Von der Hohensyburg zum Bergwerk Graf Wittekind

WDR 4 Spaziergang: Von der Hohensyburg zum Bergwerk Graf Wittekind

Von der Hohensyburg zum Bergwerk Graf Wittekind

Von Claudia Kracht

Hoch über dem Ruhrtal – zwischen Dortmund und Hagen – thront die hochmittelalterliche Steinburg-Ruine der Hohensyburg. Ringsherum viel Wald, Wiesen und sehr schöne Spazierwege. Aber ganz besonders herausragend ist der Weg von der  Hohensyburg den Bergbauweg entlang zum ehemaligen Bergwerk "Graf Wittekind". Hier lebt die Vergangenheit noch, man kann sie fühlen und riechen.

Von der Hohensyburg zum Bergwerk Graf Wittekind

WDR 4 Spaziergang 24.06.2018 02:13 Min. WDR 4

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Vom Hochmittelalter zum Bergbau

Wie die Arbeit unter Tage war, kennen viele Menschen im Ruhrgebiet nur noch aus Erzählungen ihrer Großeltern. Der Bergbauweg von der hochmittelalterlichen Hohensyburg zum ehemaligen Bergwerk "Graf Wittekind" lässt Wanderer in die Vergangenheit eintauchen.

WDR 4 Spaziergang: Von der Hohensyburg zum Bergwerk Graf Wittekind

Claudia Kracht war mit Heinz-Ludwig Bücking im Besucherbergwerk "Graf Wittekind" auf den Spuren der Bergleute unter Tage, inklusive Muskelkater und blauer Flecken.

Claudia Kracht war mit Heinz-Ludwig Bücking im Besucherbergwerk "Graf Wittekind" auf den Spuren der Bergleute unter Tage, inklusive Muskelkater und blauer Flecken.

Von der Hohensyburg aus hat man einen fantastischen Blick über das Ruhrtal und den Hengsteysee. Er ist der älteste der sechs Ruhrstauseen, welcher die Ruhr auf ihrem Weg von der Quelle bis zur Mündung passiert. An ihn grenzen die Städte Hagen, Dortmund und Herdecke.

Etwas unterhalb der Hohensyburg führt der Syburger Bergbauweg in den Wald. Hier geht es an versteckten Stolleneingängen und Trichtern von eingestürzten Schächten mitten durch den Wald bis zum Besucherbergwerk Wittekind. 

Viele Hinweisschilder weisen den Weg durch den dichten Wald. Die Schilder sowie der gesamte Bergwerkerhalt wird in mühevoller ehrenamtlicher Arbeit durch den Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. erarbeitet und somit das Andenken an den Bergbau bewahrt.

Dirk Balke führt eine Besuchergruppe durch das Bergwerk. Das Interesse ist groß. Einmal durch den alten Stollen krabbeln und unter echten Bedingungen das harte Leben der Bergleute nach empfinden. Die Touren durch das Besucherbergwerk sind sehr beliebt – und zwar so, dass ehrenamtliche Helfer kaum noch nach kommen – und dringend Leute suchen, die sie unterstützen.  

Heinz-Ludwig Bücking vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. führt jährlich hunderte Besucher durch die Tiefe und kümmert sich mit vielen anderen Helfern darum, dass das alte Bergwerk auch heute noch orginal erhalten bleibt.

Adressen

Hohensyburg
Hohensyburgstraße 200
44265 Dortmund

Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.
Postfach 6172
58454 Witten
Kontakt: info@bergbauhistorie.ruhr

Stand: 23.06.2018, 00:00