Eichhörnchen und Igel brauchen unsere Hilfe

Eichhörnchen und Igel brauchen unsere Hilfe

Von Friederike Müllender

  • Die Menschen müssen helfen
  • Keine Kuh-Milch füttern
  • Entkräftete Tiere zu Auffangstationen bringen

Um dem fehlenden Futter in der Natur etwas entgegen zu setzen, raten Tierschützer dazu, Futter für die Wildtiere auszulegen. Das Futter dabei am besten einfach in Schalen, Vogelhäuschen oder Futterkästchen legen, damit sich etwa Eichhörnchen daran bedienen können. Unbehandelte Nusssorten eignen sich dafür sehr gut. Auf Eicheln oder Kastanien sollte man aber dabei verzichten. Wer keine Ratten anlocken möchte, kann das Futter im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse etwas oberhalb des Bodens positionieren, sodass Ratten nicht ans Futter kommen.

Entkräftete Eichhörnchen zu Auffangstationen bringen

Zahlreiche Auffangstationen in NRW haben in diesem Jahr besonders viel zu tun. Vor allem Hörnchen mit Knochenbrüchen sind in diesem Jahr besonders häufig, Tierschützer vermuten, dass die Muttertiere durch den Futtermangel keine gute Milch geben können. Wer ein erschöpftes Tier findet, sollte es zunächst gut wärmen und dann zu einer nahegelegenen Auffangstation bringen. Gerade ganz jungen Eichhörnchen, die ihre Augen noch nicht richtig öffnen können, sollte man kein Wasser oder Tee einflößen, die Gefahr, dass sich die kleinen Tiere verschlucken und es zu einer Lungenentzündung kommt sind zu groß.

Auch Igel betroffen

Die heißen Temperaturen haben auch dafür gesorgt, dass viele Igel unterernährt sind. Ein Igel der unter 400 Gramm wiegt, wird diesen Herbst und Winter nicht ohne menschliche Hilfe überleben können, schätzen Tierschützer. Trockenes Katzenfutter eignet sich besonders gut, um Igel wieder aufzupäppeln, frisches Obst und Kuh-Milch hingegen schaden den Igeln nur, da sie diese Lebensmittel nicht verstoffwechseln können.

Eichhörnchen und Igel brauchen unsere Hilfe

WDR 2 Servicezeit | 10.09.2018 | 03:13 Min.

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Stand: 20.09.2018, 15:00