Neue Gesetze gegen Party-Tourismus auf den Balearen

Touristen liegen dicht gedrängt am Strand

Neue Gesetze gegen Party-Tourismus auf den Balearen

  • Neue Regelungen auf den Balearen gegen Party-Touristen
  • Gesetz gilt für Partystrände auf Mallorca und Ibiza
  • Es drohen bis zu 600.000 Euro Strafe

Mit neuen Regelungen will die Regionalregierung der Balearen gegen sogenannten Sauf-Tourismus auf Mallorca und Ibiza vorgehen. Am Freitag wurde ein Erlass verabschiedet, wonach All-Inklusive-Hotels etwa an der Playa de Palma ab Februar nicht mehr unbegrenzt kostenfreien Alkohol anbieten dürfen.

Wie Tourismusminister Iago Nerueguela erklärte, dürfen All-Inklusive-Hotels nur noch zu den Mittags- und Abendmahlzeiten je drei alkoholische Getränke umsonst anbieten. Zudem werden in Bars und Restaurants Happy Hours und andere Angebote, die zu übermäßigem Alkoholkonsum einladen, verboten. In Läden gilt zwischen 21.30 und 8.00 Uhr morgens ein Verkaufsverbot für Alkohol.

Regelung für Ballermann, Magaluf und Sant Antoni de Portmany

Das neue Gesetz gilt nicht für ganz Mallorca, sondern nur für zwei als problematisch geltende Gebiete der spanischen Insel: für die Playa, den sogenannte Ballermann, und die im Südwesten liegende britische Urlauberhochburg Magaluf. Außerdem ist die Region Sant Antoni de Portmany auf Ibiza betroffen.

Bei Verstößen drohen hohe Strafen: Hotelbetreiber und Inhaber von Bars oder Geschäften können für unerlaubten Alkoholausschank gar mit Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro belegt werden.

dpa | Stand: 20.01.2020, 16:08