Komplimente machen - aber richtig

Mann küsst Frau

Komplimente machen - aber richtig

Von Friederike Müllender

  • Komplimente sollten ehrlich gemeint sein
  • Nicht jedes Kompliment kommt an
  • Auf der Arbeit lieber loben

Ehrlichkeit ist wichtig

Wie gut ein Kompliment tatsächlich bei meinem Gegenüber ankommt, hängt an vielen Faktoren. Ein wichtiger Punkt für ein gutes Kompliment ist Ehrlichkeit, sagen Psychologen. Wer ein ehrliches Kompliment ohne Hintergedanken verteilt, schafft es meistens, bei seinem Gegenüber anzukommen.

Komplimente machen - aber richtig

WDR 2 Servicezeit 14.08.2018 02:56 Min. WDR 2

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Das gleiche Kompliment - unterschiedliche Reaktionen

Manchmal haben es gerade Personen, die einem sehr nahe stehen, schwer, ein Kompliment zu machen. So werden Komplimente der Eltern oder der engsten Freunde teilweise einfach nicht richtig „geglaubt“, erklären Familientherapeuten. Anders ist das wiederum bei Personen, die man schätzt. Wird der eigene Kleidungsstil etwa von jemandem gelobt, dessen Kleidungsstil man selbst toll findet, freut man sich besonders. Das gleiche gilt für Komplimente von Kollegen oder Chefs, die man schätzt. Das gleiche Kompliment von verschiedenen Menschen kann also völlig unterschiedliche Reaktionen hervorrufen.

Komplimente auf der Arbeit

Unter Kollegen kann ein ernst gemeintes Kompliment viel Wertschätzung ausdrücken, gerade wenn es um den Beruf geht - sei es ein Kompliment zu gelungenen Präsentationen oder zur reibungslosen Zusammenarbeit. Der Tipp aber: Lieber die berufliche Leistung loben als unbedachte Komplimente verteilen. Auch wenn der Kollege oder Mitarbeiter in seiner neuen Jeans einen besonders knackigen Po hat, sollte man solche Gedanken lieber für sich behalten, raten Kommunikations-Experten. Das zeigt die aktuelle „MeToo“-Debatte. Wichtige Faustregel: Auf das eigene Bauchgefühl hören und dann entscheiden, was angemessen ist und was nicht.

Stand: 14.08.2018, 11:37