Chili: Sorten

Das Bild zeigt lauter unterschieliche Chili-Sorten.

Chili: Sorten

Von Charlotte Schwalb

Wir verraten, warum die kleinen Schoten so scharf sind und geben einen Überblick über die besten Sorten.

Was macht die Chili so scharf?

Chilis sind die kleinen Schwestern der Paprika. Botanisch gehören Chilis, Peperoni und Paprika alle zur gleichen Gattung. Von der eher milden Gemüsepaprika unterscheiden sich die Chili vor allem durch ihre Schärfe. Die entsteht durch das Alkaloid Capsaicin, es ist das hausgemachte biochemische Abwehrmittel der Chili. Sie schützt sich damit vor Fressfeinden wie Nagern und anderen Säugetieren. Nur Vögel sind gegen die Schärfe immun. Eingelagert ist das Capsaicin um die Samen herum in der feinen hellen Innenhaut, auch Scheidewand genannt.

Tipp: Da Capsaicin nicht wasserlöslich ist, ja nicht mit Wasser, Bier oder Säften gegen die Schärfe vorgehen. Wenn`s auf der Zunge brennt mit Fetten den Geschmacks-Brand löschen. Empfohlen werden Milchprodukten wie Käse oder Joghurt. Auch Weißbrot ist Schärfelindernd.

Bildergalerie: Chilisorten

Weltweit gibt es hunderte von Chilisorten. Allein in dem Bestimmungsbuch „Peppers of the World“ werden über 350 Sorten beschrieben. Daher hilft bei der Auswahl die Klassifizierung in 5 Grupppen:

Capsicum Annuum

1. Capsicum Annuum

Die verbreiteteste Chili-Sorte weltweit. Bekannte Sorten sind Jalapeno, Serrano- und Cayenne. Ihre Vielfalt reicht von milden Gemüsepaprikas bis hin zu scharfen Peperoni, von der kaum erbsengroßen „Chiltepin“ bis zu 25 cm langen Früchten. Genauso vielfältig sind auch Fruchtform und -farbe. Ihre Pflanzen werden bis zu 150 cm hoch, wachsen als buschiger Halbstrauch. In der Nähe der Wurzel verholzen die Pflanzen leicht.

Mulato: Eine milde Sorte aus Mexiko mit nur ganz leichter Schärfe. Aromatische grosse breite Früchte, die getrocknet eine schokoladenbraune Färbung annehmen. Ihr Aroma erinnert etwas an getrocknete Pflaumen.

Pasilla: Die bis zu 15 cm langen Chilischoten sehen nach dem Trocknen braun aus. Sie werden zu Salsas und Meeresfrüchten verwendet.

Serrano: Der mexikanische Serrano Chili wird meistens grün geerntet. Mit seiner "schneidenden" klaren Schärfe eignet er sich auch gut für Thailändische Gerichte.

1. Capsicum Annuum

Die verbreiteteste Chili-Sorte weltweit. Bekannte Sorten sind Jalapeno, Serrano- und Cayenne. Ihre Vielfalt reicht von milden Gemüsepaprikas bis hin zu scharfen Peperoni, von der kaum erbsengroßen „Chiltepin“ bis zu 25 cm langen Früchten. Genauso vielfältig sind auch Fruchtform und -farbe. Ihre Pflanzen werden bis zu 150 cm hoch, wachsen als buschiger Halbstrauch. In der Nähe der Wurzel verholzen die Pflanzen leicht.

Mulato: Eine milde Sorte aus Mexiko mit nur ganz leichter Schärfe. Aromatische grosse breite Früchte, die getrocknet eine schokoladenbraune Färbung annehmen. Ihr Aroma erinnert etwas an getrocknete Pflaumen.

Pasilla: Die bis zu 15 cm langen Chilischoten sehen nach dem Trocknen braun aus. Sie werden zu Salsas und Meeresfrüchten verwendet.

Serrano: Der mexikanische Serrano Chili wird meistens grün geerntet. Mit seiner "schneidenden" klaren Schärfe eignet er sich auch gut für Thailändische Gerichte.

2. Capsicum Baccatum

Diese Sorte ist eher mittelscharf, hat einen leicht säuerlichen, an Zitrusfrüchte erinnernden Geschmack und ist in der Feinschmeckerküche beliebt.

Allerdings: sie braucht länger als andere Sorten, bis sie reif ist – bis in den Spätherbst hinein.

Fast alle Sorten haben ein ausgeprägtes Aroma und einen intensiven Duft gemeinsam. Die Pflanzen sind groß im Wuchs und sehr ertragreich. Sie zeichnen sich durch Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Temperaturschwankungen aus. Zudem sind sie pflegeleicht. Sehr beliebt ist die Sorte „Lemon Drop“.

3. Capsicum chinense

Habanero“ und „Scotch Bonnet-Chili“ sind die bekanntesten Vertreter. Sie gehören zu den Schärfsten aller Chili-Arten.

Nachteil: brauchen lange zum Wachsen und richtig heiße Temperaturen.
Vorteil: pflegeleicht und ertragreich.
Hervorstechendes Merkmal: fruchtiger Geschmack.
Früchte: überwiegend dünnwandig, unterschiedlichste Formen, von erbsengroßen Früchten bis hin zur Größe einer Gemüsepaprika.
Farb-Spektrum: von hellgelb über rot bis hin zu dunkelbraun.

Spezieller Sortentipp: Wer's besonders scharf mag, sollte sich eine Red Savina anschaffen. Sie wurde 2009 zu einer der schärfsten Chilis der Welt gekürt. Sie ist im Anbau aber sehr anspruchsvoll. Auch sehr aufregend: die karibische Habanero, deren harmlos aussehende Früchte einem kurz aber mit heftiger Schärfe das Wasser in die Augen treiben. Sie hat das „Habanero-Aroma“, dass Liebhaber als fruchtig, leicht rauchig, tropisch" und mit Anklängen an Melone beschreiben.

4. Capsicum Frutescens

Ihr bekanntester Vertreter ist die Sorte „Tabasco“. Hierzulande eher aus der Flasche bekannt. Sie wächst strauchartig und kann bis zu 2 Meter hoch werden. Im Alter neigt sie zum Verholzen.

Nachteil: In unseren Breiten ist Aufzucht und Anbau im Freien nicht einfach, da sie viel Zeit zum Wachsen brauchen und fast nur in langen und heißen Sommern gedeihen.

5. Capsicum Pubescens

Diese Sorte ist wunderbar geeignet für die Aufzucht, da sie mitteleuropäisches Klima mag. Ihr Stamm ist kräftig, die Blüten lila-farben. Sie kann 4 Meter hoch und bis zu 15 Jahre alt werden. Ihr Stamm verholzt sehr schnell. Daher wird sie oft als Baumchili bezeichnet. Ihr bekanntester Vertreter: die südamerikanische Sorte „Rocoto“, was so viel heißt wie „breite Chili“.

Herausstechendes Merkmal: Starke Behaarung an Trieben und Blättern.

Bekannte Sorten sind „Chile de Seda“, „Rocoto Canario“ und „Rocoto Peron“ (Birnenrocoto).

Chilikalender als PDF

Das Bild zeigt einen Chilikalender.

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen, Düngen, Schneiden und Ernten? In unserem Kalender gibt es alle Termine auf einen Blick zum Abspeichern und Ausdrucken.

Stand: 02.05.2019, 12:00