Sehenswertes in der Hauptstadt: Taminas Berlin-Highlights

Sehenswertes in der Hauptstadt: Taminas Berlin-Highlights

Von Matthias Ebel

Nur 300 Euro haben Tamina Kallert und ihr Kameramann Uwe zur Verfügung, um Berlin zu erkunden. Klar, dass die beiden darum vor allem auf der Suche nach preisgünstigen Sehenswürdigkeiten sind.

Sammlung Boros

In einem wuchtigen Hochbunker in Berlin-Mitte, in dem schon Bananen gelagert und Techno-Partys gefeiert wurden, befindet sich nun die Sammlung Boros – eine Privatsammlung für zeitgenössische Kunst. Die Sammlung ist in Privatbesitz von Christian und Karen Boros, die den Bunker im Jahre 2003 kauften und die fünf Etagen in ein Privatmuseum umgestalteten. Seit 2008 werden Ausschnitte der Sammlung in einem umgebauten Bunker der Öffentlichkeit gezeigt. Den Bunker kann man nur im Rahmen einer Führung besichtigen. Man muss ich vorher auf der Webseite sammlung-boros.de anmelden. Eintritt (Stand Januar 2016): 12 Euro.

Kunstausstellung in dem Museum der Familie Boros.

Die Sammlung Boros befindet sich in einem umgebauten Bunker.

East Side Gallery

Eine dauerhafte Open-Air-Galerie bietet das Denkmal East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain auf dem längsten noch erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer. Im Frühjahr 1990, nach der Öffnung der Berliner Mauer, wurde dieses Teilstück von 118 Künstlern aus 21 Ländern auf einer Länge von 1316 Metern bemalt. Die Künstler kommentierten in gut 100 Gemälden auf der ehemals Ost-Berlin zugewandten Seite der Mauer mit den unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln, die politischen Veränderungen der Jahre 1989/90.  Das spontane Kunstwerk zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof steht mittlerweile unter Denkmalschutz und zeugt noch heute von den Hoffnungen und der Freude, die kurz nach dem Mauerfall in Berlin überall zu spüren waren.

Bunt bemalter Teil der Berliner Mauer.

Ein Teil der Berliner Mauer ist als Gedenkstätte erhalten geblieben.

Oberbaumbrücke

Der ehemalige Grenzübergang verbindet seit 1896 die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg miteinander. Die aufwändig gestaltete Brücke wurde architektonisch verkleidet und mit figürlichem Schmuck versehen und gilt heute als die schönste Brücke Berlins. In Sichtweite zur Brücke steht im Flussbett die höchste Statue Berlins: „Molecule Men“. Mit Blick auf die Spree kann man hier einen tollen Sonnenuntergang genießen.

Blick auf die Oberbaumbrücke in Berlin mit aufwändiger architektonischer Verkleidung aus den 1890er Jahren.

Die schönste Brücke Berlins verbindet die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg.

Gedenkstätte Berliner Mauer

Was wäre Berlin ohne die Berliner Mauer? Am historischen Ort in der Bernauer Straße erstreckt sich die Gedenkstätte der Berliner Mauer auf 1,4 Kilometer Länge über den ehemaligen Grenzstreifen. Am zentralen Erinnerungsort an die deutsche Teilung befindet sich das letzte originale Stück der Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist.

Gebäude der Gedenkstätte Berliner Mauer.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer erinnert an die Teilung Deutschlands nach dem Krieg.

Prinzessinnengarten

Wie wäre es mit Landleben mitten in der Großstadt? Auf einer seit Jahrzehnten brachliegenden Fläche findet man genau das – mitten in der Stadt wird zwischen Kreisverkehr und U-Bahnhof gegärtnert. Menschen stehen hier in Beeten, wandeln zwischen den Pflanzungen oder sitzen in der Sonne beim Kaffee. Der urbane Nutzgarten wurde 2009 von Nachbarn, Interessierten und Freunden aufgebaut. Mit Ausnahme von schlechtem Wetter und im Winter ist der Garten jeden Tag geöffnet.

Aussichtsplattform Panoramapunkt

Die besten Blicke auf die Highlights der Stadt und eine Sicht bis zum Teufelsberg bietet der Panoramapunkt auf dem Kollhoff-Tower, direkt am Potsdamer Platz. Wem das noch nicht reicht, der kann sich im schnellsten Aufzug Europas nach oben transportieren lassen, im Panoramacafé mit Sonnenterasse seinen Drink genießen oder die multimediale Freiluftausstellung in über 100 Metern Höhe begutachten. Eintritt: ab 6,50 Euro.