Die perfekte Werkbank selbst bauen

Die perfekte Werkbank selber bauen

Servicezeit 25.01.2019 29:20 Min. UT Verfügbar bis 25.01.2020 WDR

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Die perfekte Werkbank selbst bauen

Für jeden Heimwerker kommt irgendwann der Tag, an dem er seine eigene Werkbank braucht. Denn wer zu Hause werkelt, weiß, dass man ohne einen stabilen Arbeitsbereich nicht weit kommt. So bauen Sie die perfekte Werkbank selbst.

Welche Anforderungen haben Sie an Ihre Werkbank?

Zunächst sollten Sie sich über Ihre Bedürfnisse und Anforderungen an eine Werkbank klar werden:

  • Wie viel Platz haben Sie?
  • Für welche Arbeiten wollen Sie die Werkbank nutzen? Wer nur ein paar Bretter sägen will, ist auch mit einer Werkbank aus dem Baumarkt gut bedient.
  • Wollen Sie in der Werkbank Werkzeug und Maschinen lagern?
  • Brauchen Sie praktische Befestigungshilfen auf der Arbeitsfläche?
  • Wollen Sie Profi-Qualität oder genügt Ihnen solide Heimwerker-Qualität?

Bei handelsüblichen Werkbänken muss man Kompromisse machen: Perfekte Maße gibt es selten; fertige Werkbänke passen selten genau an den Platz, an dem man sie haben möchte.

Werkbank selbst bauen – die ersten Schritte

  • Zuerst sind ein Bauplan und Materialauswahl wichtig. Skizzieren Sie den Raum. Wenn Sie Länge und Tiefe der Fläche ausgemessen haben, können Sie die einzelnen Module mit Inneneinteilung skizzieren.
  • Wenn Sie wissen, welche Module Sie benötigen, legen Sie die Maße fest, die einheitlich gelten müssen. Sie legen also Ihre eigene Maßnorm vorher fest.
  • Falls Sie eine Säge einbauen möchten, ermitteln Sie vorher die genauen Außenmaße des Gerätes (B/H/T). Natürlich funktioniert der Einbau auch mit jeder anderen Maschine, vorausgesetzt natürlich, dass sie verschraubbar ist.
Das Bild zeigt Ulf Hogräfer vor der fast fertigen Wekbank.

Arbeitsplatte für Bankhaken System (19 mm) aus massiver Buche

Die Arbeitsplatte der Werkbank sollte aus massiver Buche sein - 50 mm dick. Wir haben dafür ein 19 mm Bankhaken/Bohrloch System gewählt, für das durchgehende Löcher- aber nur bis zur darunter liegenden Deckplatte erforderlich sind. Sobald ein exaktes Raster auf der Platte aufgezeichnet ist, werden die Bohrungen in die jeweiligen Mittelpunkte gesetzt.

Mittels einer Bohrhülse (die in ein Kantholz gesetzt wird) erreicht man eine gute Führung für den Schlangen-Bohrer (ca. 9 Euro). Wichtig: er sollte 190 mm lang sein (wegen der Führungstiefe 50 mm plus Massivholz 50 mm). Bitte bei dieser Arbeit immer gut darauf achten, nicht in die Deckplatte des Moduls zu bohren, sonst fallen später die Bankhaken durch. Bohren Sie die Massivplatten am besten auf zwei Böcke gespannt.

Die Feinwerkzeuge, auch Bankhaken genannt, sind extrem praktische Helfer. Es gibt sie in unzähligen Varianten und Größen/Durchmessern. Die qualitativ hochwertigen Produkte für unsere Werkbank kommen aus Kanada und sind in Deutschland bei einen bestens sortierten Berliner Fachhändler zu bekommen. Als „feine Werkzeuge“ sind sie auch im Internet bestellbar.

Unser Bankhaken Starter-Set:

  • 2/2 runde Bankhaken (kurz: „bench pups“) 19 mm (lang: „bench dogs“)
  • Schutzkappen Set
  • 4 flache Bankhaken aus Kunststoff
  • 1 Niedrigprofil Bankhaken („bench blade“)
  • 1 Schraubzwinge
  • 1 Bohrbuchse (Bohrhülse 19 mm)

Wissenswertes

Alle Module sollten nach der Montage mindestens einmal mit Öl oder Leinölfirnis behandelt werden. Auch die Reibungsstellen beim Sägetisch und die gebohrten Arbeitsplatten aus Buche Massivholz müssen geölt werden.

Öl ist ein perfekter Schutz vor Schmutz und es macht das Eindrehen der Bankhaken leichter. Bei starker Verschmutzung wird die massive Buchenplatte einfach geschliffen. Mit wenig Arbeitsaufwand ist die Oberfläche danach wie neu.

Stand: 25.01.2019, 12:00