Treppenstufen auf dem Spazierweg nahe der Pluto-Halde bei Herne

Spaziergang zur Pluto-Halde Herne

Stand: 23.09.2022, 16:47 Uhr

Die einstige Bergehalde der Zeche Pluto in Herne-Wanne ist heute ein Naherholungsgebiet mit wiedererwachter Natur – ein Aufstieg auf den Haldengipfel führt über 40 Stufen hinauf zum höchsten Punkt von Wanne-Eickel und belohnt Atemlosigkeit mit einem sagenhaften Blick über das Revier!

Von Ulrike Modrow

Spaziergang zur Pluto-Halde Herne

WDR 4 Spaziergang 25.09.2022 02:13 Min. Verfügbar bis 24.09.2023 WDR 4 Von Ulrike Modrow


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Zum höchsten Punkt von Wanne-Eickel

Wo einst Zechen-Abraum abgekippt wurde und Züge voller Stahl und Erz auf ihren Gleisen quietschten, zwitschern heute Vögel im Naturschutzgebiet: Die Pluto-Halde liegt direkt neben der ehemaligen Erzbahntrasse, die der Regionalverband Ruhr zu einem tollen Rad- und Spazierweg umgebaut hat.

Treppenstufen auf dem Spazierweg nahe der Pluto-Halde bei Herne

Die Erzbahntrasse führt von Gelsenkirchen bis nach Bochum; ein Abstecher zur Pluto-Halde lohnt sich – nicht nur wegen der Ausblicke von der Kanzel des 2014 errichteten Aussichtsturms.

Die Erzbahntrasse führt von Gelsenkirchen bis nach Bochum; ein Abstecher zur Pluto-Halde lohnt sich – nicht nur wegen der Ausblicke von der Kanzel des 2014 errichteten Aussichtsturms.

Die Erzbahntrasse beginnt am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen. Hier schwebt die "Grimberger Sichel" fast schwerelos über dem Wasser. Die filigrane, 150 Meter lange Hängebrücke wird an Stahlseilen von einem einzigen, 48 Meter hohen Stahlpylon gehalten. 2010 wurde die Brücke mit dem European Steel Bridges Award geadelt.

Über die alte Bahnstrecke geht es Richtung Herne, vorbei am Grimberger Hafen auf der rechten Seite und der Gelsenkirchener "Zoom Erlebniswelt" auf der linken Seite. Mit etwas Glück kann man an einigen Stellen durch den Zaun in den Zoo hineinschauen.

Über den "Hüller Bach", der gerade renaturiert wird, läuft man nun durch ein Gewerbegebiet.

Am Wegesrand trifft man mehrfach auf diese bemoosten Betonklötze – sogenannte "Ein-Mann-Bunker" aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie boten damals den Streckenbegleitern Schutz vor Luftangriffen und sollen heute als Mahnmal dienen.

Unter der A42 hindurch führt der Weg jetzt auf Herner Stadtgebiet weiter.

Linkerhand biegt nun ein kleiner Pfad zur Pluto-Halde ab.

Der Weg führt in ein idyllisches Naturschutzgebiet. Bänke am Wegesrand laden zum Genießen und Ausruhen ein.

Von weitem ist der Aussichtsturm auf dem Haldengipfel bereits zu sehen.

Rund einen Kilometer Luftlinie entfernt: die Zeche Pluto, ein Steinkohlebergwerk, das von 1860 bis 1976 in Betrieb war. Aus dem Zechen-Abraum entstand die Halde Pluto.

40 Stufen muss man bis zum Haldengipfel mit der Aussichtskanzel erklimmen: 75 Meter über dem Revier ragt sie in den Himmel.

Von der Plattform genießt man einen Panorama-Blick über die Haldenlandschaft und weite Teile des Ruhrgebiets.

Anfahrt:

Zum Start an der "Grimberger Sichel":

Parkplatz Nähe Willy-Brandt-Allee 543
45889 Gelsenkirchen

Zum Start direkt an der Halde Pluto:

Anreise mit dem Auto: A42 bis Ausfahrt 18 Gelsenkirchen-Bismarck. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Oberhausen links abbiegen auf die Reckfeldstraße. Nach ca. 600 m an der Ampel links in die Bickernstraße. Am Ende der Häuser vor der Brücke am Rand parken. Zu Fuß bis zur Brücke der Erzbahn und rechts über die Rampe zum Rad- und Wanderweg. Rechts halten und die Brücke überqueren. Nach einigen hundert Metern weist ein Wegweiser rechts zur Pluto-Halde.

Zieleingabe ins Navigationssystem: Bickernstraße in Gelsenkirchen – Übergang zu Wilhelmstraße in Herne (Achtung Stadtgrenze!)

Anreise mit Bus und Bahn: Mit dem Fern- oder Nahverkehr bis Wanne-Eickel Hbf. Von dort mit dem Bus der Linie 384 bis Reckfeldstraße. Zu Fuß bis zur Brücke der Erzbahn zurücklaufen und rechts über die Rampe zum Rad- und Wanderweg. Rechts halten und die Brücke überqueren. Nach einigen hundert Metern weist ein Wegweiser rechts zur Pluto-Halde.

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