechtliches.

Auch Bahnreisende sollten aufgrund der weiterhin unbeständigen Gesamtsituation vorausschauend planen, sagte eine Pressesprecherin der Deutschen Bahn dem WDR. So werden Buchungen von stornierbaren Tickets empfohlen, um bis zum Reisetag flexibel zu bleiben. Auch bei einem Sparpreis-Ticket seien Stornierungen möglich, dann allerdings nur in Form eines Gutscheins abzüglich eines Bearbeitungsentgelts von zehn Euro.

Stand: 17.09.2020

Kann ich mein Flugticket umtauschen? Und wie?

Die Reisewarnung für 160 Nicht-EU-Länder für nicht notwendige, touristische Reisen ist von der Bundesregierung bis zum 14. September 2020 verlängert worden. Tickets für Flugreisen in dieser Zeit können umgetauscht werden. Die Airlines müssen die Kosten dann erstatten.

Fluggesellschaften wünschen sich oft, dass Reisende umbuchen statt umtauschen. Davon rät die WDR-Serviceredaktion ab, weil noch unklar ist, wie lange die Lage anhält und welche Airlines in der Corona-Krise möglicherweise pleitegehen. Eine verpflichtende Gutscheinlösung hat die EU-Kommission inzwischen abgelehnt, Kunden müssen sich mit einem Gutschein nicht abfinden.

Mehrere Airlines lassen sich bei der Rückzahlung des Ticketpreises für stornierte Flüge allerdings extrem viel Zeit, darunter auch Unternehmen wie Ryanair.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen sieht den Fall sehr klar: Wird ein Flug annulliert, erhält der Kunde den Ticketpreis zurück. Soll ein Flug trotz Einreiseverbots am Zielort stattfinden, kann nach Auffassung der Verbraucherschützer ebenfalls das Geld zurückverlangt werden.

Stand: 30.08.2020

Hilft eine Reiserücktrittsversicherung?

Nein. Laut Verbraucherzentrale NRW tritt eine Reiserücktrittsversicherung nur bei Krankheit oder Tod eines nahen Angehörigen ein. Angst vor einer Infizierung ist kein Grund. Auch wer selbst mit dem Coronavirus infiziert ist, kann nicht sicher sein, sein Geld zurückzubekommen. Die meisten Versicherungen schließen bei von der WHO erklärten Pandemien eine Zahlung vertraglich aus.

Viele Reiseveranstalter und Airlines bieten ihren Kunden aber teilweise aus Kulanz einen Gutschein oder eine Teilrückzahlung der Kosten an. Bei manchen Versicherungen ist laut Zeitschrift "Finanztest" Kurzarbeit eine Reiserücktrittsgrund.

Stand: 30.08.2020

Gibt es eine Gutscheinlösung für abgesagte Pauschalreisen?

Ja, das hat der Bundestag Anfang Juli beschlossen. Mit der neuen Regelung müssen Reiseveranstalter bei Absagen von Pauschalreisen wegen Corona statt der Erstattung der Anzahlungen einen Reisegutschein im gleichen Wert anbieten.

Die Gutscheine werden vom Staat gegen eine mögliche Insolvenz des Reiseveranstalters abgesichert. Reisende sind aber nicht verpflichtet, sie anzunehmen. Wird der Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss das Geld in Höhe des Reisepreises ausgezahlt werden.

Stand: 10.08.2020

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Maskenpflicht im Flieger - welche Auflagen machen Airlines?

Innerhalb der EU: Im Flugzeug gilt EU-weit eine Maskenpflicht für alle Fluggäste ab sechs Jahren. Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es nur mit Attest - und auch hier gelten teils strenge Regeln.

Die Lufthansa zum Beispiel hat ihre Regeln an Bord ihrer Maschinen gerade verschärft. Bislang genügte ein formloses ärztliches Attest, um an Bord keine Mund-Nase-Bedeckung tragen zu müssen. Vom 1. September an müssen Lufthansa-Passagiere zusätzlich einen negativen Corona-Test vorlegen, der zum geplanten Abflug nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Außerdem müssen Atteste auf einem Lufthansa-Formblatt vorgelegt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Mit den neuen Regeln werde ein besserer Schutz für alle Fluggäste sichergestellt. Sie gelten für alle Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns.

Außerhalb der EU: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Flugzeug ist nicht bei allen Airlines für Passagiere Pflicht - aber bei den meisten, schreibt die Internationale Flug-Transport-Vereinigung (IATA).

  • Stand: 06.09.2020

  • Ohne Maske: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr im Flugzeug?

    US-Forscher haben simuliert, was passiert, wenn eine Person an Bord eines Flugzeugs ohne Maske hustet. Die wissenschaftliche Simulation zeigt, wie sich die ausgestoßenen Tröpfchen vor allem auf die Nachbarsitze rechts und links verteilen.

    Der Sitz direkt neben einem kranken Passagier sei daher am gefährlichsten, sagen die Forscher. Die Simulationen zeigten, dass die Tröpfchen bis zu vier Minuten lang an Bord zirkulieren können, bevor sie in der Klimaanlage gefiltert werden.

    Stand: 13.08.2020

    Was gilt für Busreisen?

    Busreisen sind seit Ende Mai wieder erlaubt. Allerdings ist das Angebot der Unternehmen noch eingeschränkt. An Bord gilt Maskenpflicht, die Toiletten bleiben geschlossen, die Fahrzeuge werden nach jeder Fahrt desinfiziert. Beim Ein- und Aussteigen muss ein Abstand von 1,50 Meter eingehalten werden.

    Stand: 01.07.2020

    Welche Regeln gelten an Flughäfen?

    In NRW müssen Passagiere auf dem gesamten Flughafengelände eine Mund-Nasen-Maske tragen. In anderen Bundesländern reicht es teilweise, wenn die Maske in den Terminals getragen wird.

    Passagiere müssen überall den Mindestabstand einhalten - auch in Warteschlangen.

  • Stand: 06.09.2020

  • Kann ich mich in Bus oder Bahn anstecken?

    Ja. Deshalb gilt in Bussen und Bahnen in Nordrhein-Westfalen seit Ende April Maskenpflicht. Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren müssen Mund und Nase bedecken. Wer keine Atemschutzmaske hat, kann auch ein Tuch oder einen Schal nehmen. Damit will die Landesregierung die Ausbreitung der Corona-Pandemie bremsen.

    Vorher hatte das Robert Koch-Institut bereits geraten, Busse und Bahnen selten zu nutzen. Da der empfohlene Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen dort nicht immer eingehalten werden kann, ist von einer erhöhten Ansteckungsgefahr auszugehen. Diese soll durch die Maskenpflicht zumindest reduziert werden.

    Stand: 13.08.2020

    Weitere Antworten zu Corona

    Antworten auf Fragen rund um Corona und die Themen Gesundheit, Alltag, Arbeit, Masken und Bildung finden Sie in weiteren FAQ:

    Stand: 21.10.2020, 09:28