Radieschen - klein, aber oho

Radieschen - klein, aber oho

Von der Saat in den Salat in Rekordzeit. Radieschen wachsen schnell und sind echte Diätwunder. Doch die kleinen Vitaminbomben können noch mehr.

Viel mehr Sorten als man denkt

Radieschen sind manchmal ganz schön scharf. Als Kreuzblütler sind sie mit Rettich oder Kohl artverwandt – haben aber deutlich mehr Feuer. Was nicht jeder weiß: Es gibt sie auch in weiß, in lila und sogar mit Farbverlauf. Diese außergewöhnlichen Sorten bringen geschmacklich eine Menge Vielfalt mit.

French Breakfast Radieschen sind trotz ihrer feurigen Optik eher mild aber trotzdem geschmacksintensiv, ebenso wie die lila Viola und die weiße Albena. Schärfer sind zum Beispiel die langstieligen Eiszapfen. Beim Geschmack kommt’s aber nicht nur auf die richtige Sorte an.

Auf regionales Gemüse achten

Wer schon einmal außerhalb der Hauptsaison Radieschen im Supermarkt oder dem Discounter gekauft hat, kennt das Problem: Die kleinen roten Knollen haben keinen Biss. Weder im wörtlichen, noch im übertragenen Sinn. Das hängt häufig mit den Produktionsbedingungen im Ausland zusammen. Damit sich der Geschmack eines Radieschens entfalten kann, braucht es nämlich einen nährstoffreichen Boden und ausreichend Zeit zum Wachsen.

Bei der Produktion, vor allem im südeuropäischen Ausland, ist oft beides nicht gegeben. Wer seine Radieschen nicht nur als Deko oder bunte Salatbeilage mag, für den lohnt es sich also auf die Erntesaison im Frühsommer zu warten. Dann gibt’s aus regionalem Anbau richtig gute, würzige Radieschen.

Gesunde Schärfe

Die Schärfe im Radieschen ist übrigens ein Abwehrmechanismus. Wenn Radieschen beschädigt werden, schützen sie sich selbst mit Senfölen. Wenn Ihnen die Radieschen mal zu scharf sind, hilft ein einfacher Trick: Eine Prise Salz entzieht dem Radieschen neben Wasser auch diese Senföle und macht sie direkt eine ganze Spur milder.

Wem die Würze nichts ausmacht, der sollte aber ungesalzen zuschlagen, denn Senföle wirken auch antibakteriell und beugen zum Beispiel Gallensteinen vor.

Davon abgesehen sind Radieschen auch echte Diät-Wunder. Sie bestehen zu 95 Prozent aus Wasser und haben deshalb kaum Kalorien. Dafür aber eine Menge Ballaststoffe, die ein Sättigungsgefühl erzielen.

Vielfältige Blätter

Die gleichen gesunden Stoffe wie die Knolle bietet übrigens auch das Blatt des Radieschens. Mit einem leicht nussigen Geschmack erinnern sie ein wenig an Rucola-Salat und können genauso vielfältig genutzt werden. Als Salat, im Smoothie oder in einer Radieschenblätter-Pesto – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn Sie die Radieschen eine Weile lang lagern möchten, sollten Sie die Blätter aber vorher abschneiden und separat aufbewahren, denn die entziehen dem Radieschen Wasser und sorgen nach einer Weile dafür, dass es austrocknet.

Stand: 08.05.2019, 12:33