Kochmesser im Praxistest

Kochmesser im Praxistest

Von Stephan Creydt

Das Kochmesser ist ein Allrounder in der Küche. Egal ob Fleisch, Obst oder Gemüse – mühelos soll die Klinge durch die Lebensmittel gleiten. Doch welches Kochmesser schneidet im Praxistest am besten ab?

Praxistest: Welches Kochmesser schneidet am besten ab?

Sternekoch Christian Sturm-Willms (Restaurant Yunico im Kameha Grand Hotel Bonn), Anja Krips (Feinkostgeschäft „Le Bouffon“ in Köln) und Hobbyköchin Andrea Otto aus Jüchen schneiden Tomaten, Sellerie, Möhre und harte Salami. Welches Kochmesser hat diese Prüfungen am besten gemeistert? Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie zum Testsieger!

Kyocera, FK-180-BK Keramikmesser, Klinge 18cm

Kyocera, FK-180-BK Keramikmesser (Klinge 18 cm, ca. 129 Euro)
Die Klinge aus Keramik, der Griff allerdings aus Kunststoff. Das kommt bei unseren Testern nicht so gut an, zumal die Klinge in den Griff „rein geklebt“ ist, bemängelt Sternekoch Christian Sturm-Willms. Das Schneiden feiner Tomatenscheiben ist kein Problem, selbst wenn man eine ganze Tomate einfach auf die Klinge fallen lässt, wird sie sauber durchtrennt. Anstrengender ist dagegen das Zerschneiden härterer Lebensmittel: „Bei der Salami muss man starken Druck ausüben“, beklagt Hobbyköchin Andrea Otto. Immerhin: beim Falltest auf Fliesen zerspringt das Keramikmesser nicht, sondern bleibt unbeschädigt.

Kyocera, FK-180-BK Keramikmesser (Klinge 18 cm, ca. 129 Euro)
Die Klinge aus Keramik, der Griff allerdings aus Kunststoff. Das kommt bei unseren Testern nicht so gut an, zumal die Klinge in den Griff „rein geklebt“ ist, bemängelt Sternekoch Christian Sturm-Willms. Das Schneiden feiner Tomatenscheiben ist kein Problem, selbst wenn man eine ganze Tomate einfach auf die Klinge fallen lässt, wird sie sauber durchtrennt. Anstrengender ist dagegen das Zerschneiden härterer Lebensmittel: „Bei der Salami muss man starken Druck ausüben“, beklagt Hobbyköchin Andrea Otto. Immerhin: beim Falltest auf Fliesen zerspringt das Keramikmesser nicht, sondern bleibt unbeschädigt.

365+ Kochmesser von Ikea (Klinge 20 cm, ca. 20 Euro)
Das Messer ist aus einem Stück Edelstahl gefertigt, nichts ist angeklebt oder genietet. Der Griff liegt zudem gut in der Hand, allerdings bemängeln unsere Tester hier die Fugenrillen: „Das ist nicht so hygienisch, da kann etwas drin kleben bleiben“, befürchtet Andrea Otto. Beim Tomatentest überzeugt das Messer in allen Belangen: es ist sehr scharf, das Arbeiten ist mühelos, auch die fallende Tomate wird sauber halbiert. Anschließend werden die guten Ergebnisse auch beim härteren Schnittgut bestätigt.

Herder Windmühlenmesser, Kochmesser, Griff Pflaumenholz (Klinge 18,2 cm, ca. 127,50 Euro)
Das formschöne Kochmesser mit Pflaumenholzgriff begeistert unsere Tester zunächst – bis sie es ausprobiern. Das Messer ist zur Überraschung aller stumpf, nur mit viel Druck arbeitet es. Dieses Messer schafft es als einziges nicht, die fallende Tomate zu zerteilen und auch bei allen weiterem Schnittgut gibt es Probleme.

Der Testsieger: Zwilling, Twin Cuisine Kochmesser (Klinge 20 cm, ca. 99,50 Euro)
Ergonomischer Griff, durchgehende Klinge aus Spezial-Stahl, formschönes Design – dieses Messer ist der klare Favorit unserer Tester. Im Test lässt sich das Messer gut führen – und es ist sehr scharf. „Man muss keinen Druck ausüben“ freut sich Hobbyköchin Andrea Otto. Das hervorragende Ergebnis bestätigt sich: egal ob Sellerie, Salami oder Möhre - alles wird sauber und mühelos zerlegt.

Stand: 11.03.2017, 16:00