Grillpfannen im Praxistest

Grillpfannen im Praxistest

Von Stephan Creydt

Draußen ist es kalt und regnerisch – die Fraktion der Griller zieht es an den Herd, zur Grillpfanne. Schließlich will im Winter niemand auf Steaks und Gemüse mit Grillstreifen verzichten. Doch welche Pfanne kommt vom Ergebnis wirklich an den Holzkohlegrill heran?

Welche Grillpfanne überzeugt im Praxistest?

Klicken Sie sich zum Testsieger

Das Bild zeigt alle getesteten Grillpfannen.

Vier Pfannen treten an. Für uns testen: Michael Wolff, Chef und Koch im renommierten Gourmetrestaurant „Pungshaus“ in Hilden, Anja Tanas, Ernährungswissenschaftlerin und WDR-Food-Expertin aus Köln und Sanja Zivkovic, begeisterte Hobbyköchin.

Vier Pfannen treten an. Für uns testen: Michael Wolff, Chef und Koch im renommierten Gourmetrestaurant „Pungshaus“ in Hilden, Anja Tanas, Ernährungswissenschaftlerin und WDR-Food-Expertin aus Köln und Sanja Zivkovic, begeisterte Hobbyköchin.

Talent Pro Grillpfanne von Tefal

Die Pfanne macht auf unsere Tester einen stabilen Eindruck. Sie hat die nötige Schwere, der Griff liegt gut in der Hand und die Grillrillen sind tief genug. Aber braucht der Boden wirklich einen Thermopunkt, der anzeigt, wann die Pfanne heiß genug ist? Hobbyköchin Sanja Zivkovic hätte lieber stattdessen durchgängige Grillrillen. Denn ausgerechnet in der Mitte, wo die Pfanne am heißesten wird, zerstört der Thermopunkt das Grillmuster.

Das Grillergebnis ist gut, auch wenn an den Ecken etwas Temperatur verloren geht.

Grillpfanne von Culinario

Diese Grillpfanne ist sehr leicht im Vergleich zu den anderen. Sie weist eine Keramikbeschichtung auf. „Das ist superpraktisch. Lässt sich leicht reinigen und man braucht fast kein Fett“, erläutert Ernährungsberaterin Anja Tanas die Vorteile. Die Riffelung des Pfannenbodens ist eher flach.

Die Pfanne wird sehr schnell heiß – allerdings nicht gleichmäßig. Die Mitte wird deutlich heißer als der Rand. Was Auswirkungen auf das Ergebnis hat: Fleisch und Gemüse bekommen nicht die gleiche Temperatur ab, zudem sieht man kein schönes Grillmuster aufgrund der flachen Riffelung.

Grillpfanne Signature von Le Creuset

Diese Pfanne aus emaillierten Gusseisen ist sehr schwer. Da machen die zwei Griffe Sinn. Positiv bewerten unsere Tester auch die zwei Ausgießer und die tiefen Grillrillen. „Ich bin total erstaunt, wie schnell diese dicke gußeiserne Pfanne heiß geworden ist“, bemerkt die WDR-Food-Expertin.

Weiteres Plus: „Die Hitzeverteilung in der Pfanne ist toll. In jeder Ecke ist Hitze“, freut sich Sanja Zivkovic. Vom Ergebnis sind unsere Tester begeistert: Fleisch und Gemüse bekommen schöne, gleichmäßige Grillstreifen.

Grillpfanne Elegance von Rösle

Für die Ernährungswissenschaftlerin ein klarer Vorteil, dass diese Edelstahlpfanne eine Keramikbeschichtung hat. „Man kann schonender garen und fettfrei“ erläutert Anja Tanas. Zweifel kommen eher bei der Wabenstruktur der Grillpfanne auf, zumal die Grillrillen eher flach sind.

Im Praxistest überzeugt die gleichmäßige Wärmeverteilung in der Pfanne. Zudem wird die Hitze in der Pfanne schnell erreicht. Das große Manko bleibt die Wabenstruktur als Grillmuster. Für unsere Tester kein schöner Anblick, zumal durch die flachen Grillrillen sich das beabsichtigte Rautenmuster mit Röstflecken vermischt. „Für dieses Ergebnis hätte ich keine Grillpfanne benötigt, da hätte es auch eine ganz normale Bratpfanne getan“, bilanziert die Hobbyköchin.

Der Testsieger

Eindeutiger Favorit unserer Tester ist die gusseiserne Pfanne von Le Creuset. Sie ist zwar schwer, aber die Wärme verteilt sich sehr gleichmäßig in der Pfanne und die tiefen Grillrillen sorgen für ein perfektes Grillmuster. „Die Fleisch- und Gemüsestücke sahen aus wie vom Holzkohlegrill“, fasst Anja Tanas zusammen.

Stand: 27.11.2017, 12:00