Zelt und Wohnwagen immer beliebter

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Zelt und Wohnwagen immer beliebter

Von Nico Rau

  • Der Boom in Deutschland hält an
  • Deutsche Campingplätze günstiger als der europäische Durchschnitt
  • Wohnmobile werden immer beliebter

Im letzten Jahr setzte die Camping-Branche satte zehn Milliarden Euro um. Ein Umsatzplus von fast 18 Prozent. Die größte Wachstumsrate bei den Übernachtungen kann Nordrhein-Westfalen mit seinen 240 Campingplätzen vorweisen.

Cooles Campen

Ob mit Zelt oder Wohnmobil – die Deutschen entdecken wieder das Campen

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Günstig: Deutsche Campingplätze liegen preislich leicht unter dem europäischen Schnitt. Durchschnittlich rund 29 Euro zahlen hier drei Personen mit Zelt in der Hochsaison, das hat der ADAC ausgerechnet. Der europäische Durchschnitt ist gut fünf Euro teurer.

Günstig: Deutsche Campingplätze liegen preislich leicht unter dem europäischen Schnitt. Durchschnittlich rund 29 Euro zahlen hier drei Personen mit Zelt in der Hochsaison, das hat der ADAC ausgerechnet. Der europäische Durchschnitt ist gut fünf Euro teurer.

Nordrhein-Westfalen hat beim Camping die höchsten Wachstumszahlen deutschlandweit. Über die Hälfte der Gäste kommt aus den Niederlanden und übernachtet am liebsten in den Mittelgebirgen Sauerland und Eifel. Die Niederländer sparen nicht nur bei der Platzmiete. Auch die Lebensmittel kosten in Deutschland ungefähr 20 Prozent weniger.

Aber es zieht ebenso sehr viele deutsche Urlauber auf die Campingplätze unserer niederländischen Nachbarn. Dort müssen sie allerdings ungefähr 11 Euro mehr pro Nacht zahlen. Im Schnitt zahlen drei Personen mit Zelt gut 40 Euro für eine Übernachtung.

1,4 Millionen Campingfahrzeuge sind in Deutschland zugelassen, vor allem Wohnmobile und Caravans. In der Standardausführung kostet so ein Gefährt zwischen 45.000 und 70.000 Euro. Wer die fahrbare Unterkunft lieber mieten möchte, muss pro Urlaubstag zwischen 110 und 140 Euro einrechnen.

Garantiert trocken: Indoor-Camping gibt es beispielsweise in Berlin, Bonn und in Alkmaar in den Niederlanden. Dort können Campingfreunde ihr Plätzchen in einem bunten Mix aus feststehenden Wohnmobilen und Zelten finden. Ob umgebaute VW-Busse, Trabbis oder auch Camping-Equipment im 60er Jahre Stil – vieles ist möglich.

Deutsche Wohnmobilbesitzer bleiben mit ihrem Gefährt am liebsten zuhause - Deutschland steht auf Platz 1 der Lieblingsziele. Platz 2 belegt Italien, Kroatien folgt auf Platz 3. Frankreich landet auf Platz 4 und Norwegen auf Platz 5.

Deutschlands größter Campingplatz liegt auf der Rhein-Halbinsel Grav bei Wesel. Über zwei Millionen Quadratmeter Fläche bieten in Spitzenzeiten bis zu 15.000 Menschen Platz. Allein die 2000 Dauerstellplätze bringen den Betreibern jährlich Pachteinnahmen von 1,4 Millionen Euro ein. Hier gibt es sogar eine eigene Feuerwehr.

Am günstigsten schläft es sich natürlich in der freien Natur. Allerding ist das meist nicht mehr erlaubt. Mindestens 90 Euro kostet wildes Camping in den Niederlanden. In Deutschland beginnen die die Bußgelder bereits bei fünf Euro, aber auch bei uns sind bis zu 80 Euro Strafe möglich.

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WDR 2 Servicezeit | 17.05.2018 | 03:20 Min.

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Stand: 17.05.2018, 14:11