Y wie Yucca: Standort und Pflege

Yuccapalme neben einem Gartenteich

Y wie Yucca: Standort und Pflege

Von Charlotte Schwalb

Wer glaubt, er habe keinen grünen Daumen, sollte es vielleicht einmal mit einer Yucca-Palme probieren. Sie gilt als ideale Einsteigerpflanze, da sie sehr pflegeleicht ist.

Der richtige Standort

Alle Arten bevorzugen einen hellen und sonnigen Standort. Bei richtig hellen Standorten entwickeln manche Arten - bei regelmäßiger Düngung - auch den Drang nach oben zu schießen. Aber auch an einem halbschattigen Plätzchen fühlen sie sich wohl. Auf jeden Fall lieben sie es, im Sommer draußen zu stehen. Nur sollte man pralle Sonne vermeiden.

Wer keinen hellen Standort hat, kann sich auch mit Pflanzenlampen oder anderen Beleuchtungssystemen helfen. Das verträgt die Yucca problemlos, und man kann mit einem solchen leuchtenden Blickfang sogar die dunkelste Wohnecke aufwerten.

Achten Sie nur darauf, dass die Blattspitzen nicht irgendwo anstoßen. Sie werden dann braun. Im schlimmsten Fall stößt die Yucca  das ganze Blatt ab. Als Faustregel gilt: Je dunkler sie steht, desto langsamer wächst sie. Ihre Wohlfühltemperatur liegt zwischen 18 und 22 Grad Celsius.

Yuccapalme auf Halbschattenplatz

Die Yucca fühlt sich auch auf einem halbschattigen Plätzchen wohl, wächst dort aber langsamer.

Anspruchslos in der Pflege

In ihrer Heimat, dem nordamerikanischen Kontinent, ist die Yucca es gewohnt, längere Trockenperioden auszuhalten. Sie speichert einfach das Wasser über längere Zeiträume in ihrem Stamm. Das notwendige Wasser nimmt die Palmlilie einfach bei gelegentlichen Regenschauern auf. Daher wird sie auch hier nur mäßig gegossen. Einen großen Gefallen tut man ihr, wenn man sie ab und zu mit kalkfreiem Wasser besprüht, da sie hohe Luftfeuchtigkeit gewohnt ist.

Staunässe dagegen mag die Yucca, wie die meisten Pflanzen, gar nicht. Die lässt sich aber einfach vermeiden, indem man der Erde etwas Lavagestein, Bims oder Blähton beimischt. Ganz auf Wasser kann die Yucca allerdings auch nicht verzichten. Wenn die ersten Blätter am Stamm gelb werden und abfallen ist es höchste Zeit! Ist der Wurzelballen einmal komplett ausgetrocknet, hilft auch Gießen nicht mehr.

Yuccapalme wird gegossen

Wie die meisten Pflanzen, mag auch die Yucca keine Staunässe.

Diätkünstlerin

Ebenso anspruchslos wie beim Gießen ist die Yucca auch bei der Nahrung. Man kann - muss man aber nicht - der Yucca von April bis August alle 14 Tage Volldünger geben. Allerdings: Je mehr man düngt, desto schneller wächst sie und desto grüner wird sie. Ab dem Spätherbst wird allerdings gar nicht mehr gedüngt. Im Winter entwickelt sie sich zum absoluten Asketen.

Die ideale Pflanze für Vielreisende

Yuccas eignen sich auch ideal für Hydrokultur, was sie zur absoluten Idealpflanze für Allergiker, Workaholics oder Vielreisende macht. Einfach eine Hydrokultur anlegen: Dazu braucht man nur einen wasserdichten Topf, Blähton und einen Wasserstandsanzeiger. Die Yucca reinsetzen und die Pflege kann bis zur nächsten Wasserstandsmeldung vergessen werden. Probleme wie Staunässe oder Pilzkrankheiten gibt es bei der Hydrokultur quasi nicht.

Yucca-Kalender als PDF

Yucca-Kalender

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen, Düngen, Schneiden und Ernten? In unserem Kalender gibt es alle Termine auf einen Blick zum Abspeichern und Ausdrucken.

  • Umtopfen / Vermehren im Frühjahr: März/April
  • Pflanzen im Frühjahr oder alternativ im Herbst
  • Blütezeit sortenabhängig: Juli bis September
  • Düngen von April bis August alle 14 Tage Volldünger
  • Ruhezeit September bis März

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Stand: 02.05.2019, 12:00