Erdbeeren: Sorten

Erdbeerschalen

Erdbeeren: Sorten

Von Charlotte Schwalb

Die Erdbeere wird auch „Königin der Beeren“ genannt und wird im Sommer besonders gern gegessen. Wir zeigen, welche Sorten am besten schmecken und wie man sie selbst auf dem Balkon oder im Garten anbauen kann.

Erdbeeren gibt es in allen möglichen Formen, als Bodendecker oder Kletterer- oder Hänge-Pflanze. Die richtige Auswahl für den eigenen Garten zu treffen ist eine Herausforderung, denn aus der Urform der Gartenerdbeere wurden seit dem 18. Jahrhundert über tausend Sorten Gartenerdbeeren gezüchtet. Am einfachsten unterteilt man die Erdbeer-Sorten in solche, die...

  1. einmal tragen , z.B. die Sorte „Elvira“
  2. mehrmals tragen, wie die Sorte „Hummi Gento“, Ostara oder Selva
  3. nur einen Monat lang tragen, wie die Sorte „Alexandria“. Die bezeichnet man als „Monatserdbeeren“ und sie sind ideal für Balkon und Terrasse.

Eine andere Möglichkeit ist die Unterteilung in den Zeitpunkt, an dem die Erdbeere Früchte trägt. Also in:

  1. Frühe
  2. Mittelfrühe
  3. Mittelspäte
  4. Späte
  5. Zweimal blühenden Sorten

Tipp: Kombinieren Sie auch bei den selbstfruchtbaren Garten-Erdbeeren verschiedene Sorten. Zum einen können Sie durch die Kombination von frühen und späten Züchtungen die Erntezeit verlängern, zum anderen sind die Erträge höher, wenn eine zweite Bestäubersorte gepflanzt wird.

Empfehlenswerte Sorten

Die am weitesten verbreiteten Erdbeeren sind die einmal tragenden Garten-Erdbeeren. Von ihnen gibt es auch das größte Sortenangebot. Frühe bis mittelfrühe Sorten sind beispielsweise 'Senga Sengana', 'Elsanta', 'Korona', 'Polka' und 'Elvira'. Mittelspät bis spät reife Sorten sind 'Thuriga', 'Salsa' und 'Symphony'.


Die Erdbeeren sind los!

Ob mit Eis oder Quark, als Kuchen, in der Bowle oder einfach nur pur vernascht - Erdbeeren in ihrem leuchtenden Rot sind die Früchte des Sommers.

Erdbeerschalen

Allein in NRW bauen mehr als 500 Landwirte Erdbeeren an, pro Jahr werden nach Angaben der Landwirtschaftskammer NRW auf rund 33.000 Tonnen der roten Früchte geerntet. "Hochburgen" des Erdbeeranbaus seien die Regionen um Köln, Düsseldorf, entlang des Niederrheins und der nördliche Rand des Ruhrgebiets, sagt Bernhard Rüb, Sprecher der Landwirtschaftskammer NRW.

Allein in NRW bauen mehr als 500 Landwirte Erdbeeren an, pro Jahr werden nach Angaben der Landwirtschaftskammer NRW auf rund 33.000 Tonnen der roten Früchte geerntet. "Hochburgen" des Erdbeeranbaus seien die Regionen um Köln, Düsseldorf, entlang des Niederrheins und der nördliche Rand des Ruhrgebiets, sagt Bernhard Rüb, Sprecher der Landwirtschaftskammer NRW.

Auf zahlreichen Erdbeerhöfen können Verbraucher die Früchte hier direkt vom Feld kaufen. "50 Prozent der Erdbeeren aus NRW gehen über Direktvermarktung ab Hof an den Kunden", sagt Rüb. Wer die süßen Früchte gerne vernascht, kann sich freuen. Durch das sonnige und warme Wetter gedeihen Erdbeeren in diesem Jahr besonders gut - zu erfreulichen Preisen.

Schon in der Woche nach Pfingsten habe der Durchschnittspreis für deutsche Erdbeeren bei 4,06 Euro pro Kilogramm gelegen, sagte Michael Koch von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft gegenüber der dpa. "So günstig war der Verbraucherpreis schon seit fünf Jahren nicht mehr."

Früchte, die früh in der Saison also bis Anfang Mai - angeboten werden, stammen überwiegend aus südeuropäischer Produktion oder aus Gewächshäusern, etwa in den Niederlanden. Ab Mitte April/Anfang Mai gibt es die ersten Erdbeeren aus heimischer Produktion.

Zwar war es in diesem Frühjahr relativ lange kalt, was die Pflanzen im Freiland erst spät aus dem Winterschlaf erwachen lies. Aber der warme April sorgte für ein zügiges Wachstum, sodass die Verbraucher nun aus den Vollen schöpfen können.

Schwierig ist es für die Bauer derzeit eher, die Ernte hinauszuzögern, zu schnell reifen die Beeren bei dem warmen Wetter. Mittlerweile werden dank neuer Sorten und Produktionsmethoden bis in den Herbst Erdbeeren aus NRW angeboten. Die letzten Früchte werden zum ersten Frost gepflückt.

In Nordrhein-Westfalen werden vorwiegend sieben verschiedene Erdbeersorten angebaut - mit unterschiedlichem Reifezeitpunkt. Als frühe Sorten sind vor allem die etwas dunklere "Flair" und die formstabile "Clery" im Handel zu bekommen. Etwas später finden Erdbeerfans dann die Sorten "Darselect", "Elsanta", "Elianny" und "Sonata". Nachzügler der Saison ist dann ab Juli die spätreife "Malwina" mit großen, dunkelroten Früchten.

Erdbeeren schmecken nicht nur gut, sie sind auch gesund mit einem hohen Gehalt an Vitamin C, Folsäure und Mineralstoffen. Und: Die süßen Früchte haben gerade mal 32 Kalorien je 100 Gramm!

Neben der Blaubeere gilt die Erdbeere als eine Frucht mit einem hohen Gehalt an Antioxidantien. Allerdings reagieren diese pflanzlichen Inhaltsstoffe und Vitamine sehr empfindlich auf Licht, Hitze und Sauerstoff. Tagesfrische Erdbeeren direkt vom Feld sind daher nicht nur qualitativ besser, sie sind auch gesünder.

Erdbeerkalender als PDF

Das Bild zeigt einen Erdbeerkalender.

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen, Düngen, Schneiden und Ernten? In unserem Kalender gibt es alle Termine auf einen Blick zum Abspeichern und Ausdrucken.