Geranien - Anbau und Pflege

Geranien pflegen

Geranien - Anbau und Pflege

Von Iris Möller-Grätz, Daniela Charlotte Schwalb, Marika Liebsch, Anja Koenzen

Welcher Standort eignet sich? Worauf muss man beim Überwintern achten? Wir geben Pflege-Tipps.

Der ideale Standort

Geranien brauchen Plätze mit ordentlichem Licht und brauchen daher am besten einen Süd-West-Standort. Schatten gilt es weitgehend zu vermeiden. Ideale Temperaturen im Sommer liegen zwischen ca. 19 bis 24 Grad Celsius, also Zimmertemperatur. Mit eher schattigen Plätzen kommen dagegen die Duftgeranien ganz gut klar.

Eine Faustregel: Je sonniger die Geranien stehen, desto blühfreudiger sind sie.

Boden und Düngen

Als Boden eignet sich ein leichtes Mischsubstrat aus sandig-torfiger Erde mit Humus oder Gartenkompost.

Geranien sind Starkzehrer und brauchen dementsprechend reichlich Nährstoffe. Am besten gibt man beim Einpflanzen direkt Langzeitdünger mit in die Erde. Der reicht meist für ein halbes Jahr. Pflanzt man im Frühjahr, düngt man am besten im August/September noch ein wenig mit Flüssigdünger nach.

Anbau

Beim Einpflanzen ab Mai ist ein Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen von circa 20 bis 25 Zentimeter, da Geranien meist schnell und stark wachsen. Manche Geranien bilden nach dem Einpflanzen ein so kräftiges Blattwerk, dass dieses sogar die Ausbildung der Blütenknospen behindern kann. Dann am besten so viele der oberen Blätter abschneiden, dass die inneren Triebe wieder genug Licht und Luft bekommen.

Eintopfen

Gegen Staunässe in den Topfboden eine Drainage aus zum Beispiel Tonscherben oder Kieselsteinen einfüllen. Beim Einfüllen der Erde und beim Einpflanzen auf einen Giessrand achten, sonst wird es dreckig auf Balkon und Terrasse.

Geranien pflegen

Geranien brauchen Plätze mit ordentlichem Licht und brauchen daher am besten einen Süd-West-Standort.

Gießen

Geranien mögen grundsätzlich keine Staunässe. Kürzere sehr trockene Phasen verkraften die Pflanzen in der Regel gut. In der Sommersaison stetig aber maßvoll bewässern, bei hohen Temperaturen braucht die Pflanze natürlich mehr Feuchtigkeit.

Schnitt

  • Winterschnitt: Wenn Geranien überwintert werden sollen, müssen sie geschnitten werden, ansonsten überleben sie es meistens nicht.
  • Frühjahrsschnitt: Wenn man die überwinterten Geranien im Frühling in den Garten oder auf den Balkon auspflanzen möchte.
  • Der Rückschnitt ist einfach, aber ganz schön brutal: Von den über das Jahr prächtig blühenden Pflanzen bleibt am Ende nicht viel mehr übrig, als ein kahles Geäst. Zuerst werden alle Blätter von den Geranien entfernt, egal ob diese vertrocknet oder noch saftig grün sind. Dann die einzelnen Triebe kürzen. In aller Regel spricht man von einer Einkürzung um etwa zwei Drittel auf circa 15 Zentimeter Höhe der Pflanze.

Pflege im Winter

  • Die meisten Pelargonien sind nicht frostfest. Gerade bei Terrassen- oder Balkon-Kultivierung sollte man sie ab Herbst ins Haus holen und in kühlen Räumen überwintern lassen.
  • Freiland-Geranien in den Wintermonaten mit Reisig, Stroh, Jute oder Gartenvlies abdecken. Im Frühjahr ab circa März wieder aufdecken und gleichmäßig nach Bedarf die gießen und dünge.
  • Im Winter kälter als in den Sommermonaten halten, etwa 12 - 15 Grad Celsius im Raum wären optimal. Entsprechend weniger Wasser und keine Düngemittel geben.
  • Unser Tipp: Bevor Sie die Geranien im Frühjahr wieder rausstellen, sollten sie erst einmal abgehärtet werden, bevor sie aus ihrem lauschigen Überwinterungsquartier heraus wieder ins Freie können. Am besten erst einmal den Raum, in dem die Geranien überwintern, großzügig lüften und dann für acht bis zehn Tage in den Schatten hoher Bäume oder einer hohen Mauer stellen.

Geranien kostenlos vermehren und überwintern

Geranien werden oft im Herbst entsorgt, dabei sind die meisten mehrjährig. Man kann sie leicht überwintern: Dinfach nach der letzten Blüte zehn Zentimeter über dem Boden zurückschneiden. Dann hell und kühl (aber frostfrei) durch den Winter bringen. Alle gelblichen Blätter entfernen.

Geranien lassen sich auch über Stecklinge vermehren: Einen nicht blühenden Trieb mit einem sehr scharfen Messer, ohne den Stängel zu quetschen, abschneiden. Die unteren Blätter entfernen und den Trieb in nährstoffarme Anzuchterde stecken. In den ersten zwei Wochen schön feucht halten (eine Folie oder ein anderer Schutz zur Verdunstung ist sinnvoll). Nach kurzer Zeit hat der Steckling Wurzeln gebildet und kann in einen Topf mit klassischer Blumenerde umgepflanzt werden.

Wer seine Blüten-Geranien überwintert, muss sich im nächsten Jahr allerdings etwas gedulden. Diese Pflanzen blühen nicht so früh wie die im Handel vorgetriebenen. Falls ihre überwinterte Pflanze lange weiche, sparrige Triebe ausgebildet hat: Einfach im zeitigen Frühjahr noch einmal zurückschneiden, um sie zu einem üppigeren Wuchs anzuregen.

Unser Tipp: Bei Duftgeranien hat haben sie bei einer Steckligsvermehrung den Vorteil, dass sie sicher sein können, dass da keine chemischen Dünger benutzt wurden bzw. die Geranie gespritzt wurde. So können sie die Duftgeranienblätter kulinarisch sorgenfrei verwenden: Ob zur Aromatisierung von Mineralwasser, für Obstsalate, Kuchen, Eisgerichte oder sogar zum Pesto machen.

Schädlinge

Geranien sind sehr robust. Wenn sie mal erkranken, sind die Probleme meist hausgemacht. Denn wenn sie darauf achten, abgestorbenes Laub, Stängel und Blüten zu entfernen sowie den Abstand beim Pflanzen beachten, dann brauchen sie sich kaum um Schädlinge zu sorgen. Gleiches gilt für die Staunässe.

Geranien-Kalender
Februar-AprilPflanzen, Langzeitdünger dazu geben
An MärzFreilandgeranien aufdecken
Ab Maiüberwinterte Geranien, Stecklinge nach Frost ins Freie pflanzen, Langzeitdünger dazu geben
Ab SeptemberRückschnitt, in Winterquartier bringen

Geranienkalender als PDF

Das Bild zeigt einen Geranienkalender.

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen, Düngen, Schneiden und Ernten? In unserem Kalender gibt es alle Termine auf einen Blick zum Abspeichern und Ausdrucken.

Stand: 02.05.2019, 12:00